Weisendorf
Verkehr

Reuther wollen einen Radweg

Die Bürger des Weisendorfer Ortsteils wünschen sich einen sicheren Schulweg für ihre Kinder.
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Georg Mayer (l.) und Jenny Bekir übergaben an Bürgermeister Tritthart die Mappe mit den Unterschriften. Foto: Richard Sänger
Georg Mayer (l.) und Jenny Bekir übergaben an Bürgermeister Tritthart die Mappe mit den Unterschriften. Foto: Richard Sänger
Sie hielten geduldig bis zum Ende der langen Sitzung des Gemeinderates durch, die Vertreter der Interessengruppe "Reuther Fuß- und Radweg - jetzt". Der Antrag der Reuther kam nicht gerade überraschend, denn es wird schon länger darüber gesprochen. Jenny Bekir und Georg Mayer, der auch Zweiter Vorsitzender der Reuther Dorfgemeinschaft ist, übergaben an Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU) drei Listen mit den Unterschriften der Bürger aus dem Weisendorfer Ortsteil Reuth. Georg Mayer schickte voraus, dass die Reuther gern in dem kleinen Ortsteil mit etwas mehr als 200 Einwohnern leben und sich wohlfühlen.
Jenny Bekir trug schließlich dem Bürgermeister und dem Gemeinderat das Anliegen der Interessengemeinschaft und der Reuther Bürger vor. "Die Bewohner unserer schönen Ortschaft wünschen sich seit Langem einen Fuß- und Radweg von Reuth nach Weisendorf", erklärte Bekir.
Momentan endet der Fuß- und Radweg aus Weisendorf entlang der Gerbersleithe in Richtung Osten am Waldfriedhof.

Schlechte Sicht bei Tempo 100

Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen sei aber beispielsweise der Schulweg für die Reuther Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad nicht mehr sicher. Zumal die Geschwindigkeitsbegrenzung ab dem Friedhof wieder aufgehoben ist und auf der Verbindungsstraße 100 km/h erlaubt sind. Die Interessengruppe sieht bei schlechten Sichtverhältnissen und bei einbrechender Dunkelheit eine erhebliche Sicherheitsgefahr.
Mit der Veränderung des Freizeitverhaltens sind auch immer mehr Radler unterwegs, die gern abseits der großen Straßen fahren. Die Initiatoren sind auch der Meinung, dass ein Radweg die Attraktivität des gerade im Bau befindlichen Neubaugebiets erheblich steigert. Jenny Bekir merkte noch an, dass Bewohner und Spaziergänger aus den angrenzenden Wohngebieten einen Fuß- und Radweg ebenfalls befürworten. Die Interessengruppe hat bereits mit den Grundstückseigentümern Gespräche geführt. "Von den Eigentümern ist keiner abgeneigt und würde den benötigten Grund auch abtreten. Ich habe das zwar nicht schriftlich, aber sie würden das Vorhaben nicht boykottieren", erklärte Georg Mayer.
Bürgermeister Tritthart steht dem Anliegen der Reuther keinesfalls ablehnend gegenüber. "Ich kann die Argumente durchaus nachvollziehen und werde dies nach meinen Möglichkeiten unterstützen", erklärte der Bürgermeister. Ein Baubeginn noch in diesem Jahr sei aber nicht machbar. Der Markt Weisendorf wird vor den nächsten Haushaltsberatungen durch ein Ingenieurbüro die Kosten ermitteln, dann die weitere Vorgehensweise abstimmen und eventuell eine Planung erstellen lassen, um mit den Grundstückseigentümern in Verhandlungen treten zu können.

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