Höchstadt a. d. Aisch

Österreicher investieren 18 Mio. im Aischpark

Die Firma Meinhart Kabel baut ein Logistikzentrum und will von Höchstadt aus den deutschen Markt bedienen. Geschäftsführer Walter Meinhart lobt den Standort Höchstadt.
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So soll das neue Meinhart-Logistikzentrum in Höchstadt bis kommenden März aussehen. Grafik: Architekturbüro Georg Hagen
So soll das neue Meinhart-Logistikzentrum in Höchstadt bis kommenden März aussehen. Grafik: Architekturbüro Georg Hagen
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Es ist die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte von Meinhart Kabel - der Bau des neuen Logistikzentrums im Höchstadter Gewerbegebiet Aischpark. Dies verriet am Mittwochnachmittag Geschäftsführer und Gesellschafter Walter Meinhart seinen Gästen beim Richtfest. 18 Millionen Euro lässt sich das österreichische Familienunternehmen seine neue Deutschland-Niederlassung in Höchstadt kosten.

Der Handel mit Kabel und Leitungen ist das Geschäft des 1978 gegründeten Unternehmens, das aktuell etwa 175 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht. Am Hauptsitz im oberösterreichischen St. Florian sind 146 Mitarbeiter beschäftigt.

Von Höchstadt aus soll künftig der Markt in Deutschland bedient werden. Dabei sieht Geschäftsführer Walter Meinhart Deutschland nicht als Export-, sondern als "erweiterten Heimatmarkt". Weil das Kabelgeschäft stark regional geprägt sei, müsse man auch nahe am Kunden sein, begründete Meinhart die große Investition in Höchstadt. Zwei Jahre nach der Standortentscheidung stellte er in dem fast fertigen Rohbau fest, mit Höchstadt die richtige Wahl für das Logistikzentrum getroffen zu haben. Meinhart nannte die Autobahnanbindung, die wirtschaftlich starke Region und die "wirtschaftsfreundliche Stadt, die uns von Anfang an unterstützt hat", als positive Standortfaktoren.

Das hörten natürlich Bürgermeister Gerald Brehm (JL), seine beiden Stellvertreter und einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung besonders gerne. Brehm gab das Lob zurück. Er habe Meinhart Kabel als Familienbetrieb kennengelernt, "der Freundlichkeit ausstrahlt, aber auch höchste Professionalität zeigt". Das 18-Millionen-Projekt sei bisher auch die größte Investition im Gewerbegebiet Aischpark, stellte Brehm fest und erneuerte seine Einladung an die Firmenleitung zum Karpfenessen.

72 000 Quadratmeter Fläche

Den Reigen der Superlative führte Architekt Georg Hagen fort: "Die 72.000 Quadratmeter sind die größte Fläche, die wir bisher bearbeitet haben." Dazu kommen 80.000 Kubikmeter Bauvolumen. Hagen kündigte an, mit dem Projekt im Zeit- und Kostenrahmen zu bleiben.

Nach knapp einjähriger Bauzeit soll im März 2014 der Betrieb starten. Dann werden eine 6000 Quadratmeter große Halle, ein dreistöckiges Bürogebäude, eine Werkstatt und ein 20.000 Quadratmeter großes Freigelände fertig sein.

Wie die Firma mitteilt, sei sie durch schlagkräftige Logistik, eigenen Fuhrpark und großer Sortimentstiefe in Österreich Marktführer geworden. Dieses Geschäftsmodell soll künftig auch in Deutschland greifen.
Schon seit Monaten betreibt die deutsche Vertriebstochter der Meinhart Kabel GmbH ein Büro in der Höchstadter Spitalstraße. Die aktuell neun Mitarbeiter werden im März auf das neue Firmengelände wechseln. In der Endausbaustufe sollen dann aber "deutlich mehr Arbeitsplätze"geschaffen werden. Mit der Rekrutierung von Betriebspersonal will Meinhart Kabel in Kürze beginnen.
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