Laden...
Herzogenaurach
Faschingsende

Polizei lobt die Bürger: Fröhlich und friedlich

Die Veranstaltungen in Herzogenaurach und Weisendorf am Faschingsdienstag verliefen nicht nur außerordentlich friedlich, es gab auch keine Alkoholsünder. Die Polizei war wegen Volkmarsen besonders präsent.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Zufahrten zum Marktplatz wurden durch Einsatzfahrzeuge versperrt.  Foto: Bernhard Panzer
Die Zufahrten zum Marktplatz wurden durch Einsatzfahrzeuge versperrt. Foto: Bernhard Panzer

Es ist eine Aufgabe, die Polizeichef Wilhelm Wölfel am Vormittag des Aschermittwoch besonders gern erfüllte: den Pressebericht zu den Faschingsveranstaltungen am Dienstag in Herzogenaurach und Weisendorf. Denn es gab an beiden Orten keinerlei Einsätze zu verzeichnen.

Sowohl beim Faschingstreiben auf dem Marktplatz in Herzogenaurach als auch beim Faschingsumzug in Weisendorf "feierten die vielen Besucher ausgelassen und fröhlich und zur Freude der Polizei auch friedlich", heißt es wörtlich in der Pressemitteilung. Und weiter: "Erfreulich war auch, dass bei den gehäuft durchgeführten Verkehrskontrollen keine alkoholisierten Kraftfahrer festgestellt wurden."

Für Wölfel ist das durchaus bemerkenswert. In Herzogenaurach sei es beim Faschingstreiben auf dem Marktplatz grundsätzlich friedlich, sagte er. In den letzten beiden Jahren gab es keinerlei Zwischenfälle, nur 2018 musste man bei einer körperlichen Auseinandersetzung einschreiten. Der Inspektionsleiter sah sich auch selbst um. "Es ist eine schöne Veranstaltung", sagte er. Auch aus Sicht der Polizei. Denn der schönste Einsatztag sei der, wenn man dann letztlich nicht benötigt wird.

Freilich war man am Dienstag besonders präsent. Hatte es doch ein paar Tage zuvor im hessischen Volkmarsen einen Zwischenfall mit vielen Verletzten gegeben, als ein Auto in einen Faschingszug fuhr. "Wir hatten zwei Streifen mehr in Einsatz", sagte Wölfel. Die Fahrzeuge hielten sich in beiden Ortschaften nahe den Veranstaltungen auf. Zusätzlich gab es in Herzogenaurach Fußstreifen und den städtischen Sicherheitsdienst.

Sicherheitskonzept

Das aber ist seit Jahren Usus in der Stadt, seit der Stadtrat ein Sicherheitskonzept beschlossen hat, erklärte Bürgermeister German Hacker. Bei allen größeren Veranstaltungen habe man die Security-Kräfte am Laufen. Für das Faschingstreiben hat sich die Stadt am Dienstag mit der Polizei zuvor abgestimmt. Sicherheitshalber wurden die Zufahrten zum Marktplatz mit Einsatzfahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr zugeparkt. Das geschah laut Hacker schon deshalb, weil vielleicht der ein oder andere Besucher den Zwischenfall in Volkmarsen im Gedächtnis hatte. Und letztlich wisse man ja bis heute nicht, welche Motivation der Täter dort hatte.

Freilich gab es keine offiziellen Hinweise, besonders vorsichtig zu sein. "Wir hatten keine Gefahrenlage", bestätigte Wölfel. Laut Hacker war es schlicht eine zusätzliche, simple Maßnahme, die Fahrzeuge dort zu parken. Und in Weisendorf fuhr die Feuerwehr dem Zug mit einem großen Fahrzeug voraus und hätte ihn damit entsprechend schützen können. Wichtig war auch, dass die Maßnahmen unauffällig blieben. Man wollte ja auch nicht unnötig Sorgen verursachen. Trotzdem war die Polizei präsent und hätte im Zweifelsfall auch schnell reagieren können.

Verstärkt wurden auch die Verkehrskontrollen. Und auch hier lobt Wölfel die Bürger. Kein einziger Fall mit Alkohol am Steuer wurde verzeichnet.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren