Herzogenaurach
Handball-Bezirksliga

Abwehr des HVH steht felsenfest

Beim Derby in Niederlindach lassen die Herzogenauracher nur 17 Gegentreffer zu. Dass vorn zu viele Chancen liegen gelassen werden, fällt so nicht ins Gewicht.
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Herzogenaurachs Ingo Filp (weißes Trikot) sucht eine Lücke im Niederlindacher Abwehrverbund. Fotos: herzopress
Herzogenaurachs Ingo Filp (weißes Trikot) sucht eine Lücke im Niederlindacher Abwehrverbund. Fotos: herzopress
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Ein eindeutiger Derbysieg gelang den Bezirksliga-Handballern des HV Herzogenaurach bei der HSG Erlangen/Niederlindach II in der Seebachgrundhalle in Hannberg. Dieser Erfolg ist vor allem einer sehr ansprechenden Defensivleistung zu verdanken.

Nach dem Heimsieg gegen Forchheim wollten die Gäste auch in Niederlindach keine Schwäche zeigen und die Siegesserie der Rückrunde weiter ausbauen. Bei dieser Herausforderung mussten die Herzogenaurach zusätzlich zu den bereits bekannten Ausfällen von Pascal Müller, Chris Schöne und Stefan Hentschke noch auf Andreas Heck krankheitsbedingt verzichten. Dafür konnten die Schuhstädter auf Rückraumspieler Philipp Zahn und Linksaußen Thorsten Stiegler zurückgreifen und somit 13 Spieler in dieses Derby führen.

HSG Erlangen/Niederlindach II - HV Herzogenaurach 17:24

Dem HVH gelang ein Auftakt nach Maß. Die Defensivreihe stellte ein stabiles Gebilde dar, an dem sich die BOL-Reserve der Niederlindacher regelrecht die Zähne ausbiss. Im Angriff wurden klare Aktionen gesucht, bei denen sich der HVH selbst mit dem Torerfolg belohnte. Dadurch setzten sich die Handballer von der Aurach schnell auf 3:0 ab. Bis zum Stand von 2:5 blieb es bei diesem Vorsprung.

In den folgenden Momenten gab es jedoch, wie schon in den Partien davor, eine Schwächephase im Spiel der Gäste. In der Offensive wurde zu hastig der Abschluss gesucht oder es unterliefen haarsträubende technische Fehler. Die Abwehrformation passte sich ebenfalls an dieses Niveau an und wurde mit jedem Angriff der Hausherren löchriger.

Unter diesen Umständen ließen sich die Niederlindacher natürlich nicht zweimal bitten und nutzen diese Phase aus, indem sie nach einem 5:0-Lauf mit 7:5 in Führung gingen. Nach diesem Durchmarsch schien den Gästen der Ernst der Lage wieder bewusst zu werden und sie besannen sich wieder auf ihre Stärken. Die Abwehr fand zwar nicht mehr zu der Leistung aus den Anfangsminuten, aber zeigte sich nichtsdestotrotz deutlich verbessert. Auch die Offensive nutzte wieder konsequent ihre Möglichkeiten und so eroberte der HVH nach dem 8:8-Ausgleich beim Stand von 9:11 die Führung zurück. Bis zum Pausenpfiff änderte sich nichts mehr am Verlauf, und so unterbrach das souverän auftretende Schiedsrichtergespann die Partie beim Spielstand von 11:13.

Nach der Halbzeitpause wollten die Akteure um Coach Rajic mit einer Leistungssteigerung zügig für klare Verhältnisse sorgen. Dies schien vor allem in der Abwehr zu gelingen. Der HVH stellte ein regelrechtes Bollwerk hin (nur sechs Gegentreffer in der zweiten Halbzeit), gegen das die Reserve der HSG Niederlindach partout kein Mittel fand. Einziger Wermutstropfen blieb die Chancenauswertung der Gäste, die einen deutlicheren Vorsprung verhinderte. So setzten sich die HVHler über 14:17 auf 14:20 ab.

Bis zum Ende der Partie änderte sich auch nichts mehr am Spielgeschehen und so fuhren die Herzogenauracher letztendlich einen 24:17-Auswärtserfolg ein, bei dem sich nahezu alle Spieler in die Torschützenliste eintrugen. Nun muss der Handballverein die Defensivleistung konservieren und die Torquote deutlich nach oben schrauben, um im kommenden Heimspiel gegen die Bayernligareserve aus Winkelhaid zu bestehen.
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