tolzer Besitzer eines neuen Rettungsfahrzeugs ist die Höchstadter Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Der Stiftungsrat der Kreissparkasse Höchstadt und die Sparkasse selbst sponserten das Fahrzeug mit 4000 Euro.
"Das war ursprünglich ein Rettungswagen des BRK Bad Tölz. Von 2005 bis 2011 fuhr er dort im Rettungsdienst", wusste Hundeführer Holger Schmidt, während er stolz das Fahrzeug vorstellte. "Es hat einen Kofferaufbau - der garantiert viel Platz - und der Allradantrieb ist für unsere Einsätze ja unerlässlich", fuhr er fort.
Das Fahrzeug hat vorne zwei Sitzplätze und im hinteren Bereich können drei Hundeführer Platz nehmen. "Wir sehen eine komplette Leitstelle mit Funkanlage, Rechner, Drucker, Whiteboard, Monitoren und Platz für zwei Rechner. Im hinteren Bereich befinden sich vier große Hundeboxen." Aus einer strahlte Suchhund Irving wie ein richtiges Fotomodell die Gäste an.

"Höchstadt-Hund" gegründet


Edith Mühlhans ist Staffelleiterin in Höchstadt. "Seit 1980 haben wir - interessierte Hundeführer - uns in Höchstadt zur Rettungshundearbeit zusammengeschlossen. Als freie Staffel konnten wir aber keine offizielle Rettungsarbeit ausführen und deshalb entschlossen wir uns 1990, dem BRK beizutreten." 2001 gründete man dann eine eigene Bereitschaft, genannt "Höchstadt-Hund". Seitdem leitet sie zusammen mit ihrer Stellvertreterin Ute Wittig die Staffel.
"Ich erinnere mich an einen besonders erfolgreichen Einsatz. Damals habe ich mit meinem Hund einen Vermissten lebend gefunden. Ich hab' ihn rechtzeitig vor dem Selbstmord bewahrt. Das war eines meiner größten Highlights", sagt Mühlhans stolz.
Zurzeit zählt die Rettungshundestaffel 49 Mitglieder und drei Gastmitglieder mit insgesamt 36 Hunden. Die Staffel hat vier Einsatzleiter und sieben Ausbilder. Ausgebildet werden Hunde in den Bereichen der Flächen- und Trümmersuche. "Beim Hauseinsturz in Höchstadt konnten wir sehr schnell vor Ort sein und bereits mit der Suche beginnen, bis die nachalarmierten Trümmersuch-Teams aus Mittelfranken eingetroffen waren", berichtete Edith Mühlhans den Gästen. Im Jahr 2011 wurde die Staffel zu 47 Einsätzen alarmiert. Die Staffelleiterin bedankte sich bei Herbert Fiederling und Reinhard Lugschi von der Sparkasse für die Unterstützung aus der Stiftung "Ein Herz für die Region". Das alte, nicht mehr einsatztaugliche Fahrzeug könne jetzt in Rente gehen.
Zum Schluss der kleinen Feierstunde konnten alle die Arbeit der Hunde nebst ihrer Frauchen bewundern. Sie bekamen einen Einblick in die Flächensuche, Trümmersuche und in das Mantrailing (Individual-Geruchssuche). Die Hunde Niko, Irving und Isca zeigten ihr Bestes und bekamen natürlich von ihren Führern ihre verdiente Belohnung.