Herzogenaurach

Seniorin erschöpft, aber gesund gefunden

Die Feuerwehr bringt man allgemein hin schnell mit Brandeinsätzen oder mit Unfällen in Verbindung. Am Donnerstag wurden die Kräfte der Herzogenauracher Freiwilligen Feuerwehr allerdings für eine ganz andere Art des Einsatzes benötigt: der Personensuche.
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Im Gerätehaus wurde genau vermerkt, welche Strecken und Flächen bereits abgesucht wurden. Foto: Sebastian Weber
Im Gerätehaus wurde genau vermerkt, welche Strecken und Flächen bereits abgesucht wurden. Foto: Sebastian Weber

Um 20 Uhr erfolgte die Alarmierung. Eine 93-jährige Dame aus dem Seniorenpflegezentrum Liebfrauenhaus hatte das Haus am Nachmittag verlassen und ist nicht zurückgekehrt. In Folge wurde sie von der Heimleitung als vermisst gemeldet. Zunächst trafen sich am Abend die Führungskräfte der Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, um eine umfangreiche Suche im Stadtgebiet einzuleiten. Die Einsatzleitung wurde in der Fahrzeughalle der Feuerwehr Herzogenaurach eingerichtet, wobei hierzu auch die Schnelleinsatz-Gruppe (SEG) "Information und Kommunikation" des ASB Erlangen-Höchstadt ihren Platz einnahm. Die Feuerwehr griff auf die Mannschaft zu und lieferte entsprechend viele Suchende. Sie setzte rasch Fußtrupps, als auch sämtliche Fahrzeuge in Bewegung und startete nach deren Einteilung die Suche auf Fuß- und Straßenwegen innerhalb der Stadt.

Eine Führungsunterstützung zur Koordination der Feuerwehreinheiten wurde eingerichtet. Weiterhin war die Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Einsatz und stellte bis zuletzt insgesamt neun Flächensuchhunde und zwei sogenannte Mantrailer auf, um Freiflächen abzusuchen. Der Mantrailer kann bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden und sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert.

Zwei Streifen der Polizei waren im Einsatz, zudem wurde ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera kurzzeitig hinzugezogen. Innerhalb der ersten halben Stunde hat man sich für die Nachforderung einer Drohne, bzw. des Multikopters der Ständigen Wache Erlangens entschieden, mit der ebenfalls ein Aufsuchen mit Wärmebildtechnik möglich ist. Sämtliche Bereiche innerhalb des Stadtgebiets konnten zügig abgedeckt werden.

Nach über zwei Stunden, etwa gegen 22.20 Uhr, meldete eine Hundeführerin per Telefon an die Einsatzleitung, dass die vermisste Person durch einen Suchhund aufgefunden wurde. Sie sei ansprechbar gewesen, musste jedoch erschöpft vom Rettungsdienst versorgt werden. Anschließend brachte man Sie in ein Krankenhaus.

Insgesamt wurden für diesen Einsatz knapp 70 Einsatzkräfte mobilisiert, 40 davon von der Feuerwehr, 21 Kräfte vom Rettungsdienst inklusive der Hundestaffel. Alle Einheiten wurden mit dem Erfolg der Suche belohnt und konnten nach über zweieinhalb Stunden wieder an ihre Standorte zurückkehren.

Der Einsatzleiter Rettungsdienst bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, was jeder am Ende unterstreichen konnte. sw, mb

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