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Tennenlohe
Landschaftspflege

Quentin wurde freudig begrüßt

Die Urwildpferde im Tennenloher Forst haben ein neues Herdenmitglied. Der einjährige Junghengst kommt aus dem Nationalpark Bayerischer Wald.
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Junghengst "Quentin" stürmt aus dem Transportanhänger. Kurz darauf hat ihn die Urwildpferd-Herde aufgenommen. Foto: Landschaftspflegeverband Mfr.
Junghengst "Quentin" stürmt aus dem Transportanhänger. Kurz darauf hat ihn die Urwildpferd-Herde aufgenommen. Foto: Landschaftspflegeverband Mfr.
Bereits seit 2003 sind im Tennenloher Forst Przewalski-Hengste im Rahmen eines Beweidungsprojekts des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken e.V. im Einsatz. Zuletzt sorgten im 90 Hektar großen Gehege sechs Pferde für den Erhalt der wertvollen Sandlebensräume in Mittelfrankens größtem Naturschutzgebiet. Nun haben die "vierbeinigen Landschaftspfleger" wieder Verstärkung bekommen: In dieser Woche wurde der einjährige
Junghengst Quentin aus dem Bayerischen Wald nach Franken gebracht.

Quentin wurde im Nationalparkzentrum Falkenstein geboren. Da er von seinem Vater nicht mehr in der Gruppe geduldet wurde, musste der Junghengst ins Tennenloher Beweidungsprojekt umziehen.

"Dass Haremshengste ihre Söhne im Alter von ein bis drei Jahren aus der Gruppe verstoßen, ist ganz normal,und genauso in freier Wildbahn zu beobachten. Dieses Verhalten ist auch sinnvoll, denn es verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Hengst mit seiner Mutter oder seinen Schwestern paart", erklärt Verena Fröhlich, die als Gebietsbetreuerin beim Landschaftspflegeverband auch für das Beweidungsprojekt zuständig ist.
Ihre Kollegin Wiebke Bromisch ergänzt: "In der Natur suchen die vertriebenen Junghengste dann Anschluss an eine sogenannte Junggesellengruppe, die ausschließlich aus männlichen Tieren besteht. Nur den stärksten Hengsten gelingt es später, sich einen eigenen Harem zu erobern und Nachkommen zu zeugen." Eine solche Junggesellen-Gruppe lebt auch im Tennenloher Forst.

Seine neuen Herdengenossen haben Quentin freundlich in Empfang genommen. "Da er noch sehr jung ist, sehen ihn die älteren Hengste nicht als Konkurrenz, und haben ihn schnell akzeptiert", berichtet Verena Fröhlich. Schon nach weniger als einer Stunde sei Quentin mit einer der beiden Hengstgruppen, die aktuell im Beweidungsprojekt leben, umhergezogen. Besonders der fünfjährige Simon und der vierjährige Nikolai schienen den Neuzugang sofort ins Herz geschlossen zu haben.

Nähere Infos zum Beweidungsprojekt des Landschaftspflegeverbandes findet man unter www.wildpferdetennenlohe.de und auf Facebook unter "Wildpferde Tennenlohe".

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