Herzogenaurach
Aufbau

Sommer-Ausstellung: Jedes Werk findet seinen passenden Platz

Bei der Jahresausstellung des Herzogenauracher Kunst- und Kulturvereins sind viele verschiedene Stile zu sehen. Trotzdem soll alles ansprechend präsentiert werden.
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Anne-Brigitte Zahradnik hat das Ausstellungsmotto "Hülle und Fülle" auf ihre eigene Art umgesetzt. Fotos: Pauline Lindner
Anne-Brigitte Zahradnik hat das Ausstellungsmotto "Hülle und Fülle" auf ihre eigene Art umgesetzt. Fotos: Pauline Lindner
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"Hülle und Fülle" - eine Redensart als Motto für ein Kunstausstellung? Für Anne-Brigitte Zahradnik war es gleich ein Anstoß, ein extra Kunstwerk für die alljährliche Sommerausstellung des Kunst- und Kulturvereins Herzogenaurach zu schaffen. Eine keramische Plastik. Unzweifelhaft ist die Dame füllig und hüllenlos geraten.

"Aber gerade sie hat eine Hülle", sagt die Künstlerin zu ihren Kollegen, die beim Hängen der Bilder und Platzieren der Plastiken zusammenarbeiten. Flugs packt sie eine steife, durchsichtige Hülle, stellt sie auf das vorgesehene Podest und hangelt vorsichtig die kleine Dame hinein.

Derweilen beraten Stefanie Teltschik, ihr Ehemann Werner, Iris Ullrich und Alexander Czoppelt, wie sie die eingereichten Werke am geschicktesten hängen, damit jedes zu seinem Recht kommt und nicht ein farbkräftiges ein zartes und feingliedriges "erschlägt". Das heißt für
sie, mehrfach die Plätze zu wechseln, den Kunstraum aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, eine Entscheidung zu treffen und sie dann doch wieder zu korrigieren.

Was passt zu der Trachtenfigurine, die Teltschik mitgebracht hat? Bunt und abstrakt oder doch besser etwas, was Gartenidylle ausstrahlt? Die Gruppe soll doch den Blickfang beim Betreten des Raumes bieten. In der letzten Fassung sind es eine dunkel-nostalgische Bankszene und eine herbstlich anmutendes Diptychon (zweiteiliges Bild). Und davor werden bei der Vernissage Körbe mit Äpfeln und Kartoffeln an das Landleben erinnern. "Ganz bewusst", sagt Teltschik. So will sie den Bogen zur zeitgleich stattfindenden Sommerkirchweih schlagen. Ein Gedanke, der ihren Mitstreitern gut gefällt.

Ein rätselhafter Flyer

Beim Plakat und dem Flyer für das Künstlerevent haben sich die Ausstellenden - Bernhard Belzer, Alexander Czoppelt, Brigitte Graf-Nekola, Wolfgang Knobl, Irmgard Kreher, Dorothea Lang, Russell Lestrade, Karin Mersmann, Ilonka Münsterer-Maar, Maria Stawik-Höhlriegel, Stefanie Teltschik, Rita Tiemann, Iris Ullrich, Michaela Ulrich und Anne-Brigitte Zahradnik - für eine ganz andere Umsetzung des Themas entschieden. Für ein "Rätsel".
Czoppelt hat in geometrischem Stil eine Fülle von Motiven und Ornamenten kompiliert. "Enigma" benennt er sein Werk, mit dem griechischen Wort, mit dem ihrerseits die Briten ihre Entschlüsselungsmaschine für die Geheimnachrichten der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg bezeichnet hatten.

Entschlüsseln, rätseln oder sich einfach gefangen nehmen lassen von der Fülle sollen sich auch die Besucher in der Zeit vom Samstag, 5. Juli, bis zum Sonntag, 13. Juli. Die Vernissage ist um 17 Uhr; die Finissage beginnt bereits am 15 Uhr. Montag bis Freitag ist von 17 bis 19 Uhr geöffnet; gerade richtig, wenn man danach zur Kirchweih strebt. Samstag und Sonntag öffnet sie bereits um 11 Uhr.
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