LKR Erlangen-Höchstadt
Bilanz

Sparkasse Erlangen-Höchstadt investiert in ihre Gebäude

Die erste Bilanz nach der Fusion der beiden Sparkassen Erlangen und Höchstadt fällt positiv aus.
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Insgesamt investierte die Sparkasse im Jahr 2018 6,7 Millionen Euro in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Gebäude. Ein höherer sechsstelliger Betrag wird derzeit auch in Höchstadt verbaut.  Foto: Karina Brock
Insgesamt investierte die Sparkasse im Jahr 2018 6,7 Millionen Euro in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Gebäude. Ein höherer sechsstelliger Betrag wird derzeit auch in Höchstadt verbaut. Foto: Karina Brock
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Wachsen konnte die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach im Jahr 2018 im Einlagen- und Kreditgeschäft, berichtet der Vorsitzende des Vorstandes, Johannes von Hebel, bei der Jahrespressekonferenz.

Die Gesamteinlagen sind um 301 Millionen Euro auf 5,1 Milliarden Euro gestiegen. Der Zuwachs bei den Privatkunden betrug dabei 227 Millionen Euro. Diese Entwicklung zeuge vom Vertrauen in die Sparkasse. "Wir sehen das aber auch mit einem weinenden Auge, weil uns der Einlagenüberhang bei der aktuellen Zinssituation real Geld kostet."

Im Kreditgeschäft konnte der Forderungsbestand um über 5 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Die gewerblichen Kredite erhöhten sich dabei um 9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, Privatkredite um knapp 2 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Darlehen an 34 Existenzgründer

Im Darlehensneugeschäft wurde mit Zusagen in Höhe von rund 780 Millionen Euro der Wert des Vorjahres um fast ein Drittel verbessert. Für den Wohnungsbau konnten dabei Finanzierungen in Höhe von 402 Millionen Euro zugesagt werden. Die Zusagen an Unternehmen verdoppelten sich 2018 auf 436 Millionen Euro. "Die Sparkasse begleitete dabei auch 34 Existenzgründungsvorhaben", berichtet von Hebel.

Ebenfalls erfreuliche Ergebnisse konnten im Dienstleistungsgeschäft, im Bereich der Altersvorsorge sowie im Wertpapiergeschäft verzeichnet werden, führte Walter Paulus-Rohmer, Mitglied des Vorstandes aus.

Aufgrund der Zinssituation wurden auch 2018 niedrigverzinsliche Einlagen in attraktivere Anleihen und Investmentfonds umgeschichtet. "Wertpapiere sind derzeit fast die einzige Möglichkeit für die breite Bevölkerung angemessene Vermögenszuwächse zu erzielen", so Paulus-Rohmer.

Die Investitionen für Instandhaltung und Modernisierung lagen bei insgesamt 6,7 Millionen Euro. Wie bei der derzeitigen Maßnahme an der Höchstadter Geschäftsstelle (wir berichteten) vergab die Sparkasse vorwiegend Aufträge an Unternehmen aus der Region.

Durch die unveränderte Zinssituation kam es erneut zu einem Rückgang des Zinsüberschusses. Ausgeglichen wurde diese Ertragsminderung durch ein Kostenmanagement, das zu leicht sinkenden Sach- und Personalkosten führte. Zudem gelang eine Verbesserung der Provisionserträge. "Vor dem Hintergrund des großen Wettbewerbs im Finanzmarkt stößt diese Steigerung in den nächsten Jahren aber wohl an natürliche Grenzen", befürchtet Reinhard Lugschi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Weniger Personal

Der Personalstand ist auf 976 Mitarbeiter gesunken. Ein Resultat von Prozessverbesserungen und verstärkter Online-Nutzung. Frei werdende Stellen seien zum Teil nicht mehr nachbesetzt worden. Dennoch ist die Sparkasse auch künftig auf der Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften und Auszubildenden. Hierfür hat sie 2018 das Duale Studium geschaffen.

Das gesellschaftliche Engagement der Sparkasse blieb 2018 auf Vorjahresniveau. Mit einem Gesamtbetrag von rund 1,65 Millionen Euro hat die Sparkasse rund 1000 gemeinnützige Institutionen und Vereine unterstützt. Daneben wurden weitere Projekte durch die beiden Sparkassenstiftungen gefördert.

Der Vorstand blickt vorsichtig optimistisch auf das Geschäftsjahr 2019.

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