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Münchaurach
Abschied

Pfarrer Kuhn auf dem Weg zu neuen Aufgaben

In der Münchauracher Klosterkirche predigte Pfarrer Dieter Kuhn am Sonntagabend zum letzten Mal. Der evangelishe Geistliche wechselt nach Ansbach.
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Pfarrer Dieter Kuhn (links) verlässt zusammen mit Dekan Peter Huschke das Gotteshaus.  Foto: Richard Sänger
Pfarrer Dieter Kuhn (links) verlässt zusammen mit Dekan Peter Huschke das Gotteshaus. Foto: Richard Sänger
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Während sich in Rom am Mittag Papst Benedikt XVI. mit dem Angelus-Gebet von den Gläubigen verabschiedete, predigte in der Münchauracher Klosterkirche bei einem festlichen Abendgottesdienst der evangelische Pfarrer Dieter Kuhn zum letzten Mal.

Bekanntlich wechselt Pfarrer Kuhn nach Ansbach und betreut dort die Gläubigen von St. Gumbertus und St. Johannis. Am 10. März wird Pfarrer Kuhn in einem feierlichen Gottesdienst in St. Gumbertus durch Dekan Stiegler als geschäftsführender Pfarrer der beiden Kirchengemeinden St. Johannis und St. Gumbertus in seine neue Aufgabe eingeführt.

Am Abschiedsgottesdienst in der Münchauracher Klosterkirchen nahmen neben zahlreichen Gläubigen auch die Pfarrer der benachbarten Kirchengemeinden, Landrat Eberhard Irlinger (SPD) und die Bürgermeister aus Aurachtal und Oberreichenbach teil.
Da Pfarrer Kuhn auch immer die Musik am Herzen lag, wurde der Festgottesdienst von der Jugendkapelle Aurachtal, dem Posaunenchor, der Kirchen-Band und von den Kirchenchören aus Aurachtal und Oberreichenbach umrahmt.

Der letzte Gottesdienst in der Klosterkirche fand am 29. Januar 2012 statt, seitdem war die Kirche geschlossen.
Bei seiner Abschiedspredigt stellte Pfarrer Kuhn das achte Kapitel aus dem Buch Sacharja in den Mittelpunkt. Dabei geht es um nichts Geringeres als um die Entdeckung der Hoffnung. Im Christentum ist die Hoffnung der Menschen an Gegenwart und Wiederkunft Jesu Christi gebunden, predigte Pfarrer Kuhn.

Bei der Begrüßung erwähnte Kirchenvorstand und Vertrauensmann Peter Hußnätter den derzeitigen Zustand der Klosterkirche, die sich "fast fertig" präsentiert. Zu allem Überfluss versagte zum Abschiedsgottesdienst die Heizung ihren Dienst und Hußnätter vertröstete die Besucher auf den anschließenden Empfang im Gemeindesaal, "da ist es dann mit Sicherheit etwas wärmer."

Wie Hußnätter erwähnte, ist in der Kirche noch einiges zu tun. Der Boden ist noch nicht ganz fertig, die Orgel ausgebaut, die Kreuzigungsgruppe steht noch nicht am gewohnten Platz und der Taufstein ist noch nicht aufgestellt. Die Entdeckung des 900 Jahre alten Schmuckbodens hat die Renovierung um Monate verzögert, da diese Kostbarkeit romanischer Baukunst erst konserviert werden musste. "Ich hätte nie geglaubt, was da auf uns zukommt, als wir die ersten Planungen besprachen", erzählte der Vertrauensmann.

Der Herzogenauracher katholische Pfarrer Helmut Hetzel und Pastoralreferent Thomas Matzek verabschiedeten ihren evangelischen Glaubensbruder mit herzlichen Dankesworten und einem Rosenbaum, der in Ansbach zu einer neuen Blüte gedeihen soll.

Landrat Eberhard Irlinger bedauert vor allem, dass die Ökumene nur unten gelebt wird, "die da oben sollten sich mal ein Beispiel nehmen", erklärte er mit Blick auf den Herzogenauracher Stadtpfarrer Helmut Hetzel. Irlinger hob auch den Humor von Kuhn hervor - "Wir hätten uns viel öfter begegnen sollen" - und hofft, dass man sich auch mal in Ansbach begegne. Dekan Peter Huschke dankte Pfarrer Kuhn und seiner Familie für die Treue und für die Unterstützung. Für die herzliche Aufnahme in der Kirchengemeinde bedankte sich Diakonin Sonja Müller bei Pfarrer Kuhn. "Ich habe in dieser kurzen Zeit unwahrscheinlich viel gelernt und habe die angenehme Zusammenarbeit sehr genossen", sagte sie.

Die Grußredner Bürgermeister Erwin Schopper (FW), Klaus Hacker aus Oberreichenbach und Vertrauensmann Hußnätter stellten nochmal das Wirken von Pfarrer Kuhn in den Mittelpunkt ihrer Rede. So habe sich Kuhn im Aurachtal besonders für den Ausbau der Kindertagesstätten eingesetzt und die Zahl der Krippenplätze habe sich vervielfacht.

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