Höchstadt a. d. Aisch
Einsatz

Polizei fischt in der trüben Aisch in Höchstadt nach Einbruchswerkzeug

Taucher der Polizei suchten am Dienstag in der Aisch nach einem Brecheisen. Mit diesem soll ein 40-Jähriger zwei Einbrüche begangen haben.
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Über ein Funkgerät kann der Taucher mit den Kollegen in Verbindung bleiben. Bisher konnte das gesuchte Brecheisen aber noch nicht gefunden werden.  Foto: Mirjam Stumpf
Über ein Funkgerät kann der Taucher mit den Kollegen in Verbindung bleiben. Bisher konnte das gesuchte Brecheisen aber noch nicht gefunden werden. Foto: Mirjam Stumpf
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Einige Jugendliche, die am Dienstag mit dem Fahrrad im Engelgarten unterwegs waren, blieben interessiert stehen, um einem umfangreichen Polizeieinsatz zuzusehen: Rund 20 Polizisten der Polizeiinspektion Höchstadt und von der Technischen Einsatzeinheit Nürnberg waren am Vormittag damit beschäftigt, in der Aisch nach einem Brecheisen zu suchen - ein Werkzeug, mit dem ein 40-Jähriger im Frühjahr zwei Einbrüche begangen haben soll. Laut dessen eigenen Aussagen habe er die Tatwaffen an dieser Stelle ins Wasser geworfen.

Insgesamt vier Taucher durchkämmten am Vormittag den Bereich des Flusses, wie Wolfgang Nickel, Polizeihauptkommissar der Technischen Einsatzeinheit Nürnberg, mitteilte. Da die Aisch an dieser Stelle sehr trüb ist, müssen die Taucher sich hauptsächlich auf ihre Hände verlassen. Um möglichst das ganze Gebiet abzudecken, wurde mit verschiebbaren Gewichten gearbeitet, so Nickel. An den etwa 20 Meter auseinanderliegenden Gewichten hangelt sich der Taucher Bahn für Bahn an einer Schnur entlang. Um in Kontakt mit den Kollegen an Land zu bleiben, ist jede Tauchermaske überdies mit einem speziellen Funkgerät ausgestattet, über das Anweisungen oder Anmerkungen ausgetauscht werden können.

Eine ebenfalls gesuchte Dose mit einem Schlüssel habe man bereits gefunden, sagte Polizeihauptkommissar Thomas Gamm. Das Brecheisen konnte allerdings nicht sichergestellt werden.

Unimog im Einsatz

Zusätzlich setzten die Polizisten sogar noch einen Unimog ein, an dessen Kranende ein großer Magnet befestigt war. Gerade das Ufer sei durch Wurzeln und Geflecht schwerer für den Taucher zu durchkämmen, sagte Gamm. Der Magnet förderte jedoch nur einige kleine Blechteile zu Tage.

Der 40-jährige Einbrecher hatte gestanden, im März dieses Jahres in ein Eiscafé in der Hauptstraße sowie im Juni in eine Kindertagesstätte eingebrochen zu sein. Die Beute fanden die Taucher bereits am vergangenen Montag, wie die Polizei noch mitteilte. Dabei seien unter anderem Haushaltsgeräte sowie eine Barsumme in dreistelliger Höhe gestohlen worden. In einem der Fälle sei der verursachte Sachschaden zudem sogar vierstellig.

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