Mausdorf
Energie

Spatenstich für drittes Windrad bei Mausdorf

Die Bürgerwindanlage Mausdorf-Pirkach wird um ein drittes Windrad erweitert. Grund dafür sind die positiven Erfahrungen mit den zwei bereits bestehenden Anlagen.
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Für das dritte Windrad sind die Bagger angerückt. Foto: Richard Sänger
Für das dritte Windrad sind die Bagger angerückt. Foto: Richard Sänger
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Auf der Höhe Mausdorf-Pirkach-Zweifelsheim sind wieder die Bagger und Baumaschinen angerückt. In den vergangenen Tagen wurde mit dem Erdaushub für die Errichtung eines dritten 138 Meter hohen Windrades begonnen. Die Bürgerwindanlage Mausdorf-Pirkach wird um das dritte Rad WEA 3 "Regenschwanz" erweitert.
Die positiven Erfahrungen der zwei bestehenden Anlagen haben die Gesellschaft mit ihren 108 Kommanditisten dazu bewogen, eine weitere Anlage zu realisieren, erläuterte Geschäftsführer Johannes Maibom beim symbolischen Spatenstich.

Das dritte Windrad wird sich auf dem Gebiet der Stadt Herzogenaurach, also im Landkreis Erlangen-Höchstadt, drehen. Maibom bedauerte deshalb, dass kein Vertreter des Landkreises oder der Stadt zum Spatenstich kam. Gleichwohl lobte der Geschäftsführer bei der Genehmigung die faire Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung.
Das dritte Windrad, der Turmbau, wird etwa im März des nächsten Jahres beginnen und im Juni in Betrieb gehen. Er wird etwa 800 Meter nordöstlich der beiden anderen Windräder stehen.

Die beiden bestehenden Anlagen lieferten bislang rund 25 Millionen kWh Ökostrom. "Wir leisteten damit einen wertvollen Beitrag für die Umwelt", betonte Maibom. Die getriebelose Anlage des Herstellers Enercon mit einem Rotordurchmesser von 92 Metern wird pro Jahr etwa 4,5 Millionen kWh Strom liefern. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 1400 Drei-Personen-Haushalten. Der Rotor läuft mit aktiver Blattverstellung und einer variablen Drehzahl von fünf bis 16 Umdrehungen pro Minute. Der direktgetriebene Enercon Ringmotor wird den erzeugten Strom in das 20-kV-Netz der N-Ergie einspeisen.

Bei der Anlage handelt es sich um eine Synchronmaschine, die ein Getriebe überflüssig macht. Die erzeugte elektrische Energie des Generators wird gleichgerichtet und anschließend im Turmfuß über Wechselrichter in das öffentliche Netz eingespeist.

Zum Spatenstich nahmen neben Kommanditisten und Gesellschaftern auch der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz (SPD) sowie stellvertretender Landrat Helmut Weiß (CSU) und der Emskirchner Bürgermeister Harald Kempe (ödp) teil. "Die Mausdorfer haben mit dem dritten Windrad gut gewählt", erklärte der SPD-Abgeordnete. Kekeritz bedauerte, dass sich die Bürger bei der Bundestagswahl gegen die Energiewende und für die Großkonzerne entschieden haben.

Reuthwind will mit den Windrädern auch ein Zeichen setzen, "wir wollen uns nicht vom Ministerpräsidenten einschüchtern lassen", sagte Maibom. So scheinen die großen Energiekonzerne zu mächtig zu sein und mit Medienauftritten zu ihren Gunsten die regenerativen Energien schlecht reden zu wollen.


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