Dechsendorf
Interview

Sänger der Spider Murphy Gang im Interview

Am 28. Juli spielt die Spider Murphy Gang am Dechsendorfer Weiher bei Erlangen. Sänger Günther Sigl hat uns verraten, ob er Hits wie "Skandal im Sperrbezirk" noch hören kann und welche besondere Beziehung er zum Landkreis hat.
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Sänger Günther Sigl auf der Bühne  Fotos: PR
Sänger Günther Sigl auf der Bühne Fotos: PR
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"Skandal im Sperrbezirk" oder "Schickeria" - es gibt wohl kaum jemanden in Bayern, dem diese Songs nicht schon einmal über die Lippen gegangen sind. Mit ihnen wurde die Spider Murphy Gang Anfang der 80er Jahre deutschlandweit bekannt. Gefragt auf der Bühne ist die Münchner Band nach wie vor. Am Montag, 28. Juli, spielt sie mit ihrem Unplugged-Programm am Dechsendorfer Weiher. Wir sprachen mit Sänger Günther Sigl (67) über die alten Hits, seine Verbindung zum Landkreis und die Fußball-WM.

FT: Mal Hand aufs Herz: Können Sie "Skandal im Sperrbezirk" selbst noch hören?
Günther Sigl: Der Song hat eine wahnsinnige Power. Es war unser Nummer-eins-Hit und ist immer noch unverwüstlich. Jeder kennt den Text, ob Jung oder Alt, selbst oben im Norden in Kiel oder Flensburg. Das ist eine schöne Sache, wenn man so einen Evergreen hat. Das hätten wir damals niemals gedacht. Am Dechsendorfer Weiher wird es übrigens ein anderes Arrangement davon geben. Da kommt er nicht so im Original daher.

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie dieses Lied von einer anderen Band hören?
Auf dem Oktoberfest hab' ich mal eine Version mit Blasmusik gehört. Das finde ich ganz witzig. Wir haben zu vielen Coverbands Kontakt. Sie haben Hits wie "Skandal im Sperrbezirk" oder "Schickeria" fest in ihrem Programm - das ist ja eine Anerkennung für uns.

Welches Lied singen Sie nach all den Jahren am liebsten?
(überlegt) Ich singe alles gerne. Es müssen nicht immer die großen Hits oder Charterfolge sein. Ich mag es, wenn ein Song nicht bloß von der CD reproduziert wird. Zum Beispiel bei dem Lied "Autostop nach Schwabing", da gibt es eine Choreografie, bei der die Leute eingebunden werden. Und bei dem unsere Solisten sich profilieren und richtig musizieren können. Auch Lieder wie "Sommer in der Stadt" machen gerade an einem Ort wie am Dechsendorfer Weiher Spaß, weil es an einem lauen Sommerabend ein ganz besonderes Ambiente ist. Was ich auch gerne singe ist "Rock 'n' Roll-Schuah".

Was war denn das Schlimmste, was Ihnen bisher auf der Bühne passiert ist?
Dass ich mal den Text vergessen hab'. Solche Blackouts kommen vor, da darf man nicht drüber nachdenken. Wir hatten auch schon mal einen Stromausfall. Da haben die Fans den Refrain einfach weiter gesungen, fünf Minuten lang. Das ist das Schöne: Live ist live.

Waren Sie denn schon mal in Dechsendorf oder der Umgebung?
Ja, auf jeden Fall. Den Dechsendorfer Weiher kenne ich. Dort hab' ich schon mal gebadet. Das ist 30 Jahre her (lacht). Früher sind wir auch in Amiclubs in der Herzo Base aufgetreten. Dort habe ich meine Frau kennengelernt - sie kommt aus Weisendorf. Wir sind inzwischen getrennt, aber haben immer noch ein gutes Verhältnis. Alle aus ihrer Verwandtschaft werden beim Konzert vorbeischauen. Auch in Erlangen war ich erst letztes Jahr mit meinem Soloprojekt "Habe die Ehre" auf der Bühne.

Sie haben 80 bis 100 Konzerte im Jahr. Muss man da eigentlich noch groß proben?
Nein, nur wenn wir das Programm umstellen oder alte Songs aus der Kiste ziehen. Das machen wir dann im ganz kleinen Rahmen bei mir zuhause im Wohnzimmer.

Fahren Sie zwischen den einzelnen Auftritten nach Hause?
Das kommt drauf an, wie weit wir von München weg sind. In Dechsendorf werden wir schätze ich über Nacht bleiben. Aber es gibt noch keinen Detailplan, der kommt erst so eine Woche vorher.

Kommen Sie eigentlich dazu, ein bisschen WM zu schauen?
Auf jeden Fall! Bisher habe ich alle Spiele gesehen. Am Freitagabend treten wir in Apfeldorf auf. Das ist bei Schongau, wo ich herkomme. Dort wird vor unserem Auftritt das Spiel auf einer Leinwand übertragen. Wenn Deutschland gewinnt, ist sowieso schon gute Stimmung. Wenn nicht, dann sorgen natürlich wir dafür (lacht).

Auf was dürfen sich die Fans am Dechsendorfer Weiher freuen?
Auf die Spider Murphy Gang (lacht). Wir spielen akustisch, das ist schon was anderes als elektronisch. Wir haben viele alte Sachen von früher im Programm, auch auf Englisch, damit die Leute mal sehen, wo unsere Wurzeln sind. Wir spielen zum Beispiel was von Elvis - aus seinem Song "Jailhouse Rock" kommt ja auch unser Bandname.

Termin Das Konzert der Spider Murphy Gang ist am Montag, 28. Juli am Dechsendorfer Weiher und beginnt um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr.

Tickets Sitzplatz-Tickets in verschiedenen Kategorien gibt es an den Geschäftsstellen und Info-Points des Fränkischen Tags, Medienpartner der Veranstaltung. Sie sind außerdem online unterwww.okticket.desowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen in der Region erhältlich.

Verlosung Wir verlosen 3x2 Karten für das Konzert. Schicken Sie uns bis Dienstag, 8. Juli, eine E-Mail mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer an redaktion.hoechstadt@infranken.de . Die Gewinner werden ausgelost.

Internet Weitere Infos unter www.live-am-see.de.
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