Neuhaus
Wettstreit

Seifenkistenrennen in Neuhaus: tollkühne Fahrer in flotten Flitzern

Beim Seifenkistenrennen in Neuhaus trafen sich Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Landkreis sowie eine Gruppe des THW.
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Zum Wiegen wurden die Seifenkisten mit einem Traktor angehoben.    Foto: Johanna Blum
Zum Wiegen wurden die Seifenkisten mit einem Traktor angehoben. Foto: Johanna Blum
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Jungfeuerwehrler aus Neuhaus, Röttenbach, Hagenau, Wachenroth, Spardorf, Hammerbach, Adelsdorf, Uttenreuth und Marloffstein sowie eine Jugendgruppe des THW Baiersdorf trafen sich am Samstagnachmittag in Neuhaus zum Seifenkistenrennen. Insgesamt waren zehn heiße Flitzer am Start.

Der Kreisjugendwart der Feuerwehr, Christian Bühl von der FFW Baiersdorf, war der Organisator und erklärte: "Das Rennen findet alle zwei Jahre statt, und zwar in dem Ort, dessen Feuerwehr sich zur Austragung bereiterklärt. Hier in Neuhaus sind wir nun schon zum dritten Mal."

Prüfung auf Herz und Nieren

Bevor es auf die rund 200 Meter lange Strecke ging, wurden erst alle Kisten wie beim Tüv auf Herz und Nieren geprüft. Es ging dabei um Lenkung, Bodenfreiheit, Bremsen und Gewicht. Seifenkiste und Fahrer durften zusammen nicht mehr als 115 Kilo auf die Waage bringen. Alle Fahrzeuge, die darunter lagen, starteten in der Rennklasse und die "Schwergewichtler" in der Freestyle-Klasse. Geduldig warteten die Fahrer in ihren fantasie- und liebevoll gestalteten Kisten, bis sie an die Reihe kamen. Die blaue Seifenkiste der Neuhauser Wehr war zu schwer für die Rennklasse, denn sie ist sogar mit Musik und Motor ausgestattet - dann muss man sie bergauf nicht schieben.

Zum Wiegen wurden die Kisten mit einem Traktor hochgehievt. Technisch mussten alle Fahrzeuge in einwandfreiem Zustand sein, aber wer Gewicht oder Maße nicht eingehalten hatte, startete in der Freestyle-Klasse.

Alarm sorgt für Unterbrechung

Nach einer kurzen Unterbrechung wegen eines Alarms schoben alle Teilnehmer ihre Kisten nach oben, wo eine neue, selbst gebaute Rampe auf ihren Einsatz wartete. Es gab drei Durchgänge. Die Jury bestand aus Kreisbrandrat Matthias Rocca, Kreisbrandinspektor Schwab, dem stellvertretenden Kreisbrandrat und Kreisbrandinspektor Stefan Brunner, Michael Haas vom THW Baiersdorf sowie Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Das Team übernahm auch die Ehrungen.

Den Innovationspreis für die interessanteste Kiste erhielt Hammerbach. Sieger in der Rennklasse wurde mit 18,66 Sekunden Marloffstein gold mit Oliver Knörrlein am Steuer. Den zweiten Platz belegte Röttenbach mit 18,82 Sekunden, Steuermann war David Wahl. Den dritten Platz belegte Marloffstein rosa mit 19,29 Sekunden mit Selina Teichert.

Marloffstein vor Uttenreuth

In der Freestyle-Klasse siegte Marloffstein gold mit 18,82 Sekunden. Der Fahrer war Philipp Dotzler. Auf den zweiten Platz kam ebenfalls Marloffstein gold mit 19,07 Sekunden mit Janis Fees am Steuer. Den dritten Platz belegte Uttenreuth in 20,78 Sekunden mit Justin Horlamus als Fahrer.

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