Erlangen

8308 Zuschauer werden nicht enttäuscht

Die Rekordkulisse für ein Zweitligaspiel hat Bundesliga-Rückkehrer HC Erlangen nicht gehemmt. Gegen Essen bereiteten die Franekn dem Publikum ein Spektakel.
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Die 8308 Zuschauer verwandelten die Nürnberger Arena in die Erlanger Vereinsfarben Balu und Rot. Fotos: Sportfoto Zink
Die 8308 Zuschauer verwandelten die Nürnberger Arena in die Erlanger Vereinsfarben Balu und Rot. Fotos: Sportfoto Zink
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Der Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga und designierte Aufsteiger, der HC Erlangen, hat zum als "Weltrekordspiel" titulierten Duell mit Tusem Essen noch einmal eine beeindruckende Leistung auf den Hallenboden gezaubert. Die 8308 Zuschauer, die meisten die bei einem Zweitligaspiel je gezählt wurden, empfingen den baldigen Bundesligisten mit einer gelungenen Choreographie in Blau und Rot in der Nürnberger Arena, und wurden vom Start weg mit Handball zum Zungeschnalzen verwöhnt. Jetzt fehlt nur noch ein Punkt - dann ist die Meisterschaft auch rechnerisch perfekt.


HC Erlangen - Tusem Essen 33:26

Das erste Tor der Partie gelang den Gästen, die bis zur 20. Minute sehr gut mithielten, dann aber erstmals einen Zwei-Tore-Rückstand verkraften mussten (13:11) und trotz einer Auszeit danach kein Rezept mehr gegen den HC-Express fanden.
Angeführt von Nationalspieler Nikolai Link, der allein in der ersten Halbzeit siebenmal einnetzte und einem wieder einmal überragenden Mario Huhnstock im Tor, der 35 Prozent aller Essener Abschlüsse entschärfte, setzte sich der Tabellenführer sukzessive ab. Innerhalb der letzten zehn Minuten vor der Pause wuchs der Vorsprung vorentscheidend auf 21:14.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste eine deutlich härtere Gangart an den Tag, konnten daraus zunächst aber kein Kapital schlagen. Über 23:17 (34.) und 27:21 (43.) blieben die Gastgeber Herr der Lage. Dann jedoch kam Essen zu drei Toren hintereinander (27:24), und HC-Trainer Robert Andersson sah sich zu einer Auszeit genötigt. Diese schien zu verpuffen, weil der Vorsprung in der Folge sogar auf zwei Tore zusammenschmolz.

Doch die Erlanger fingen sich schnell, Theilinger, Djozic, Stranovsky und Jonas Link sorgten für eine abermals komfortable Führung (31:25). Sechs Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen - und alle Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen, um ihr Team zu feiern. Den Schlusspunkt zum 33:26 setzte Theilinger. red
HCE: Huhnstock, Stochl - Theilinger (4), J. Link (2), Herbst (1), Nienhaus, Hess (2), Djozic (1), Bissel (2), Rahmel (6), Stranovsky (7/6), Rivesjo (1), N. Link (7), Thummler
Essen: Bliss - J. Ellwanger (1), Schluter (4), Keller (3), Hegemann (10/1), Predragovic, Seidel, Tovornik, Ridder (2), Trodler (4), Seidel (1), Pohle (1), L. Ellwanger
SR: Jannik Otto, Van Hoang Chung / Zus.: 8308 / Zeitstrafen: 5 - 7 / Wurfquote: 71,7 Prozent - 51 Prozent

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