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Landtagswahl

Patrick Prell erzielt Achtungserfolg - Alexandra Hiersemann legt zu

In seiner Heimatgemeinde hat der 28-jährige Patrick Prell dem CSU-Kandidaten das Direktmandat abgenommen. Prell erhielt 38,06 Prozent der Stimmen, während Walter Nussel nur 24,49 Prozent für sich verbuchen konnte.
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Patrick Prell.
Patrick Prell.
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Darauf ist der junge Fachmann für Abwassertechnik schon stolz, obwohl erst sehr menschlich reagierte: "Ich bin erstmal froh, dass es vorbei ist", sagt er offen. Es sei eine stressige zeit gewesen, er musste seinen ganzen Jahresurlaub opfern und den Wahlkampf selber finanzieren. Denn: "Die Freien Wähler lehnen Wahlkampfspenden ab."


Lohn für Gemeinderatsarbeit
"Knapp 40 Prozent in Röttenbach; wo mich die Menschen am besten kennen", sagt Prell mit einer Stimme, die immer noch etwas zwischen Stolz und Ungläubigkeit schwankt. Und als Erfolg für sich selbst will er das Ergebnis gar nicht verbuchen. "Die Freien Wähler sind hier hochangesehen; ihre Arbeit im Gemeinderat wird geschätzt." Prells Meinung nach brauchen sie sich aber auch im Landkreis nicht verstecken.

In Röttenbach selber lagen die Zweitstimmen bei fast 16 Prozent; im Kreis im Schnitt bei elf Prozent. "Für Bayern hätte ich mir mehr gewünscht", blickt Prell nach außerhalb, auch wenn er selbst mit 12,83 Prozent rund eineinhalb mal so viel eingefahren hat als die Wählervereinigung bayernweit. Trotzdem bleibt er Realist."Der Einzug in den Landtag über die Liste ist noch theoretisch möglich, aber ich glaub, eher nicht. Warten wir ab."


Persönlich leicht zugelegt
Auch Alexandra Hiersemann (SPD) hat in einem Ort Walter Nussel das Direktmandat abgenommen. Aber nicht in ihrem Wohnort Marloffstein, sondern in Buckenhof. Insgesamt ist die Rechtsanwältin mit ihrem Abschneiden zufrieden, konnte sie doch gegenüber der letzten Landtagswahl (22 Prozent) zulegen. Ohne die Stimmen aus Herzogenaurach und Eckental - Orten, in denen sie gut abschneiden könnte - hat sie 22,84 Prozent der Erststimmen im Landkreis errungen. Die Zweitstimmen dagegen betragen nur 19 Prozent.

"Drei Prozent über den Zweitstimmen; der Trend dürfte sich bei den fehlenden Orten stabilisieren", rechnet sie denn auch schlicht, während der CSU-Kandidat mit 40,39 Prozent (bei 21 Landkreisgemeinden; ohne Herzogenaurach, seinen Wohnort) etwa sieben Prozent unter dem CSU-Zweitstimmenergebnis liegt.

"Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die CSU 49 Prozent hat, und das Ergebnis analysieren. Ersichtlich ist schon, dass die SPD als einzige Oppositionspartei zugelegt hat."

Ergebnisse der Direktkandidaten und Parteien in den fränkischen Stimmkreisen finden Sie unter wahlen.infranken.de. Auch Detailinformationen zu den Direktkandidaten finden Sie auf dieser Seite.

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