Schulverbund

Schulverbund Höchstadt: Neuer Vertrag legt Angebot und Kosten fest

Die zum Mittelschulverbund Höchstadt und Umland gehörenden Gemeinden haben den Verbundsvertrag neu unterzeichnet.
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Die Schulleiter und Bürgermeister der Verbundspartner bei der Unterzeichnung des neuen Vertrages. privat
Die Schulleiter und Bürgermeister der Verbundspartner bei der Unterzeichnung des neuen Vertrages. privat
Seit 2010 besteht der Mittelschulverbund Höchstadt an der Aisch und Umland. Nun unterzeichneten die Vertragsparteien eine Neuauflage des an sich unbefristeten Verbundsvertrages, da sich in den vergangenen Jahren in der Mittelschullandschaft so einiges geändert hat.


Viele kommen zurück

"Unsere ursprüngliche Hoffnung, dass sich das Übertrittsverhalten nach der vierten Klasse durch den Verbund grundlegend ändert, hat sich nicht erfüllt", erklärt Michael Ulbrich, Schulleiter der Ritter-von-Spix-Schule, auf Nachfrage. Über die G8/G9-Diskussionen sei die Mittelschule bildungspolitisch vernachlässigt worden. Erlangen Stadt und Land haben laut Ulbrich bayernweit die höchste Übertrittsquote von Viertklässlern in Realschulen und Gymnasien. "Dadurch haben wir viele Schüler, die wieder zurückwechseln. Erfolgreicher sind aber meist die, die von Anfang an bei uns sind."
Trotz guter Aussichten für die Schulabgänger und positiver Zahlen - in diesem Jahr zum Beispiel werden 72 Schüler mit Qualifizierendem Abschluss und 78 mit Mittlerer Reife entlassen - dringe das "tolle Angebot der Mittelschule" oft nicht bis zu dem Viertklasseltern vor. Die Folge: Sinkende Schülerzahlen machten über die letzten Jahre die Schließung der Standorte in Lonnerstadt, Röttenbach und Adelsdorf nötig. Geblieben sind der Hauptstandort Höchstadt mit 600 Schülern und Mühlhausen mit 100 Schülern. Mühlhausen soll weiter erhalten bleiben.
"Aber zu dieser gewissen Zentralisierung stehen wir, da wir hier in Höchstadt alles anbieten können, was eine Mittelschule braucht", erklärt Ulbrich. Dazu gehört unter anderem ein M-Zweig, über den die Schüler die Mittlere Reife erreichen können, berufliche Orientierungsmöglichkeiten, ein Gebundener Ganztageszug sowie die Vorbereitung auf die duale Ausbildung beziehungsweise auf weiterführende Bildung bis zur Hochschulreife.


Bürgermeister loben Angebot

Bei der Unterzeichnung haben sich die Bürgermeister deutlich für das qualifizierte schulische Angebot in der "sehr gut ausgestatteten Schule" bedankt.
Diese Reduzierung der Standorte und damit die Zentralisierung des schulischen Angebots war einer der Hauptpunkte, die im Vertrag geändert wurden. Außerdem wurde der Sachaufwand für weitere fünf Jahre festgeschrieben. In fünf Jahren kann, wenn nötig, eine Anpassung erfolgen, schließlich stehen noch einige Investitionen an. "Die Kosten von 1980 Euro, die die Gemeinden pro Schüler pro Kalenderjahr zahlen, sind seit der Gründung des Verbunds gleich geblieben", erläutert Ulbrich. Die jetzige Festschreibung sei "eine faire, transparente Sache", die den Gemeinden Planungssicherheit verschaffe.


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