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Röttenbach
Polizeieinsatz

Umstrittener Swingerclub in Röttenbach: Landratsamt verbietet Partys - ist jetzt Schluss?

Seit Samstagabend beschäftigt eine Swingerparty die Behörden und Anwohner im Kreis Erlangen-Höchstadt. Jetzt hat das Landratsamt gehandelt und alle Partys verboten. Aber es könnte trotzdem weitergehen.
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Update, 06.02.2020: Landratsamt verbietet Veranstaltungen

Die aufgelöste Swingerparty in Röttenbach (Kreis Erlangen-Höchstadt) beschäftigt weiter die Behörden. Nachdem der Besitzer des Swinger-Clubs im Fernsehen eine weitere Party angekündigt hatte (siehe unten), hat das Landratsamt jetzt reagiert:

Seit Mittwoch sind - mit der Übergabe eines Bescheids auf Nutzungsunterlassung - Veranstaltungen jeder Art im Gebäude untersagt. Das bestätigte Hanna Reuter-Özer, Pressesprecherin des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt, auf Nachfrage von inFranken.de. Dieser Bescheid würde den Fall aber nicht beenden, fügt sie an. Der Besitzer könne jederzeit eine Antrag auf Nutzungsänderung stellen. Dies sei laut Reuter-Özer bislang noch nicht passiert.

Update, 06.02.2020: Betreiber kündigt nächste Swinger-Party im TV an

Nachdem die Polizei vergangene Woche eine Party in einem Swinger-Club in Röttenbach (Kreis Erlangen-Höchstadt) aufgelöst hat, hat sich nun der Besitzer zur Zukunft des Etablissements zu Wort geäußert. Dem regionalen TV-Sender Frankenfernsehen sagte er: "Wir werden alle Maßnahmen erfüllen, so dass am Schluss nur noch das Moralische übrig bleibt. Und dann müssen wir halt gucken."

Besitzer Goran Balic bezieht sich dabei auf fehlende Dokumente, die dem örtlichen Landratsamt wohl noch nicht vorliegen. Konkret geht es dabei wohl um einen Mietvertrag. Bisher hat die Behörde dazu noch nicht Stellung bezogen. Die Party am Samstag (1. Februar 2020) war wegen einer fehlenden Nutzungsgenehmigung des Swingerclubs aufgelöst worden.

Balic erhebt zudem Vorwürfe gegenüber der Polizei. Die Beamten seien hinein gestürmt und hätten Partybeteiligte fotografiert. "Sie konnten sich noch nicht einmal ihren Schambereich abdecken", ergänzt der Betreiber. Die Polizei gab im Nachgang des Einsatzes am Samstag an, dass Geld am Eingang des Clubs verlangt worden sei. Laut Balic sei das Geld lediglich als Deckung der Unkosten verwendet worden.

Den Wirbel um die durch einige Nachbarn initiierte Petition gegen des Swingerclub sieht er als übertrieben: "Es sind wirklich nur eine Hand voll Nachbarn, die dagegen sind", sagt er. Manche der Nachbarn würden denken, dass im Club zahlreiche Sexualtriebtäter verkehren, so Balic im Frankenfernsehen. Die Petition gegen den Swingerclub läuft am Freitag (7. Februar 2020) aus.

Die nächste Party des Swingerclubs kündigt er für den nächsten Mittwoch (12. Februar 2020) an.

Meldung, 03.02.2020: Polizei beendet Swingerparty in Röttenbach

In Röttenbach im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt tobt seit längerer Zeit ein Streit um einen geplanten Swingerclub. Der Treff hat derzeit noch keine Betriebserlaubnis. Dennoch stieg am Samstagabend eine Party im Gebäude im Forstacker.

Die als Privatparty deklarierte Feier kam jedoch gar nicht erst in Fahrt. Wie die Polizei auf Nachfrage von inFranken.de erklärte, beendeten Streifenbeamte kurz nach Beginn gegen 20 Uhr das bunte Treiben. Die Gäste mussten wieder nach Hause gehen, den Betreiber erwartet nun eine Anzeige, da er keine "gaststättenrechtliche Erlaubnis" besitzt.

Der Clubbetreiber ist in der fränkischen Swingerszene bereits zugange: In Lauf betreibt er das "Relaxxx", ein Swingerclub im dortigen Industriegebiet. Die Nutzung eines Gebäudes am Forstacker in Röttenbach erregte jedoch den Unmut der Anwohner und auch die Gemeinde hat sich gegen die Pläne des Betreibers ausgesprochen. Gemeinde und Anwohner verweisen auf den Immobilienwert der angrenzenden Anwesen sowie auf die "Schutzbedürftigkeit" der in der Gegend wohnenden Kinder.

Der Streit um die Nutzung des Gebäudes ist somit noch nicht vorbei. Eine Party wie am Samstag ist aber wohl so nicht möglich, denn es wurde Eintritt verlangt und somit war der Charakter einer Privatparty nicht mehr gegeben, so die Einschätzung der Polizei.

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