Pommersfelden
Haushalt

Pommersfelden baut Schulden ab

Die Gemeinde kommt heuer ohne neue Kredite aus. Trotz größerer Investitionen soll am Jahresende ein Plus in der Kasse stehen.
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Im Ortsteil Wind wird zurzeit der Oberflächenkanal verlegt. Im Anschluss soll die Kreisstraße ausgebaut und ein Gehsteig gebaut werden.   Foto: Seeger
Im Ortsteil Wind wird zurzeit der Oberflächenkanal verlegt. Im Anschluss soll die Kreisstraße ausgebaut und ein Gehsteig gebaut werden. Foto: Seeger

Wenn Pommersfeldens Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) im nächsten Jahr nach vier Amtsperioden sein Amt zur Verfügung stellt, hat er die Gemeinde Pommersfelden maßgeblich geprägt. Viele Investitionsmaßnahmen - so die Generalsanierung des Schulhauses in Pommersfelden samt Bau einer Schulturnhalle, die Errichtung einer Kinderkrippe und Dorferneuerungen in verschiedenen Ortsteilen - können als erledigt abgehakt werden.

Bei der Verabschiedung des diesjährigen Gemeindehaushalts wurde deutlich, dass jetzt auch die Finanzen wieder "in ruhigeres Fahrwasser" kommen. Zwar liegt Pommersfelden mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 709 Euro derzeit noch über dem Landesdurchschnitt. Die Gemeinde will jedoch mit diesem Haushalt die Verschuldung weiter zurückfahren. Zum Jahresende 2019 will Pommersfelden mit rund 600 Euro Pro-Kopf-Verschuldung mit dem Landesdurchschnitt gleichziehen.

"Neue Baumaßnahmen sollten nach Möglichkeit nur veranschlagt werden, wenn sich diese ohne Neuverschuldung durchführen lassen", schreibt Geschäftsleiter und Kämmerer Fedor Glinka in seinem Vorbericht. Mit dem vorliegenden Haushaltsplan wird diese Vorgabe erreicht. Er kommt ohne neue Kreditaufnahme aus.

Die Bauplätze in den neuen Baugebieten in Steppach ("Steppach Nord II") und Sambach ("Hofleite") seien "bis auf eine Handvoll, die für Einheimische zurückbehalten werden" verkauft, so Bürgermeister Beck in seinem Haushaltsbericht. Daher sei die Gemeinde dabei, in Pommersfelden das Baugebiet "Kühtrieb II" und in Limbach das Areal "Hohlleite II" auszuweisen. Für den Grunderwerb wurden im Haushalt 765 000 Euro angesetzt. Die Erschließung soll - wie bei den letzten Baugebieten - über eine Erschließungsträgerschaft durchgeführt werden.

Grundstücke bringen Geld

Auch ein weiterer Teil des Limbacher Gewerbegebiets soll erschlossen werden. Der Erschließung stünden jedoch entsprechende Einnahmen gegenüber. Des Weiteren stehen der Neubau der Brücke über die Reiche Ebrach in Pommersfelden und die Erweiterung des Steppacher Kindergartens um eine dritte Gruppe an. In den kommenden Jahren soll auch der Geh- und Radweg zwischen Pommersfelden und Höchstadt angepackt werden. Im diesjährigen Haushalt sind bereits die Planungskosten eingestellt.

Eine größere Tiefbaumaßnahme, die zurzeit im Ortsteil Wind durchgeführt wird, schlägt sich im Haushalt nieder. Aktuell ist der Bau eines Oberflächenkanals in vollem Gange. Im Anschluss daran steht der Ausbau der Kreisstraße zwischen Sambach und Wind einschließlich der Ortsdurchfahrt an. Das Projekt werde als Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Bamberg mit der Gemeinde Pommersfelden durchgeführt. Geplant sei die Hochwasserfreilegung der Kreisstraße, der Neubau eines Geh- und Radwegs und die Errichtung eines Gehsteiges an der Ortsdurchfahrt. Insgesamt stehen für die Maßnahme im Haushalt 525 000 Euro zur Verfügung. Sie verteilen sich mit 340 000 Euro auf den Oberflächenkanal und 185 000 Euro als Beteiligung der Gemeinde an den Straßenbaumaßnahmen des Landkreises.

Steuereinnahmen steigen

Um der Aufgabe des Brandschutzes gerecht zu werden, müsse für die Feuerwehr Sambach ein neues Fahrzeug (TSF mit Beladung) angeschafft werden. Im Haushalt sind dafür 95 000 Euro veranschlagt.

Im Verwaltungshaushalt ist die Einkommensteuerbeteiligung eine der wichtigsten Einnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 115 000 Euro auf 1,95 Millionen Euro gestiegen. Auch die Schlüsselzuweisung ist gegenüber 2018 um 172 700 Euro auf 813 600 Euro angestiegen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer hat der Kämmerer mit 900 000 Euro und damit gegenüber dem Vorjahr unverändert angesetzt.

Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts schlägt die Kreisumlage mit 1,14 Millionen Euro zu Buche. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt ist im Haushalt dieses Jahres mit 863 730 Euro geplant. Sie ist damit weit höher als die für den Schuldendienst erforderliche Summe von 340 000 Euro.

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