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Höchstadt a. d. Aisch
Einsatz

Schlägerei in der Innenstadt - Akteure bedrohen auch die Polizisten

Vier Männer geraten in Höchstadt massiv aneinander. Ermittler haben auch mit Sprachproblemen zu kämpfen.
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Rund um diese Bank am Vogelseck in der Höchstadter Innenstadt kam es zu der Schlägerei.  Foto: Andreas Dorsch
Rund um diese Bank am Vogelseck in der Höchstadter Innenstadt kam es zu der Schlägerei. Foto: Andreas Dorsch

Zu einer handfesten Auseinandersetzung unter ausländischen Mitbürgern war es in der Nacht zum Sonntag kurz nach Mitternacht in der Höchstadter Innenstadt gekommen.

Wie die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt bekanntgab, hatte sich eine Zeugin telefonisch gemeldet und von einer Schlägerei vor einer Gaststätte im Bereich Vogelseck berichtet. Unmittelbar danach legte die Anruferin sofort auf.

Blutüberströmtes Opfer

Bei Eintreffen der Streife kam sofort ein im Gesicht blutüberströmter junger Mann auf die Beamten zu. Auch dessen Freund hatte eine Verletzung von der vorausgegangenen Auseinandersetzung davon getragen.

Zwei weitere junge Männer und eine junge Frau, alle stark alkoholisiert, waren in unmittelbarer Nähe, schrien wild herum und ließen sich von den Beamten kaum beruhigen. Erst durch weitere Streifen konnten die Personen, die die Beamten verbal massiv mit Beleidigungen und Bedrohungen angingen, beruhigt werden. Um Übergriffe zu verhindern, mussten die Polizeibeamten die Männer fesseln.

Erst nachdem von den Streithähnen keine Gefahr mehr ausging, konnten die Beamten mit den Ermittlungsarbeiten beginnen.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen saß die Begleiterin der beiden Männer auf einer Parkbank vor der Gaststätte. Die vorbeikommenden Männer, jeweils im Alter von 32 Jahren, amüsierten sich über die junge Dame. Dies nutzten die beiden Kontrahenten im Alter von 23 und 25 Jahren und entfachten sofort einen Streit, der letztlich zu einem massiven Übergriff gegen die beiden älteren Männer führte.

Der verständigte Rettungsdienst brachte den blutüberströmten Mann mit Verdacht auf eine Nasenfraktur ins Höchstadter Krankenhaus.

Taschenmesser sichergestellt

Weiterführende Ermittlungen ergaben, dass bei dem tätlichen Übergriff wohl einer der beiden jüngeren Männer ein Messer gezogen und damit gedroht haben soll. Das Messer konnte zunächst jedoch von den Beamten vor Ort nicht gefunden werden.

Erst eine nochmalige Befragung des Opfers im Krankenhaus erbrachte Hinweise auf den Verbleib der Tatwaffe. Bei einer Durchsuchung der Wohnung der jungen Frau, die zwischenzeitlich nach Hause gegangen war, wurde das Taschenmesser gefunden.

Wie die Polizei mitteilt, zogen auch Sprachschwierigkeiten die Ermittlungen in die Länge. Die Höchstadter Beamten wird der Fall aber noch länger beschäftigen, da den beteiligten Männern noch mehrere Straftaten zur Last gelegt werden. pol/ad

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