Höchstadt a. d. Aisch
Beziehungen

Reise in die Höchstadter Partnerstadt Castlebar

40 Teilnehmer aus Höchstadt und Umgebung erkundeten Irland und insbesondere die Höchstadter Partnerstadt Castlebar.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bernhard Blum (lila Mütze) erklärt in der Klosteranlage Clonmacnoise ein Hochkreuz.  Fotos: privat
Bernhard Blum (lila Mütze) erklärt in der Klosteranlage Clonmacnoise ein Hochkreuz. Fotos: privat
+20 Bilder

Als begeisterte Irlandliebhaber führten Bernhard und Johanna Blum im Namen des Freundeskreises Castlebar nun schon zum dritten Mal eine Gruppe mit mehr als 40 Reisenden aus Höchstadt und Umgebung neun Tage durch Irland, von Dublin über Castlebar bis Killarney und zurück.

Diesmal stand neben dem Besichtigen alter Klosteranlagen, Steinkreisen und Ringforts - Zeugen einer längst vergangenen Zeit - besonders der Besuch Castlebars mit dem fränkisch-irischen Abend im Vordergrund. Der ehemalige Premierminister Enda Kenny, der irische Dichter Terry McDonagh - allen Höchstädtern und Adelsdorfern von der Grünen Meile im Jahr 2014 her bekannt - und sogar die deutsche Botschafterin Deike Potzel aus Dublin waren gekommen.

Guinness und Whiskey

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe, offen für das, was sie erwartete, landete am Mittwoch Morgen in Dublin. Ein Muss war der Besuch des Guinness Storehouse, wo alle die Geschichte des berühmten Bieres und dessen Produktion bestaunen und ein Pint Guinness genießen konnten. Vom quirligen, lebenslustigen Dublin ging es weiter Richtung Castlebar mit Stopp in Kilbeggan. Dort tauchten die Reisenden in die Geschichte des irischen Whiskeys ein und Jürgen Fleischmann, neben Fleisch- auch Whiskey- und Bierexperte - gab noch ein bisschen Nachhilfeunterricht über irische Whiskeys. Am Ende stand natürlich auch hier eine Verkostung.

Unter Freunden in Castlebar

In Clonmacnoise, einer einzigartigen Klosterruine am Fluss Shannon, führte Bernhard Blum alle in die Geschichte der Anlage ein. In Castlebar selbst wurden sie wie gute Freunde empfangen und dort hatten Nora Coyne und Marie Crawley zusammen mit Johanna Blum viel für die Gäste organisiert. Es gab Lobreden auf die Partnerschaft.

Den Sonntagsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Holy Rosary gestaltete ein Projektchor unter Leitung von Maria Thamm-Kaufmann. Ein Abstecher auf Achill Island, die Insel Heinrich Bölls, und der Besuch des Westporthauses, einem alten Herrenhaus einer reichen englischen Adelsfamilie, wo die Besucher in das Leben des 16. Jahrhunderts eintauchen konnten, standen ebenfalls auf dem Plan. Eindrücke von Gabriele Klaußner, stellvertretende Landrätin (CSU):

Wer miteinander befreundet ist, bekämpft sich nicht. Deshalb sind Städtepartnerschaften, wie die von Castlebar und Höchstadt, so wichtig. Insbesondere der Kontakt zwischen den jungen Menschen unserer beiden Länder ist eine große Bereicherung für deren Weltoffenheit und kulturelles Verständnis. Dass sie dadurch auch noch ihre englischen Sprachkenntnisse verbessern und üben können ist ein erfreulicher Nebeneffekt. Schön, dass die Realschule Höchstadt und das Davitt College Castlebar eine Schulpartnerschaft haben. Ich durfte Maria Carey, die Initiatorin der Schulpartnerschaft in Castlebar kennenlernen und war beeindruckt, wie viel Herzblut sie und ihre deutsche Kollegin Tanya Fisher-Lehmann hier hineinstecken.

Eindrücke von Maria Thamm-Kaufmann, pensionierte Musiklehrerin am Gymnasium Höchstadt:

Als völlige Neueinsteigerin hat mich die Vielfalt Irlands überrascht. Die Landschaft ist traumhaft schön. Alle Menschen, denen wir begegnet sind, waren äußerst freundlich. Die Reise war ein richtiger Appetitmacher auf mehr. Am fränkisch-irischen Abend überraschte und erfreute uns ein großes Ensemble mit Kindern und Jugendlichen mit einem enormen Repertoire aus irischen Traditionals, die alle Sänger und Musikanten auswendig beherrschten. Es erklangen Geigen, Querflöten, Banjos, Harfen, Akkordeon und Bodhrán (irische Rahmentrommel). Sologesänge oder Tänze der jungen 17-jährigen Weltmeisterin Laura Foy rundeten das Programm ab. Bei einer Reise "von der Stange" erlebt man kaum solche Höhepunkte! Eindrücke von Jürgen Fleischmann, Metzgermeister aus Adelsdorf:

Für mich war es eine große positive Überraschung, das Land die Menschen und die irische Kultur kennenzulernen. Die Reiseart in einer Gruppe, loslassen, sich fügen, war für mich sehr angenehm. Die irischen Whiskeys haben mich überrascht - weg vom Mainstream probieren, da waren echt große Überraschungen dabei! Die Biere, ob Guinness oder Craftbeer, haben hier ihren Preis. 5,40 Euro für ein Seidla ist der Hammer! Alle Biere schmeckten mir sehr gut. Überall hatten wir das Gefühl, herzlich willkommen zu sein. Ich konnte Kontakte mit großartigen Menschen knüpfen. Außerdem habe ich einige Berufskollegen (irische Metzger) getroffen und so konnte ich ein nachhaltiges Netzwerk aufbauen.jb

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren