Pommersfelden
Infrastrukur

Schnelleres Internet für die Schulen

Die Häuser in Pommersfelden und Sambach Glasfaseranschlüsse erhalten. Der Freistaat fördert die Investitionen mit bis zu 80 Prozent.
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Die Schule in Pommersfelden soll wie die in Sambach Glasfaseranschluss bekommen. Um Kosten zu sparen, soll eine gemeinsame Trasse mit Schloss Weissenstein genutzt werden.Evi Seeger
Die Schule in Pommersfelden soll wie die in Sambach Glasfaseranschluss bekommen. Um Kosten zu sparen, soll eine gemeinsame Trasse mit Schloss Weissenstein genutzt werden.Evi Seeger

Jetzt ist es beschlossene Sache: Die Schulhäuser in Pommersfelden und Sambach sollen bis ins Gebäude mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden. Bereits im März hatte das Ratsgremium der Gemeinde Pommersfelden - als dem Eigentümer der Schulhäuser - diese Anbindung ans Datennetz für sinnvoll erachtet. Jetzt fand die Maßnahme auch in der Versammlung des Schulverbands Zustimmung. Zum Schulverband gehört neben Pommersfelden die Stadt Höchstadt mit ihren Ortsteilen Zentbechhofen, Jungenhofen, Greuth und Förtschwind.

Nach Mitteilung durch den Geschäftsleiter Fedor Glinka, können Glasfaseranschlüsse für öffentliche Schulen im Rahmen der bayerischen Richtlinien mit 80 Prozent, maximal jedoch mit 50 000 Euro gefördert werden. Von dem beauftragten Planungsbüro Corwese liege bereits eine Kostenschätzung vor. Demnach wird die Anbindung für die Grundschule Pommersfelden auf 46 300 Euro, die Anbindung der Sambacher Schule auf 20 400 Euro veranschlagt. Die Höchstförderung von 50.000 Euro abgerechnet, müsste der Schulverband Eigenmittel in Höhe von 16 700 Euro aufbringen.

Das Planungsbüro teilte jedoch mit, diese Schätzkosten könnten nur gehalten werden, wenn Synergieeffekte durch eine gemeinsame Trasse für eine andere Baumaßnahme der Gemeinde Pommersfelden genutzt werden können. Dies wäre die Trasse für die Glasfaserleitung zum Schloss Weißenstein. Der Glasfaseranschluss für das Schönbornschloss soll über das bayerische Höfebonus-Programm gefördert werden. Ein Zuwendungsbescheid dafür und ein Kooperationsvertrag mit der Telekom lägen bereits vor.

Antrag erst 2020 geplant

Fedor Glinka, Geschäftsleiter des Schulverbands, sieht nur ein Problem: Die Kooperationsmaßnahme zwischen der Gemeinde Pommersfelden und der Telekom sehe eine Fertigstellungszeit von 48 Monaten vor, das Schulförderprogramm hingegen 24 Monate. Voraussetzung für die Glasfaserleitung zur Schule ist somit die Verlegung der Leitung zum Schloss. Glinka und das Planungsbüro empfahlen daher, den Förderantrag für das Schulprogramm erst Anfang 2020 zu stellen.

Nach Feststellung der Jahresrechnung 2018 samt Entlastung legte Glinka den Haushalt für das laufende Jahr vor. Im Vermögenshaushalt sind die Investitionen für den Glasfaseranschluss der Schulen mit 80 000 Euro enthalten. Diese Finanzmittel werden laut Glinka 2019 vermutlich nicht mehr gebraucht. Um handlungsfähig zu sein, habe er sie jedoch in den Haushalt eingestellt. Außerdem stehen im Haushalt 20 000 Euro für die Außenanlagen der Schule Pommersfelden und für die weiteren Ausstattungen als "digitales Klassenzimmer" zur Verfügung. Für die Erweiterung und Generalsanierung der Jugendverkehrsschule in Burgebrach, die für den westlichen Landkreis Bamberg zuständig ist, stehen 18 000 Euro im Haushalt bereit. In gleicher Sitzung wurde einer Nutzungsvereinbarung auf 25 Jahre mit dem Markt Burgebrach zugestimmt.

Umlage bei 1614 Euro pro Schüler

Für den durch sonstige Einnahmen nicht gedeckten Bedarf des Verwaltungshaushalts (laufende Kosten) wurde eine Verwaltungsumlage von 1614 Euro je Verbandsschüler festgesetzt. Durch die vorgesehenen Investitionsmaßnahmen wird in diesem Haushalt auch eine Investitionsumlage notwendig. Sie beträgt pro Verbandsschüler 458 Euro. Diese Umlage werde nur abgerechnet, wenn die Maßnahmen auch tatsächlich anfallen. Die Umlagen sind jeweils auf 157 Verbandsschüler berechnet. Davon kommen aus der Gemeinde Pommersfelden 137, aus dem Bereich der Stadt Höchstadt 20 Schüler.

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