Herzogenaurach
Geschäftsführerin

Sabine Hagen führt die Geschäfte von vier Herzogenauracher Kitas

Die 31-Jährige ist künftig für Personal- und Verwaltungsaufgaben in vier Kitas der evangelischen Kirche zuständig.
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Die neue Geschäftsführerin der Kindertagesstätten, Sabine Hagen (links), mit Pfarrerin Nina Nina-Dorothee Mützlitz Fotos: Richard Sänger
Die neue Geschäftsführerin der Kindertagesstätten, Sabine Hagen (links), mit Pfarrerin Nina Nina-Dorothee Mützlitz Fotos: Richard Sänger
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Mit einem Abendmahlsgottesdienst in der evangelischen Kirche wurde Sabine Hagen offiziell in ihr Amt eingeführt und gesegnet. Im Juli wurde die 31-jährige zweifache Mutter mit den Personal- und Verwaltungsaufgeben als neue Geschäftsführerin der vier Kindertagesstätten beauftragt.

Pfarrerin Nina-Dorothee Mützlitz drückte ihre große Freude über die gelungene Verstärkung aus. Verständlich, schließlich sind Kita-Mitarbeiterinnen überall gefragt. Dabei erwähnte die Pfarrerin, dass die Verwaltungsaufgaben in den Kindertagesstätten in den letzten Jahren in hohem Maße zugenommen hätten. In den letzten Jahren wurden sie vorrangig durch Margit Tamm und Pfarrerin Mützlitz wahrgenommen.

In ihrer Predigt ermutigte die Pfarrerin die Gläubigen, in schwierigen Zeiten auf den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit zu vertrauen. Bezüglich aktueller Demonstrationen mit hasserfüllten Parolen sagte sie: "Aufstehen, nicht schweigen, weil eine Gruppe Menschen meint, den Geist der Furcht zu betonen. Wir haben den Auftrag, einen anderen Geist zu leben und Menschlichkeit zu zeigen, füreinander einzustehen - all das, was Sabine Hagen und die Kita-Mitarbeiter im Alltag machen."

Nicht nur Sabine Hagen wurde feierlich in ihr Amt eingeführt - die Pfarrerin bat auch für Gottes Segen für 26 weitere Mitarbeiterinnen, die in den letzten beiden Jahren in der Kirchengemeinde angefangen haben zu arbeiten.

Sabine Hagen lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Herzogenaurach. Sie sei sowohl studierte Pädagogin als auch Betriebswirtin und durch ihre Berufserfahrung im qualitativen Kindertagesstättenbereich mehr als geeignet für die Verwaltung der Kitas, erwähnte die Pfarrerin bei der Vorstellung.

Hagen engagiert sich in besonderer Weise für Familien und ist Gründerin des ersten geschützten sozialen Netzwerks "Niflosa" für Kindertageseinrichtungen und Eltern. Als Mutter und Pädagogin wisse sie, wie wenig Zeit für Tür- und Angelgespräche in Kitas bleibt. Aus diesem Grund möchte sie Kindertageseinrichtungen und Eltern darin unterstützen, den täglichen Informationsüberschuss zu entzerren, so dass Einrichtungen alle Informationen online stellen und Eltern diese in Ruhe am Abend oder während der Mittagspause einsehen können. So gehe kein Aushang oder keine wichtige Nachricht (z. B. Krankheitsfälle, Erinnerung Schließtag) mehr verloren.

Zudem widmet sie sich auch dem Themengebiet der Qualität in Kitas und speziell dem Bereich des "Elternfeedbacks". Dies sei, ähnlich wie die Erste Hilfe, ein noch ausbaufähiger Bereich in deutschen Kindertageseinrichtungen. "Ich möchte mit meiner Idee die Kommunikation zwischen Einrichtung und Eltern erleichtern. Daher ist die Webseite zwar wie ein soziales Netzwerk aufgebaut, jedoch werden die Daten oder Bilder nicht an Dritte weitergegeben", so ihre Erklärung.

Jede Einrichtung soll ihr eigenes digital geschütztes Netzwerk haben, ohne Einblick von außen.

Keine Zettelwirtschaft mehr. So möchte Sabine Hagen die Informations- und Kommunikationspolitik von Kitas verbessern. Als sie von den zahlreichen und zeitraubenden WhatsApp-Elterngruppen genervt war, startete sie mit Niflosa das soziale Netzwerk.

Durch digitale Kommunikation verringere sich der zeitliche Aufwand für die Mitarbeiter: Diese bräuchten nur noch einen Informationskanal zu bedienen und könnten darüber alle Eltern schnell erreichen. Eltern erhalten die Nachricht auf ihrem Mobiltelefon und können entsprechend handeln.



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