Hauptendorf
Bauarbeiten

Radweg von Hauptendorf nach Herzogenaurach ist ab sofort gesperrt

Zwischen Hauptendorf und dem Galgenhof wird eine Brücke gebaut. Die ist breit genug, dass die Strecke als möglicher Radschnellweg in Frage kommt.
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Während des Brückenbaus bleibt der Radweg zwischen Hauptendorf und  Herzogenaurach   wohl bis in den September hinein gesperrt.  Foto: Bernhard Panzer
Während des Brückenbaus bleibt der Radweg zwischen Hauptendorf und Herzogenaurach wohl bis in den September hinein gesperrt. Foto: Bernhard Panzer
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Erst wollten die Stadtväter eine kleinere Variante, doch die wäre viel teurer gekommen als man geschätzt hatte. Also wählte die Stadt jetzt eine andere, große Lösung. Die kommt zwar noch teurer, aber hat weitaus bessere Nutzungsmöglichkeiten.


Mehrere Versuche

Gemeint ist das Brücklein über den Schleifmühlbach, auf dem Radweg zwischen Hauptendorf und dem Galgenhof gelegen und entlang des Bachs und teilweise neben den alten Bahnschienen verlaufend. Schon vor zwei Jahren hatte man beabsichtigt, es sanieren zu lassen, doch der Versuch scheiterte an den hohen Kosten. Also wurde ein weiteres Mal ausgeschrieben, aber auch das ohne Erfolg. Weshalb nun ein komplett neues Brückenbauwerk errichtet wird - breiter und mit geradliniger Fahrbahn. Jüngst hat der Stadtrat den Auftrag vergeben, der eine Summe von 352 000 Euro umfasst.
Zum Wochenbeginn startete die beauftragte Firma Diersch-Bau aus Pegnitz mit der Baustelleneinrichtung, in der kommenden Woche sollen laut Aussage von Bauamtsleiter Gerhard Merkel durch eine Tiefbau-Spezialfirma die Bohrpfähle gesetzt werden. Schon jetzt aber muss der Radweg gesperrt werden. Da große Baufahrzeuge im Einsatz sind, wäre es schlicht zu gefährlich, wenn man weiterhin Radler auf den schmalen Weg ließe. Das ergänzte Markus Himmler vom Bauamt der Stadt. Beendet werden soll die Sperrung spätestens am 7. September, denn bis dahin soll das Brücklein abgerissen und das neue Bauwerk errichtet sein.
Dieses wird ganz anders aussehen als bisher. Bisher macht der Geh- und Radweg in Höhe des jetzigen Brückleins eine 90-Grad-Kurve über den Bach. Eine enge Angelegenheit, was für den bisherigen Zweck aber ausreichte. Nur die Landwirte hatten das Nachsehen, da die Belastbarkeit im Lauf der letzten Jahre auf eine halbe Tonne begrenzt wurde. Die regelmäßigen Brückenprüfungen hatten ergeben, dass die zulässige Traglast sich immer weiter verschlechterte. Deshalb habe der motorisierte Verkehr ausgesperrt werden müssen, wie Merkel sagte.
Und weil der Neubau in der bisherigen kurvigen Form wegen des fehlenden Interesses der Firmen finanziell nicht machbar gewesen war, wird nun eben auch die Streckenführung geändert. Jetzt soll, wie Bürgermeister German Hacker (SPD) jüngst vor dem Stadtrat erläuterte, der Radweg dort gerade verlaufen und die Brücke dieser Trasse entsprechend neu gebaut werden. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass dann der Lauf des Schleifmühlbachs auf diesem Stück verändert werden muss. Denn das Bauwerk soll ein paar Meter weiter "rutschen" und parallel zur alten Eisenbahnbrücke errichtet werden. Die Mäander des Baches sollen also beibehalten werden, nur der Radweg verläuft künftig schnurgerade.


Frei für Landwirtschaft

Das hat, wie Hacker ausführte, einen weiteren großen Vorteil. Dann kann diese Strecke gleich als Radschnellweg ausgebaut und genutzt werden. Solche Radschnellwege sollen ja in der Metropolregion bald großflächig realisiert werden. Auch Herzogenaurach ist da mit vorgesehen. Die Radwegbrücke muss dafür aber eine Mindestbreite von vier Metern haben.
Bevor das Thema Radschnellwege konkret wird, entsteht jedenfalls schon mal eine großzügige Geh-und Radwegbrücke, der künftig nicht mehr auf die 500-Kilogramm-Begrenzung Rücksicht nehmen muss. Was bedeutet, dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge auf diese Trasse zurückkehren dürfen.
Es ist ein idyllischer Weg zwischen Hauptendorf und dem Galgenhof. Am Bach entlang, und teils neben den alten Eisenbahnschienen, die an die einstige Verbindung erinnern. Eine Trasse, die angesichts der Pläne für eine Südumgehung einerseits und eine Stadtumlandbahn andererseits erst kürzlich wieder in die Diskussion geraten ist. Hohe Bäume säumen dort den schmalen Weg, der für Fußgänger und Radfahrer freigegeben ist.


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