Herzogenaurach
Nominierung

Sabine Hanisch will Bürgermeisterin werden

Sabine Hanisch will für die CSU das Herzogenauracher Rathaus erobern. Sie setzt auf Bürgernähe und will die Innenstadt beleben.
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Sabine Hanisch geht optimistisch in den Wahlkampf.     Foto: Richard Sänger
Sabine Hanisch geht optimistisch in den Wahlkampf. Foto: Richard Sänger

Jetzt steht es fest: Die Herzogenauracher Christsozialen schicken Sabine Hanisch ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus am 15. März des nächsten Jahres. Die 53-jährige Unternehmerin wurde bei der CSU-Ortshauptversammlung im Ortsteil Dondörflein mit 29 von 34 Stimmen zur Bürgermeister-Kandidatin gewählt und könnte damit die erste Frau an der Stadtspitze in Herzogenaurach werden.

Die Bewerberin nannte eine ganze Reihe von Gründen, warum sie sich zutraut, für das höchste Amt der Stadt zu kandidieren. Sie pflege gute Kontakte zu Mitbürgern aus allen Schichten, diskutiere gerne, ohne deswegen alles zu zerreden, bringe gesunden Menschenverstand und geradliniges Denken mit, außerdem liebe sie diese Stadt. Die verheiratete gebürtige Bremerin und zweifache Mutter kam 2009 der Liebe wegen nach Herzogenaurach, verliebte sich auch in die Stadt und schätzt insbesondere auch die hier lebenden Menschen.

"Mit Mut und Entschlossenheit"

"Ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin muss nicht nur verwalten, sondern auch gestalten", schickte sie ihrer Bewerbungsrede voraus und präzisierte die Themen, die ihr besonders am Herzen liegen. So sei ihr die Innenstadt eine Herzensangelegenheit, Herzogenaurach müsse aus dem "Dornröschenschlaf" geweckt werden. Durch die Weltfirmen, die hervorragenden mittelständischen Unternehmen und viele Handwerksfirmen sei Herzogenaurach nicht nur bekannt, sondern werde auch von vielen Menschen besucht.

"Es muss mehr Leben in die Innenstadt. Mit Mut und Entschlossenheit kann noch viel erreicht und geändert werden", lautet eine ihrer Forderungen. Das Rathaus verfüge zwar über hervorragende und motivierte Mitarbeiter, deren Potenzial aber leider nicht ausgeschöpft werde.

Die Verkehrswege verbessern

"Der Bürgermeister ist überwiegend auf Sendung, aber nicht auf Empfang", stichelte Hanisch. Deshalb will sie die Bevölkerung stärker einbinden, schließlich sei es deren Stadt. Auch für die Senioren und für die Jugend möchte die Kandidatin mehr erreichen sowie die Ortsteile stärker anbinden. Nachhaltigkeit, bezahlbarer Wohnraum, die Verbesserung der Verkehrswege und insbesondere eine Verbesserung der Kommunikation hat sie sich ebenfalls auf die Fahnen geschrieben.

Konkret fordert Sabine Hanisch den durchgehenden vierspurigen Ausbau des Hans-Ort-Ringes und eine Weiterentwicklung der Infrastruktur der bereits fahrradfreundlichen Stadt. Trotzdem dürfe auch der Individualverkehr nicht vernachlässigt werden, dazu gehöre die Südumfahrung ebenso wie die Stadt-Umland-Bahn. Auch die Trasse der Aurachtalbahn müsse unbedingt frei gehalten werden, denn die Zukunft werde verkehrsmäßig sicherlich noch einige Überraschungen bringen. Mit: "Ich möchte Bürgermeisterin werden und mit den Bürgerinnen und Bürgern die Ideen umsetzen!", schloss Sabine Hanisch unter dem Beifall der Mitglieder ihre engagierte Rede.

Zu Beginn der Nominierungsversammlung hatte Ortsvorsitzende Antje Körner auch die Bezirksrätin Ute Salzner begrüßt, die betonte, dass die Frauen auf dem Vormarsch seien, es aber ruhig noch ein paar mehr sein könnten. Nach Meinung der Bezirksrätin kann ein Wahlkampf auch Überraschungen bringen, zumindest aber viel Arbeit. So treffe auch ein Zitat zu: "Wer kämpft, kann verlieren, wer aber nicht kämpft, hat schon verloren".

Unterstützung kam auch von der Frauen-Union und von der CSU-Fraktion im Stadtrat. Deren Vorsitzender Bernhard Schwab bezeichnete Sabine Hanisch als zielstrebig und kommunikativ, außerdem könne sie sich durchsetzen und werde Herzogenaurach sicherlich nicht schaden. Die CSU strebe nicht nur das höchste Amt der Stadt an, sondern auch eine Mehrheit im Stadtrat. Eine Kandidatenliste werde in einer weiteren Versammlung aufgestellt.

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