Höchstadt
Hilfe

Rumänische Heimkinder freuen sich, wenn Rosi Schulz kommt

Seit Jahren fährt die Höchstadterin Rosi Schulz nach Rumänien -, und sie kommt nicht mit leeren Händen. Aus Spenden der Kriegskindernothilfe wurde heuer eine Waschmaschine für zwei Kinderheime gekauft.
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Einer von Rosis Lieblingen. Wegen der Verletzungsgefahr muss das Kind immer einen Helm tragen.  Fotos: p
Einer von Rosis Lieblingen. Wegen der Verletzungsgefahr muss das Kind immer einen Helm tragen. Fotos: p
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Es kommt immer wieder vor, dass Menschen Rosi Schulz einen Fünfziger zustecken. Einfach so und ohne dass sie eine Spendenquittung verlangen. Sie vertrauen der für ihre Hilfsaktionen bekannten Höchstadterin. Sie sollen aber auch wissen, dass ihr Geld ohne Umwege einem guten Zweck zugeführt wird. Was Rosi Schulz in der Regel durch Fotos dokumentiert, die sie von ihren Aktionen den Spendern mitbringt.

Dem "Schnabelkind" geht's gut

Noch ist den Höchstadtern der Leidensweg von Amalia, dem rumänischen Patenkind von Rosi Schulz, gut im Gedächtnis. Amalia, die wegen ihres Blutschwamms am Mund in Höchstadt als "Schnabelkind" bekannt wurde, geht es gut. Rosi Schulz hat sich bei ihrer letzten Reise nach Rumänien im Mai dieses Jahres selbst davon überzeugt. Einen ganzen Tag lang verbrachte die Patin mit Amalia und ihrer Familie.
Die heute Neunjährige, für deren Operation die Höchstadterin sich sehr engagiert und gesammelt hat, hat sich zu einem hübschen Teenager entwickelt. In ihrer Pflegefamilie geht es dem einstigen Findelkind sehr gut, berichtet Schulz.

Aber Rosi Schulz wäre nicht Rosi Schulz, wenn mit diesem "Happy End" ihr Engagement für die Ärmsten der Armen ein Ende hätte. Bei "Young and Free" hatte sie einst Angelika Steuer aus Roth und deren Engagement für die Kriegskindernothilfe kennen und schätzen gelernt. Seither hält Rosi Schulz Kontakt mit Angelika und Theo Steuer, sammelt Spenden für die Einrichtung und fährt mit den beiden einmal im Jahr nach Carei/ Rumänien, wo auch Amalia zu Hause ist.

Da komme so einiges zusammen, erzählt Rosi Schulz. Kinderkleidung, Wäsche und eine Unmenge an Handtüchern, wurden dieses Mal eingeladen.
Die Hilfsgüter wurden in die Heime "Violeta" und "Speranta" nach Carei gebracht. Beides sind Heime für Schwerstbehinderte, die Kindern vom Babyalter bis zum jungen Erwachsenen ein Zuhause geben. Seit ihren ersten Kontakten vor acht Jahren habe sich einiges dort getan, erzählt Rosi Schulz. Sie beschreibt die Wohnheim als "sauber, aber ohne jeglichen Komfort". Es habe nicht einmal eine Waschmaschine gegeben. Bislang musste die gesamte Wäsche für die 46 Heimkinder per Hand gewaschen werden. Aus den Spenden der Kriegskindernothilfe konnte jetzt vor Ort eine Waschmaschine gekauft werden.

Die knapp 500 Euro Spendengelder aus Höchstadt legte Rosi Schulz an, um den Kindern eine Freude zu bereiten. Getränke, denn das Wasser kommt aus den alten rostigen Leitungen nur braun, Kekse, Bananen, wurden vor Ort eingekauft. Seit 15 Jahren gehen alljährlich auch Spenden von Rosi Schulz' einstigem Arbeitgeber, einem Höchstadter Supermarkt (trotz wechselnder Inhaber) mit der Kriegskindernothilfe auf den Weg.

Kinder sind schwer behindert

"Ich habe schon viel Leid gesehen", sagt Rosi Schulz. Aber die Kinder in den Heimen hätten sie wegen der Schwere ihrer Behinderungen doch stark berührt. "Wenn die Augen der Kinder glänzen, das ist der schönste Augenblick", sagt sie. So lange es ihre Gesundheit zulässt, will die Höchstadterin ihr Engagement weiter führen. Und - sie freut sich auch weiterhin über Spenden.
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