Röttenbach
Infrastruktur

Röttenbach hat eine neue Mitte

Bei strahlendem Sonnenschein wurde der neu gestaltete Rathausplatz seiner Bestimmung übergeben. Die Planungen waren mit reger Bürgerbeteiligung erfolgt.
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Bürgermeister Ludwig Wahl (r.), seine Stellvertreter Harald Rotschka (2. v. r.) und Hans Götz (l.), Landrat Alexander Tritthart (Mitte) und Bäckermeister Georg Bräun (2. v. l.) mit der Rathausplatztorte   Foto: Manfred Welker
Bürgermeister Ludwig Wahl (r.), seine Stellvertreter Harald Rotschka (2. v. r.) und Hans Götz (l.), Landrat Alexander Tritthart (Mitte) und Bäckermeister Georg Bräun (2. v. l.) mit der Rathausplatztorte Foto: Manfred Welker
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Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) strahlte mit der Sonne um die Wette, als er seine Röttenbacher und viele Gäste auf dem neu gestalteten Platz vor dem Rathaus begrüßte. Vor 33 Jahren war an einer zentralen Stelle von Röttenbach das Rathaus erbaut worden. Dafür musste zuvor der ehemalige Hans-Gergn-Weiher verfüllt werden, um Platz für das Bauwerk zu schaffen. Nach diesen 33 Jahren war es an der Zeit, die Ortsmitte mit Bürgerbeteiligung neu zu gestalten.

In der Diskussion mit den Bürgern kristallisierte sich heraus, dass der Platz einladend und verkehrsmäßig gut erschlossen sein sollte. Der Platz der Begegnung sollte sowohl für die Kerwa als auch als Parkplatz genutzt werden können und natürlich barrierefrei gestaltet sein. Eine Anregung war auch, dass der Blick auf die Weiherkette offen sein sollte. Um dies zu erreichen, musste ein Haus erworben und abgerissen werden. Ein Brunnen zur Belebung des Platzes wurde ebenfalls angestrebt.

Wasser fließt in die Weiher

Diese Anregungen flossen in die Neugestaltung ein. Statt des dunklen Asphalts verfügt der Platz nun über ein helles Pflaster, das Oberflächenwasser wird direkt in die Weiher weitergeleitet und nimmt keinen Umweg über diverse Kanäle.

Zur Erstellung mussten 600 Kubikmeter Material bewegt, 750 Tonnen Unterbau eingebaut, 800 Meter Kanäle, 520 Meter Wasserleitungen und 4400 Quadratmeter Pflaster verlegt werden. Die Bäume konnten zum größten Teil erhalten werden, 24 neue wurden gepflanzt. Neu dazugekommen sind sechs Ladepunkte für Elektroautos sowie weitere Andockstellen für E-Bikes. Dafür musste eine 20-KV-Stromleitung verlegt werden. Die geschwungene Einfassung lässt das Rathaus optisch offen und einladend erscheinen. Der Wintergarten am Rathaus ist für die Vereine nutzbar. Die Terrasse bietet sich für einen Kaffeebetrieb bei schönem Wetter an. Auch der Brunnen und das Beleuchtungskonzept sorgen für die Belebung des Areals.

Teil eines Gesamtkonzepts

Die Gesamtkosten betragen 4,2 Millionen Euro, an Zuschüssen über Förderprogramme etc. kann Röttenbach 2,2 Millionen Euro erwarten, von denen die Gemeinde aber einiges vorstrecken musste. Dabei handelt es sich genau genommen nur um einen Teil eines Gesamtkonzepts. So ist noch ein Radweg durch den Ort in Nord-Süd-Richtung geplant, um die Radfahrer von der stark befahrenen Hauptstraße wegzubringen. Außerdem konnten zwei Weiher von der Gemeinde erworben werden.

Das Projekt ist nach Aussage von Wahl gut gelaufen, die geplanten 15 Monate Bauzeit konnten nahezu eingehalten werden. "Die neue Mitte von Röttenbach soll ganzjährig genutzt werden", wünscht sich Wahl. Sein Dank ging an alle beteiligten Firmen und die Mitarbeiter im Rathaus. Es handelte sich gewissermaßen um die Generalprobe, denn als nächstes Projekt steht die Generalsanierung des Schulhauses von Röttenbach an.

Bäckermeister Georg Bräun, der den Bauvorgang interessiert und regelmäßig verfolgt hatte, gestaltete mit Hilfe seines Sohnes eine Torte in Form des neugestalteten Platzes, die an der Kuchentheke des Seniorenbeirats das reichhaltige Angebot noch erweiterte.

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