Herzogenaurach

Spaziergänge zeigen die Stärken der Innenstadt

Die Gästeführer der Stadt bieten in der Vorweihnachtszeit geführte Themen-Rundgänge an. Diese führen zu elf Geschäften und Kunsthandwerkern im Stadtkern.
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Bei der Vorstellung der Aktionen in der Töpferei Ort (von links): Bettina Geier-Hildel und Judith Jochmann vom Stadtmarketing, Bürgermeister German Hacker, Anna-Cornelia Scharboch, Katha Ort sowie die Gästeführerinnen Ottilie Sachs und Monika Beck.  Foto: Bernhard Panzer
Bei der Vorstellung der Aktionen in der Töpferei Ort (von links): Bettina Geier-Hildel und Judith Jochmann vom Stadtmarketing, Bürgermeister German Hacker, Anna-Cornelia Scharboch, Katha Ort sowie die Gästeführerinnen Ottilie Sachs und Monika Beck. Foto: Bernhard Panzer

Für die Stadtmarketing-Abteilung im Rathaus ist es eine wichtige Aufgabe, die Innenstadt zu stärken. Da spielen Einzelhandel und Handwerk eine große Rolle. Und deshalb sei schon vor längerer Zeit die Idee geboren worden, sogenannte Einkaufsspaziergänge durch die Innenstadt zu organisieren. Jetzt ist das umgesetzt worden. Das berichtet die Stadtmarketingbeauftragte Judith Jochmann.

"Diese Einkaufsstrategie schlummerte schon lang in uns", sagte Jochmann am Dienstag bei der Präsentation eines neuen Angebotes in puncto Stadtführungen. Die Stadt könne das auch gut organisieren und steuern, sagte sie weiter, aber bislang habe es an Umsetzern gefehlt. Das sei nun anders, seit es die offiziellen 13 Stadtführer gibt. Und die sind Partner des Projekts.

So wurden vorerst drei Routen entwickelt, auf denen die Teilnehmer in der Vorweihnachtszeit durch die Innenstadt geführt werden. Sie erhalten bei verschiedenen Geschäften Erläuterungen über deren Angebot. Ziel der Aktion ist die Belebung des lokalen Geschäftes. "Die Besucher der Führungen erfahren Neues über regionale Angebote und können Produkte und Geschenke erwerben", heißt es in einer Pressemitteilung.

Demnach geht es also vor allem darum, die lokale Stärke der Innenstadt herauszustellen. So sind auch die drei Führungen mit den beiden Schwerpunktthemen zustande gekommen. Im Flyer dazu heißt es wörtlich: "Bei einem Spaziergang besuchen Sie Künstlerinnen und inhabergeführte Geschäfte mit besonderem Sortiment, begegnen den Menschen hinter den Produkten und erfahren ganz nebenbei, wie sich die Frage nach Geschenken ganz entspannt, frühzeitig und mit viel Spaß und Genuss beantworten lässt."

Durchgeführt werden die Spaziergänge von den beiden Gästeführerinnen Monika Beck und Ottilie Sachs. Zum Auftakt trafen sich die Verantwortlichen in der Töpferei von Katha Ort. Denn bei den moderierten Führungen sollen die Besucher für lokales Kunsthandwerk, ausgesuchte Produkte und die persönliche Beratung bei den Einzelhändlern sensibilisiert werden.

Mehr als nur die Outlets

Denn Herzogenaurach "ist mehr als nur die Outlets", betont Ottilie Sachs. Es gebe so viele Geschäfte in der Innenstadt, die sehenswert seien, sagt sie. Und Bürgermeister German Hacker nutzte den Pressetermin, um für die Gästeführer zu werben. "Die Zahlen der Stadtführungen sind wirklich toll". Es sei überfällig gewesen, dieses Angebot koordiniert auf die Beine zu stellen. Gästeführer-Vorsitzende Anna-Cornelia Scharboch, bestätigte, mit welchem Elan die 13 Engagierten ihre Tätigkeit ausüben: "Wir lieben unsere Innenstadt."

Judith Jochmann und Bettina Geier-Hildel vom Amt für Stadtmarketing erläuterten die dreiteilige Aktion mit zwei unterschiedlichen Routen. Jede Führung beinhaltet ein kleines kulinarisches Angebot. Pro Einkaufsspaziergang müssen mindestens drei und können höchstens zwölf Personen teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt direkt beim Amt für Stadtmarketing und Kultur. Das Besondere: Sowohl für die Besucher als auch für die teilnehmenden Händler ist die Führung kostenlos. "So können Kunden und Einzelhändler niedrigschwellig miteinander ins Gespräch kommen", heißt es in der Pressemitteilung.

Unter den Überschriften "Herzo handgemacht" und "Geschenkt - auf kurzen Wegen zur Geschenkidee" sind zwei Routen an insgesamt drei Terminen gefasst. Im Rahmen der moderierten Führungen werden die Besucher für lokales Kunsthandwerk, ausgesuchte Produkte und die persönliche Beratung bei den Einzelhändlern ihrer Heimatstadt sensibilisiert.

Als einen Pluspunkt des innerstädtischen Angebotes bezeichnen die Organisatoren die kurzen Wege, diese würden in den Führungen direkt erfahrbar. Und weiter: "Die Einzelhändler und Kunsthandwerker erhalten die Möglichkeit, ihre Produkte vorzustellen, neue Kunden zu gewinnen und auf eine persönliche und emotionale Weise Kontakt zu ihren Kunden aufzunehmen."

In Zukunft noch mehr

Ottilie Sachs hat schon eine rege Nachfrage erfahren. Auch unter den Händlern in der Innenstadt. "Warum sind wir da nicht dabei?", sei gefragt worden. Das Angebot sei durchaus weiterentwickelbar, antwortete Judith Jochmann. "Auch in Zukunft soll es punktuell im Jahresverlauf Routen zu verschiedenen Themen in Zusammenarbeit lokalen Anbietern geben. Wir hoffen, Einzelhändler und Besucher gleichermaßen für die Idee zu begeistern", erläuterte die Leiterin des Amtes für Stadtmarketing und Kultur. "Nach oben hin gibt es keine Grenzen".

Auch Katha Ort hat schon Ideen zur Weiterführung. Man könnte doch gemeinsam Spendengutscheine machen, meinte sie. Ein Teil des Erlöses könnte dann einem guten Zweck zugutekommen. Schon bei der baldigen Martiniführung will die Kunsthandwerkerin Gutscheine verteilen und sich bei der Arbeit in der Töpferei über die Schulter blicken lassen.

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