Kleinweisach
Konzertreise

Posaunenchor Kleinweisach auf Tour durch "die Gma"

Die Musiker um Markus Wehr und Christine Tittel besuchten alle Dörfer, die zum Pfarramt Kleinweisach gehören.
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Markus Wehr dirigierte unterm Sonnenschirm einfach weiter.      Foto: Mark Oliva
Markus Wehr dirigierte unterm Sonnenschirm einfach weiter. Foto: Mark Oliva
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Bis zum späten Nachmittag trugen am Sonntag einige Mitglieder des Kleinweisacher Posaunenchors Strohhüte als Schutz vor der starken Sonne während ihrer zwölfstündigen "Tour de Gma". Erst gegen Abend mussten sie überraschend ihre Hüte gegen Sonnenschirme austauschen, um sich vor dem Regen zu schützen.

Der Chor reiste unter der Führung von Hauptchorleiter Markus Wehr und Chorleiterin Christine Tittel zu allen neun Dörfern des Kleinweisacher Pfarramt, um dort ein Kurzkonzert zu geben. Das Programm begann mit einem Gottesdienst in der Kleinweisacher Marienkirche. Danach gab es weltliche Musik wie "Yellow Submarine" von den Beatles, den Walzer "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß oder den Triumphmarsch aus Giuseppe Verdis Oper "Aida".

Dann ging es auf einem Anhänger hinter einem Traktor durch die Dörfer. Man spielte zunächst vor der Katharinenkirche in Pretzdorf und dann auf der Straße mitten in Dietersdorf. Zur Mittagszeit fuhr der Wagen zum Spielplatz in Burgweisach, wo die Dorfbewohner Gegrilltes und kaltes Bier anboten, aber erst, nachdem die Posaunisten für sie eine Weile lang musiziert hatten.

Nachmittags hielt das Gespann in Oberwinterbach und Dutendorf an. Die letzte Station im Landkreis Erlangen-Höchstadt war vor dem Vereinshaus in Kienfeld, wo Petrus beim Wetter noch gnädig blieb.

Regen kommt in Altershausen

Als Traktor und Anhänger ihren Weg nach Süden bergauf zwischen dem Stadlmannsberg und Märzenberg über die Grenze zum Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim nahmen, zogen dicke Wolken über den Himmel. In Altershausen sah man keine Spur mehr von der Sonne. Und als Chorleiterin Tittel das letzte Lied am Altershäuser Plärrer spielte, kam der erste Nieselregen. Der Hänger war nass, als der Chor über den Märzenberg nach Hombeer fuhr.

Dort, wo das große Finale der "Tour de Gma" im lokalen Biergarten geplant war, begann der Regen ergiebiger zu werden. "Was tun?", fragte sich Chorleiter Wehr. Er teilte seinen Chor auf. Eine Hälfte spielte unter einem Biergarten-Sonnenschirm, die andere Hälfte unter einem zweiten. Markus Wehr stellte sich unter einen dritten Sonnenschirm und dirigierte.

Die Zuhörer aus Hombeer verteilten sich auch unter den übrigen Sonnenschirmen, anstatt aus dem Regen nach Hause zu fliehen. Die Musik spielte weiter und zog eine Familie aus einer Ferienanlage in der Nachbarschaft zum Biergarten. Der Familienvater bemerkte im norddeutschen Dialekt: "Die Leute hier können etwas aushalten!" Ein Hombeerer am Nachbartisch erwiderte: "Mer Franggn sen stur!"

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