Höchstadt a. d. Aisch
Sturm

Orkantief "Fabienne" sorgt im Raum Höchstadt für Schäden

Entwurzelte Bäume, teilweise abgedeckte Dächer, umgestürzte Mauern und jede Menge anderer Schäden sind die Bilanz der Orkanböen auch im Raum Höchstadt.
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Am Festplatz in Höchstadt brach ein Kastanienbaum  auseinander.  Foto: Andreas Dorsch
Am Festplatz in Höchstadt brach ein Kastanienbaum auseinander. Foto: Andreas Dorsch
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Mit Windböen bis zu 130 Stundenkilometer und vielerorts peitschenden Regengüssen fegte am Sonntagabend das Orkantief "Fabienne" auch durch den Raum Höchstadt und hinterließ deutliche Spuren.

Viele entwurzelte und umgeknickte Bäume, abgebrochene auch große Äste, ganz oder teilweise abgedeckte Dächer, eingestürzte Mauern, Stromausfälle und jede Menge anderer Sachschäden blieben zurück, nachdem sich der Sturm relativ schnell wieder gelegt hatte.

Wie Sebastian Weber, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Erlangen-Höchstadt, mitteilt, waren landkreisweit mehrere hundert ehrenamtliche Helfer von Feuerwehren und THW im Einsatz. Umgestürzte Bäume mussten von Straßen geräumt werden und auch bei abgedeckten Dächern half die Feuerwehr.

In Röttenbach hielt beispielsweise der große Schlot eines Wohnhauses dem Wind nicht stand und kippte um. In der Lerchenstraße in Höchstadt-Süd legte der Sturm die Wand eines Garagen-Rohbaus um. Am Treibweg und am Weingartsgraben in Höchstadt fielen umgestürzte Bäume auf parkende Autos.

Die Höchstadter Polizei wurde zu einer ganzen Reihe von Einsätzen gerufen. In der Schlesierstraße wurde das Dach eines Supermarktes teilweise abgedeckt, an der Birkach in Etzelskirchen knickte ein Stromkasten um. An der B 470 bei Adelsdorf verdrehten Winde die Ampelanlage. Schäden gab es auch im Adelsdorfer Neubaugebiet Seaside. Hier wurden einige Dächer teilweise abgedeckt und Baustellenabsperrungen umgeworfen. In der Industriestraße in Adelsdorf knickte ein Telefonmast.

Auf dem Festplatz in den Höchstadter Aischwiesen brach bei einer größeren Kastanie die Hälfte des Baumes an einer V-förmigen Zwiesel ab. "Bei einem Sturm wie am Sonntag fallen auch gesunde Bäume", sagte dazu gestern Gartenbautechniker Hermann Zehn von der Höchstadter Stadtverwaltung. Bei solchen Naturgewalten haben Bäume keine Chance. An der Kastanie am Festplatz wird jetzt die Reststammstärke beurteilt und entschieden, ob sie stehenbleiben kann.

Im Engelgarten hat der Sturm Silberpappeln und Weiden umgelegt und Äste von Eichen abgebrochen. Zwischen Höchstadt und Lonnerstadt fielen an einer Böschung gleich drei Bäume, darunter eine mächtige Eiche und ein Baum mit reifen Zwetschgen. Hermann Zehn zieht aus den vielen Schäden die Konsequenz, den Baumbestand regelmäßig zu kontrollieren und dann vielleicht auch schweren Herzens "kritische Bäume rauszunehmen".

Vermutlich war es auch ein umgestürzter Baum, der am Sonntagabend in Vestenbergsgreuth von 18 bis 20.30 Uhr die Stromversorgung lahmlegte. Auch in Hemhofen gab es zeitweise Stromausfall. Das waren aber keine Einzelfälle. Wie Pressesprecher Christian Martens vom Bayernwerk auf Anfrage des FT mitteilte, waren in Franken rund 47 500 Haushalte vom Stromausfall betroffen, als das Sturmtief am Sonntagabend durch Franken zog. Bei der Vielzahl sturmbedingter Störungen konnte das Bayernwerk am Montag aber noch keine detaillierten Auskünfte darüber geben, wo in Vestenbergsgreuth und Hemhofen genau die Ursachen für die Stromausfälle lagen.

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