LKR Erlangen-Höchstadt
Fußball

14 Tore beim Gipfeltreffen der A-Klasse

Ein Spiel für die Ewigkeit haben der FC Thüngfeld und der FC Trailsdorf abgeliefert. Mit 7:7 trennten sich die Titelfavoriten, dabei gaben die Gäste eine 6:2-Führung noch aus der Hand.
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Trailsdorfs Christoph Heumann (blaues Trikot) und sein Thüngfelder Gegenüber David Schuster waren Teil eines Fußball-Spektakels, das alle Beteiligten aus den Socken gehauen hat.  Foto: Markus Schütz/anpfiff.info
Trailsdorfs Christoph Heumann (blaues Trikot) und sein Thüngfelder Gegenüber David Schuster waren Teil eines Fußball-Spektakels, das alle Beteiligten aus den Socken gehauen hat. Foto: Markus Schütz/anpfiff.info

Über zu wenige Tore dürften sich die Zuschauer der A-Klassen-Partien vom Wochenende nicht beschweren - das Duell Thüngfeld gegen Trailsdorf blieb aber unübertroffen. Das Auswärtsspiel der SG Münchaurach bei Jugoslavija Erlangen wurde abgesagt. Am Freitag entfiel das Spiel Türkischer SV Erlangen gegen Adelsdorf II, weil das Heimteam nicht antrat. Weingartsgreuth verpasste die Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen.

A-Klasse 1 ER/PEG

TSV Vestenbergsgreuth - DJK Erlangen II 5:2

Das Spiel war keine 60 Sekunden alt, da hätte der TSV nach einem Abwehrfehler der DJK bereits in Führung gehen können, aber die Chance blieb ungenutzt. Pascal Thienelt war es dann, der die Hausherren mit einem Distanzschuss aus knapp 30 Metern in Führung schoss (34.). Kurz vor der Pause bauten die Greuther durch einen Doppelschlag die Führung komfortabel aus: Erst traf Jonathan Willner nach einer Hereingabe von Jonas Bierlein (43.), ehe Thienelt seinen zweiten Treffer nach einer Ecke erzielte (45.+2).

Mitte der zweiten Halbzeit machten die Erlanger das Spiel aber noch einmal spannend: Erst verkürzte Tobias Pfister per Foulelfmeter (66.) und kurze Zeit später gelang Jeton Dobra der Anschlusstreffer, nachdem er sich im Laufduell gegen die TSV-Abwehr durchgesetzt hatte (72.). Doch Patrick Stettner beruhigte die Gemüter der Greuther wieder etwas, als er nach einer Flanke in der Mitte zum 4:2 einschob (83.). In der Nachspielzeit fuhren die Gastgeber noch einen Konter, den Willner mit seinem zweiten Tor zum 5:2 Endstand vollendete (90.+ 4).

ASV Herzogenaurach - Siemens Erlangen 0:4

Nach einer Viertelstunde gingen die Gäste aus Erlangen per Elfmeter durch Nuhi Syleymani in Führung. Allerdings lag vorher wohl eine Abseitsposition vor, die der Schiedsrichter übersah (16.). Mit dem knappen Rückstand ging es für den ASV in die Halbzeitpause. Der zweite Durchgang lief noch nicht lange, als Siemens den Vorsprung ausbaute: Nach einem Abwehrfehler war Mirza Alijevic der Nutznießer und stellte auf 0:2 (53.).

Nach einer knappen Stunde bekamen die Hausherren einen Strafstoß zugesprochen und hätten noch einmal rankommen können. Christian Popp scheiterte jedoch am stark aufgelegten Christian Manicki. Kurz vor Schluss verursachte Hannes Wilfer ein unglückliches Eigentor, das die Partie entschied (86.). In der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Tobias Sieger nach einem Konter der Treffer zum 0:4-Endstand (90. + 3). tos

A-Klasse Bamberg 3

FC Thüngfeld - FC Wacker Trailsdorf 7:7

"So etwas habe ich noch nie erlebt. Das war ein total verrücktes Spiel", versuchte FCWT-Trainer Tim Stärk zu beschreiben, was sich auf dem Thüngfelder Sportplatz abspielte. In seinem 500. Spiel für den FC Thüngfeld leitete Daniel Bickel mit seinem Drehschuss ins Eck ein wahres Feuerwerk ein, das keinen Sieger finden sollte. Bickels ersten Streich (6.) beantwortete Trailsdorf im Gegenzug durch David Förtsch. Die Hausherren leisteten sich im ersten Durchgang zu viele Fehler, die Trailsdorf bestrafte. Marcel Frankenstein (31.) und Daniel Stenglein (37.) brachten den Gast mit 3:1 in Front, ehe Bickel (38.) verkürzte. Noch vor der Pause stellte Niklas Rajczyk (43.) den alten Abstand wieder her. Als Frankenstein per Doppelpack (52., 54.) auf 6:2 für den FCWT erhöhte, schien der Sieger gefunden.

Doch weit gefehlt: Abermals Bickel (65.), Felix Bauer (71.) und Andreas Güttler (72.) ließen den Trailsdorfer Vorsprung auf einen Treffer zusammenschmelzen. Die 170 Zuschauer waren längst hin und weg von dem Spektakel auf dem Rasen, das weiter Fahrt aufnehmen sollte. Thüngfeld warf alles nach vorne, Frankenstein nutzte einen Abspielfehler von FCT-Ersatzkeeper Stephan Werner aber zum 5:7 (75.). Das Ende der Fahnenstange war dennoch nicht erreicht. Felix Bauer (88.) ließ Thüngfeld an das Comeback glauben und als ausgerechnet Bickel (90.+2) mit seinem vierten Streich den 7:7-Endstand markierte, brachen in Thüngfeld alle Dämme. "Das war der Wahnsinn. Mir fehlen die Worte", sagte Thüngfelds Co-Trainer David Heidenreich. "Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Es darf zwar nicht passieren, dass wir beim Tabellenführer ein 6:2 noch abgeben. Es spricht aber auch für Thüngfelds Qualität, so zurückzukommen", sagte Stärk. kow

FSV Weingartsgreuth - SG Stappenbach/Vorra II 1:5

Das Spiel des Tabellennachbars aus Erlach gegen Ampferbach fand nicht statt, daher hätte der FSV mit einem Punktgewinn zumindest vorübergehend die Rote Laterne abgeben können. Dass es dazu nicht kommen würde, war aber schon nach der ersten Halbzeit klar. Mit 0:4 lag Weingartsgreuth da schon zurück. Robin Sures hatte nach 16 Minuten schon einen Doppelpack perfekt gemacht (12., 16.), gefolgt vom 0:3 durch Marcus Rohmer vom Elfmeterpunkt (26.). Zu allem Überfluss traf auch noch Heiko May ins eigene Tor.

Nach der Pause machte die Reserve aus Stappenbach und Vorra direkt weiter und erhöhte durch Björn Rösch. Zumindest der Ehrentreffer gelang dem FSV aber: Atanas Bozhinov war der Torschütze (63.).red

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