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Adelsdorf
Selbstverteidigung

Selbstverteidigung gegen Messer und Pistole in Adelsdorf

Eyal Yanilov kam am Wochenende aus Israel nach Adelsdorf, um Krav-Maga-Trainer weiterzubilden.
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Krav-Maga-Trainer müssen sich weiterbilden. So auch am Wochenende in Adelsdorf. Matthias Birkner greift Eyal Yanilov mit einem Messer an, der wehrt den Angriff ab.  Foto: Yannick Hupfer
Krav-Maga-Trainer müssen sich weiterbilden. So auch am Wochenende in Adelsdorf. Matthias Birkner greift Eyal Yanilov mit einem Messer an, der wehrt den Angriff ab. Foto: Yannick Hupfer
An diesem Wochenende wurde aus dem vermeintlich kleinen Adelsdorf ein großer Austragungsort. Aus Hamburg, Köln, München und sogar Belgien kamen Teilnehmer, um sich am Samstag und Sonntag von Eyal Yanilov weiterbilden zu lassen. Dieser ist ein Krav-Maga-Trainer, der extra aus Israel nach Adelsdorf gereist war.
Krav Maga ist eine Selbstverteidigungssportart, bei der es darauf ankommt, sich vor drohenden Gefahren zu schützen. "Krav Maga ist dafür da, dass die Leute rausgehen und sich sicher fühlen", erklärt Matthias Birkner, der insgesamt neun Krav-Maga-Standorte in Deutschland führt. Weiter sagt er: "Wir wollen auf alles, was an Gewalt einströmt, eine Antwort haben."
Die Techniken, die die Schüler bei der Sportart lernen, sollen aber keinesfalls unkontrolliert angewandt werden. "Ich möchte nicht kämpfen", erklärt dazu Eyal Yanilov. "Alles, was ich mache, ist den Angriff zu attackieren", sagt er. So dient Krav Maga sowohl der Verteidigung, aber auch der Deeskalation. Und das kommt an: "Die Nachfrage steigt monatlich", so Birkner. Und das auf der ganzen Welt und auch in Deutschland.
Deswegen gibt es immer mehr sogenannte "Instructor", die sich als Trainer verstehen. Sie sind organisiert unter der Vereinigung "Krav-Maga-Global" (KMG). Um deren Schülern besten Unterricht bieten zu können, bilden sich viele davon weiter. Und das direkt von der Quelle. 59 Instruktoren kamen so am Wochenende zusammen, um vom Gründer von KMG selbst ein "Update" zu bekommen. So bleibt die Sportart nicht etwa auf einem Level stehen, sondern entwickelt sich immer weiter.
Am Samstag trainierten die Teilnehmer den Angriff mit Messern oder Pistolen. "Meine Familie und Freunde sind meine persönlichen VIPs", erklärt Urvater Eyal Yanilov. So lernen die Schüler auch Gefahren abzuwehren, die auf Familienmitglieder oder Freunde einströmen. Zweimal neun Tage und einmal sechs Tage müssen die Teilnehmer investieren, um sich "Instructor" nennen zu dürfen. Fortbildungen wie die am Wochenende in Adelsdorf gehören anschließend an die Grundausbildung ebenso zum Programm. Ganz anders sei das laut Matthias Birkner bei anderen Vereinigungen und Krav-Maga-Trainern. Diese müssten nur einen Bruchteil an der Zeit investieren, um sich auch Trainer nennen zu dürfen. Darunter leiden dann oftmals die Schüler, deren Ausbildung teilweise nicht korrekt vermittelt werde.
Um aber für hohe Qualität zu sorgen, möchte man bei Krav- Maga-Global direkt vom Mitbegründer selbst aus- und weitergebildet werden. Deswegen seien solche Besuche wie der von Eyal Yanilov sehr wichtig.
Doch auch auf die Gemeinschaft kommt es bei der Vereinigung an. So saßen die Teilnehmer am Wochenende auch lange nach dem eigentlichen Training zusammen und veranstalteten sogar ein Spanferkelessen. Sie waren dabei auf die umliegenden Hotels und Pensionen verteilt. "Die Gegebenheiten hier sind gut", sagt Birkner. So seien die Wege kurz, was Adelsdorf letztendlich zum Mekka für Krav Maga machte.
Schon im Dezember ist der Gründer der Organisation dann wieder in Adelsdorf, wenn ein Lehrgangswochenende für Schüler stattfindet. Und auch das wurde bisher gut angenommen. "Ich denke, dass wir die 150-Teilnehmer-Grenze sprengen", erklärt Birkner.
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