Herzogenaurach
Benefizlauf

Runde für Runde, Euro für Euro

Der erlaufene Geldbetrag kommt komplett den Menschen und Einrichtungen in Herzogenaurachs Partnerstadt Kaya zugute und wird dort für wohltätige Zwecke verwendet. Grund genug sich sportlich zu betätigen.
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Der "Lauf für Kaya" ist gar nicht zu übersehen. Auf der Strecke befanden sich zeitweise bis zu 200 Läufer gleichzeitig.  Fotos: Busch, Panzer
Der "Lauf für Kaya" ist gar nicht zu übersehen. Auf der Strecke befanden sich zeitweise bis zu 200 Läufer gleichzeitig. Fotos: Busch, Panzer
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Lena schnauft und schimpft in die Runde: "Einmal schaffen wir doch noch!" Die anderen wollen etwas trinken, etwas essen. Doch Lena treibt ihre Klassenkameraden aus der 7c an. "Es ist für einen guten Zweck." Jede absolvierte Runde bringt Geld und essen könne man ja wohl auch später. 400 Meter auf der Tartanbahn oder ein Kilometer rund um den Sportplatz.

Der Lauf für Kaya bringt Bewegung in die Stadt. Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Benefizlauf nehmen zahlreiche Kindergartenkinder, Schüler und Lehrer, Bürger und Firmenmitarbeiter teil. Ziel ist es neben der sportlichen Betätigung möglichst viel Geld für Hilfsprojekte der Herzogenauracher Partnerstadt Kaya zu sammeln. Im Jahr 2017 hat der Lauf mehr als 4000 Menschen bewegt und wurde damit zum größten Sportevent Herzogenaurachs. In den vergangenen Jahren konnten bereits über 225 000 Euro für den guten Zweck gesammelt werden.

Mit Flip-Flops unterwegs

Mit dabei einige Promiläufer. So der Athlet Patrick Schneider, der in einer Pause erklärt: "Ich habe jetzt fünf Kilometer hinter mich gebracht, es kommen dann nochmals fünf." Begleitet wird er von Dietmar Mücke, der wieder einmal die Teilnehmer begeisterte, da er mit Flip-Flops Runde für Runde absolviert. Ebenfalls wieder dabei: Asha Noppeney. Zum vierten Mal ist sie dabei. Sie ist 1954 in Moroto in Uganda geboren. Bei einem Fahrradunfall brach sie sich mit sieben Jahren den Unterschenkel und verlor schließlich ihr Bein nach einem Behandlungsfehler. Doch beim Laufen dreht sie Runde für Runde und sammelt fleißig Geld für Kaya ein.

Lena hat es dann übrigens geschafft. Drei weitere Runden wurden absolviert. Das führte zu sensationellen Zwischenzeiten. Bevor die Firmenläufer kamen, wies die Statistik bereits eine Spendensumme von 38 493,69 Euro aus, 17 704,4 Kilometer waren bereits gelaufen. Das Ziel, 50 000 Euro zu erlaufen, lag bereis in der Mittagszeit zum Greifen nahe. Puma, Adidas, Schaeffler, Mitarbeiter der Stadt, das BRK - standen noch in den Startlöchern und wollten ihren Beitrag liefern.

Wenn auch der Hauptpart des Spendenlaufs auf und am Sportplatz des Gymnasiums stattfand, darf nicht vergessen werden, dass an anderer Stelle auch gesammelt wurde. Im Sportbecken des Freibades absolvierten Schwimmer ihre Bahnen, um Spendengelder zu sammeln.

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