Die jahrelange Diskussion über den Standort für eine neue Rettungswache in Höchstadt ist entschieden. Die Mitglieder des Krankenhausausschusses des Kreistages erfuhren in ihrer jüngsten Sitzung, dass das BRK auf seinem eigenem Grundstück neben dem Altenheim in Etzelskirchen bauen wird.

Antrag hinfällig


Zähneknirschend nahmen die meisten Kreisräte und die Chefärzte des Krankenhauses St. Anna die Nachricht von Landrat Eberhard Irlinger (SPD) zur Kenntnis. Ihnen allen wäre eine Rettungswache auf dem ehemaligen Galster-Grundstück neben dem Krankenhaus viel lieber gewesen.
Hinfällig war damit der Antrag der Freien Wähler an den Landrat, mit dem BRK-Kreisvorsitzenden, Bundestagsabgeordnetem Stefan Müller (CSU), eine Lösung für einen Neubau neben dem Höchstadter Krankenhaus zu erarbeiten. FW-Sprecher Gerald Brehm zog den Antrag zurück und bedauerte, dass "der beste Standort" nicht realisiert werde. Jetzt müsse aber die zweitbeste Lösung schnell umgesetzt werden, forderte der Höchstadter Bürgermeister.
Andreas Galster (CSU) konnte der BRK-Entscheidung auch eine positive Seite abgewinnen: "Jetzt steht das Galster-Grundstück voll für das Krankenhaus zur Verfügung." Damit sei man für eventuelle Erweiterungen gerüstet. Wenn der Rettungszweckverband und alle anderen zu dem Standort am BRK-Heim Ja sagen, müsse man das akzeptieren, meinte Galster.

Argumente zählen nicht mehr


Konrad Gubo (SPD) wunderte sich, dass das Argument, die Wache müsse nahe am Krankenhaus liegen, weil das tagsüber die Notärzte stellt, plötzlich keine Rolle mehr spiele. Jörg Rohde (FDP) sah keine zwingende Notwendigkeit für einen Standort am Krankenhaus und Hans Mitschke hielt Etzelskirchen einsatztechnisch gar für besser.
Mit der grundsätzlichen Feststellung, der Kreistag habe überhaupt nicht über die Rettungswache zu entscheiden, beendete Landrat Irlinger die Diskussion im Krankenhausausschuss. Das sei allein Sache des Trägers BRK. Im Kreisverband der Rettungsorganisation habe man sich lange nicht auf einen der in Höchstadt zur Auswahl stehenden Standorte einigen können, dann habe man aufs Geld geschaut und sich für das eigene Grundstück entschieden.
Irlinger betonte auch, dass der Landkreis grundsätzlich keine Verpflichtung habe, den Bau einer Rettungswache zu bezuschussen. Auch die Gemeinden hätten eine solche Verpflichtung nicht. In welcher Höhe der Kreis den Neubau der BRK-Wache in Höchstadt letztendlich bezuschussen werde, müsse man sehen, sagte der Landrat.
Seit Jahrzehnten sind die Sanitäter des Roten Kreuzes in Höchstadt in ihrem Heim in der St.-Georg-Straße stationiert. Das Gebäude ist inzwischen marode und müsste dringend saniert werden, die Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge entsprechen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Verbesserung der Situation ist den ehrenamtlichen und fest angestellten Helfern seit Jahren in Aussicht gestellt.

Finanziell günstig


Jetzt kommt sie in Form eines Neubaus auf dem Altenheim-Areal. Für das BRK die finanziell günstigste Lösung, bei dem man Synergieeffekte mit dem benachbarten Gebäudekomplex nutzen will.