Sambach
Kirche

Seelsorge-Puzzle nimmt in Sambach und Pommersfelden Form an

Mit Pater Stephan Panzer als Pfarrvikar und Wolfgang Schmidt als zuständigem Pfarrer haben die Pfarrgemeinden Sambach und Pommersfelden zwei neue Geistliche. Die beiden wollen vor allem die Ökumene pflegen.
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Mit einem Puzzle mussten Pater Stephan (links) und Pfarrer Schmidt (rechts) ihre Teamarbeit unter Beweis stellen. Fotos: Evi Seeger
Mit einem Puzzle mussten Pater Stephan (links) und Pfarrer Schmidt (rechts) ihre Teamarbeit unter Beweis stellen. Fotos: Evi Seeger
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Die Pfarrgemeinden Sambach und Pommersfelden sind überglücklich: Sie haben wieder einen Seelsorger. Am Sonntag wurde Karmelitenpater Stephan Panzer durch Dekan Albert Müller als neuer Pfarrvikar des Seelsorgeverbands Frensdorf mit Sitz in Sambach ins Amt eingeführt. Gleichzeitig bekamen Sambach und Pommersfelden auch einen neuen Pfarrer.

Der ist den Gemeindegliedern jedoch kein Unbekannter mehr: Erzbischof Ludwig Schick ernannte Pfarrer Wolfgang Schmidt aus Frensdorf zum Pfarrer von Sambach und Pommersfelden. Schmidt hat damit eine gewaltige Aufgabe: Als Pfarrer im Pfarreienverbund Ebrachgrund ist er für Frensdorf, Reundorf, Pettstadt, Vorra, Herrnsdorf, Schlüsselau, Sambach und Pommersfelden zuständig.
Allerdings bekommen Pfarrer Schmidt und Pater Stephan Unterstützung durch die beiden Geistlichen im Ruhestand, Pater Wolfram Schüßler und Geistlichen Rat Hermann Komnick, die Diakone Georg Bauer und Alfred Beyer sowie durch eine Vielzahl an ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Die Mitarbeiter in den kirchlichen Gremien hatten die Installation am Sonntagabend so vorbereitet, dass sie zu einem großen Fest wurde. "Ein Fest der Kirche, der Bürger und der Gemeinde", wie Pater Stephan betonte. Nicht nur für die katholischen Gemeindeglieder, sondern für die gesamte Gemeinde Pommersfelden. Auch aus den übrigen Pfarreien des Seelsorgebereichs nahmen viele Gläubige daran teil. Den musikalischen Teil der Feier übernahmen Andreas Brunner an der Orgel und ein gemeindeübergreifender Chor unter der Leitung von Dominik Ignatzek.

"Ein Volltreffer Gottes bist du", hieß es in dem Lied, mit dem die Kindergartenkinder die beiden Seelsorger willkommen hießen. Am Altar feierten "die Neuen" gemeinsam mit Dekan Albert Müller, Dompfarrer Gerhard Förch, Pater Wolfram Schüßler, dem Neupriester Björn Wagner und Diakon Georg Bauer. Groß war die Freude als die Gemeinde nach dem Gottesdienst erfuhr, dass der Neupriester Björn Wagner Wurzeln in Sambach hat.

Dass auch die evangelischen Pfarrer Andreas und Angelika Steinbauer mitfeierten, ist in der Gemeinde Pommersfelden, in der die Ökumene groß geschrieben wird, selbstverständlich. Aus seiner Ordensgemeinschaft, den Bamberger Karmeliten konnte Pater Stephan ebenfalls einige Mitbrüder willkommen heißen.

Ein Willkommen der besonderen Art hatten die Verantwortlichen der Gremien von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung für Pfarrer Schmidt und Pater Stephan vorbereitet. "Sie treffen auf eine lebendige, aktive, selbstbewusste Pfarrei, die von Engagement getragen wird und die Möglichkeiten der Ökumene ausschöpft", hielt ihnen Peter Walz, Pfarrgemeinderatsvorsitzender aus Pommersfelden, entgegen.

Ein Ansprechpartner

"Die Tauglichkeit" der beiden Seelsorger und ihre Teamarbeit wurden sogleich auf die Probe gestellt. Sie waren gefordert, aus sechs Puzzleteilen ein Bild ihrer künftigen Gemeinde zusammenzufügen.

Von dieser positiven Stimmung getragen waren auch die offiziellen Teile der Installation: das Verlesen der Ernennungsurkunde durch Dekan Albert Müller, die Übergabe der Schlüssel und des Evangelienbuchs. Schließlich das Treueversprechen, das der Dekan den beiden abnahm: "Mit Gottes Hilfe bin ich dazu bereit", antworteten Pfarrer Schmidt und Pater Stephan.

"Ich schenke dir mein ganzes Vertrauen", sicherte Pfarrer Schmidt Pater Stephan zu. Pater Stephan sei für Sambach und Pommersfelden künftig der Ansprechpartner.

"Das wird spannend", meinte Dekan Müller. Das "Zueinander" müsse erprobt und neu definiert werden. "Sollten Probleme auftauchen, nehmen Sie es nicht tragisch oder gar böse", richtete sich der Dekan an Seelsorger und Gemeinden.
Die Installation sei für ihn eigentlich eine "Überführung", sagte Pfarrer Schmidt in seiner Predigt. Schließlich sei er bereits seit 1984 Pfarrer von Frensdorf und daher nicht unbekannt. Er versicherte, sie beide würden ihren priesterlichen Dienst mit aller Hingabe verrichten. Sein "Aufruf, mit der Ökumene weiterzumachen", richtete sich an alle Gemeindeglieder. "Das Kreuz ist unser Zeichen", rief Schmidt dem evangelischen Pfarrerehepaar Steinbauer zu. Die anschließende Agape auf dem Kirchplatz diente der Begegnung und dem persönlichen Kennenlernen.
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