Sambach
Tiere

Rührei von der Sambacher Straußendame

Bernhard Gumbrecht betreibt in Sambach einen Geflügel- und Straußenhof. Kleine Besucher aus dem Steppacher Kindergarten kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mit einem Bohrer öffnete der Landwirt ein großes Straußenei. Wir waren dabei.
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Strauße hatten sicher die meisten Kinder noch nie gesehen. Im Bild rechts am Gatter Bernhard Gumbrecht Fotos: Evi Seeger
Strauße hatten sicher die meisten Kinder noch nie gesehen. Im Bild rechts am Gatter Bernhard Gumbrecht Fotos: Evi Seeger
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Ein Ei und 19 Kinder werden satt! Kaum zu glauben, aber wahr. Denn bei dem Ei handelte es sich um die Produktion einer Straußendame auf dem Geflügel- und Straußenhof von Bernhard Gumbrecht in Sambach.
Der Nebenerwerbslandwirt mit dem Züchterhobby hatte den Steppacher Kindergarten auf seinen Hof eingeladen. Ein Erlebnis für die Kleinen, die aus dem Staunen nicht mehr heraus kamen. Nach anfänglicher Skepsis verloren sie auch die Scheu vor den Tieren. Die vielen Tiere passten so recht zur Steppacher Kita, trägt sie doch den Namen "Arche Noah".

Ganz so viele Arten wie in Noahs Arche gibt es auf dem Sambacher Geflügelhof zwar nicht, aber dennoch eine ganze Menge. Legehennen, Gänse, Enten, Strauße, Emus, Nandus, sieben Lamas, Schweine, Pfaue, Königs- und Goldfasane, Tauben, Wachteln, Perlhühner - und viele von ihnen haben gerade Nachwuchs. Daneben gibt es auch zwei Hunde - Border Collies -, Katzen und vor allem Hasen (Kaninchen). Von dem weißen Hasen mit den rosafarbenen Ohren wollte sich der kleine Jan gar nicht mehr trennen. Am liebsten hätte er ihn als Kuscheltier mit nach Hause genommen. Viel Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten bekamen auch die Enten-, Gänse- und Hühnerküken.

Die Tiere haben bei Bernhard und Manu Gumbrecht ein wirklich glückliches Leben. Am Ende werden sie zwar auch geschlachtet und verkauft. Aber bis es soweit ist, leben sie auf dem Hof unter den besten Umständen: In der Scheune, den Stallungen und in Freilandhaltung im riesigen Außenbereich eines alten Bauernhofs. Weitere Strauße hält Gumbrecht in einem Gehege in der Flur oberhalb von Sambach. Gefüttert werden die Tiere mit hofeigenem Futter. Wasser ist in Gehegen und Volieren für die Tiere jederzeit mittels einer Wasserglocke erreichbar. So kann der Tierhalter bei der Fütterung alle Tiere in relativ kurzer Zeit versorgen.

Die "Schlaubären", so der Name der Kindergartengruppe, konnten an diesem Tag viel lernen: Dass sich Strauße und Lamas bestens vertragen, zum Beispiel, dass die Collies ganz versessen darauf sind, Hühner oder Gänse zusammenzutreiben. "Sie sind dann nicht zu bremsen, ja sie wissen sogar die Uhrzeit, wann es soweit ist", sagt Manu Gumbrecht.

Am Ende des Rundgangs ging es ans Gelbe vom Ei: Aber wie lässt sich die dicke Schale eines Straußeneies öffnen? Einfach aufschlagen wie ein Hühnerei funktioniert nicht. Dazu braucht es stärkere Geschütze: Bernhard Gumbrecht nimmt einen Akkubohrer zur Hilfe. Ist das Loch erst im Ei, muss der beim Bohren entstandene Kalk von der Schale geblasen werden. Dann erst kann der Inhalt - etwa soviel wie 20 bis 25 Hühnereier - nach draußen befördert werden. Das geht mit Strohhalm und viel Puste. Die Kinder bliesen, was das Zeug hält. Rührei für alle war der Lohn!

Am Sonntag, 16. Juni findet auf dem Hof von 11 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Die Tiere können besichtigt werden. Es gibt einen Streichelzoo mit Hasen und die Küken können beim Schlüpfen beobachtet werden.

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