Herzogenaurach
Festival

Open Beatz: 150 DJs für 20.000 Elektro-Fans

Vom tragischen Unfall am Riesenrad hatten viele Besucher des Open Beatz nichts mitbekommen. Sie feierten ein ganzes Wochenende lang.
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Eine begeisternde Lichtshow bot die große Bühne auf dem Open Beatz-Festival. Liebevoll dekoriert war das Areal des "Magical Forest" im Wald. Fotos: Larissa Händel
Eine begeisternde Lichtshow bot die große Bühne auf dem Open Beatz-Festival. Liebevoll dekoriert war das Areal des "Magical Forest" im Wald. Fotos: Larissa Händel
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Vom tragischen Unfall am Riesenrad, bei dem ein Mann aus einer Gondel stürzte, hatten viele Besucher des Open Beatz nichts mitbekommen. Sie feierten ein ganzes Wochenende lang.

Schon von weitem dröhnen die Bässe aus dem sonst so beschaulichen Herzogenauracher Ortsteil Poppenhof. Einmal im Jahr werden Acker-, Wald- und Wiesenflächen zum Schauplatz des nach Angaben des Veranstalters größten Open-Air-Festivals für elektronische Musik in Süddeutschland - dem Open-Beatz-Festival.

So auch am vergangenen Wochenende. Bereits am Donnerstag schlugen die ersten Besucher ihre Zelte auf dem Campingplatz auf, der auch abseits des Festivals eine eigene Bühne für die Camper bot.

Weitere sechs Bühnen verteilten sich auf dem weitläufigen Festivalgelände. Von EDM über Techno, Hardstyle, Goa, Hardcore und Trance bis hin zu Bass House war von Donnerstag bis Samstag für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Insgesamt über 150 DJs und Acts ließen Fans der elektronischen Musik voll auf ihre Kosten kommen. Internationale namhafte Künstler wie das niederländische Musik-Duo "Bassjackers", der britisch-norwegische Musikproduzent Alan Walker und der israelische DJ Borgore waren ebenso mit von der Partie wie nationale DJs wie der Techno-Liebhaber Felix Kröcher, der Mitbegründer der Loveparade Dr. Motte und die Augsburger "Gigo'n'Migo". Als offizielle Resident DJs bekamen sie in diesem Jahr auch eine eigene Stage, die sogenannte PSD Beatz Dome, die von außen wie ein Iglu aussah und im Inneren mit einer 360 Grad-Video-Projektion ausgestattet für Club-Feeling sorgte.

Neu in diesem Jahr war auch die "Zone 3", die die ehemalige "3rd Stage" ablöste und mit Songs mit teilweise 180 beats per minute vor allem die Harder-Styles-Fans ansprach. Auch was das Bühnenbild und die Lichtshow anging, scheuten die Veranstalter zum zehnten Jubiläum des Festivals keine Mühen.

Magische Bühne im Wald

Der Magical Forest mit einer kleinen Bühne mitten im Wald etwa war mit Hängebrücken, Blumen und Schmetterlingen liebevoll dekoriert und ließ die mehr als 20 000 Besucher täglich in eine zauberhafte Welt eintauchen. Besonders die Main Stage überzeugte mit einer spektakulären Bühnenshow mit Feuerwerk und reichlich Konfettiregen. Daneben konnte man auf dem Tretboot im eigens angelegten Badeweiher dahinschippern, einen Bungee-Sprung wagen, sich in der Shisha-Lounge entspannen oder bei einem der vielen Foodtrucks stärken. Bis zwei Uhr nachts feierten die Fans elektronischer Musik, bevor sie mit den Zeilen "Lights will guide you home" des Lieds "Fix you" von Coldplay in die noch immer warme Sommernacht entlassen wurden.

Passenderweise wurde der Himmel über dem Aurach- und auch Aischgrund dann von blitzenden Hitzegewittern erfüllt und wies den Besuchern den Weg auf den Campingplatz oder nach Hause.

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