Herzogenaurach
Wetter

Nur echte Fans gehen bei dieser Kälte ins Freibad

Die Kälte der letzten Tage vertreibt die Badegäste. Deshalb hat das Herzogenauracher Freibad nur zwei Stunden morgens geöffnet, wenn die Temperaturen zu niedrig sind.
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Freibad geschlossen - das gilt in Herzogenaurach jedoch nicht den ganzen Tag.  Fotos: Andreas Brandl
Freibad geschlossen - das gilt in Herzogenaurach jedoch nicht den ganzen Tag. Fotos: Andreas Brandl
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Es ist fast Juni und der Wetterbericht meldet Temperaturen um die zehn Grad Celsius. Es regnet fast täglich und wer es nicht besser weiß, kann vermuten, wir haben Mitte März oder Oktober. Diese Temperaturen bekommen auch dem Herzogenauracher Freibad nicht sonderlich gut.

"Wenn es morgens um 10 Uhr nicht wärmer als 16 Grad ist, schließen wir das Freibad für den restlichen Tag". So lautete die Aussage über die Öffnungszeiten des Herzogenauracher Freibades von Inge Bauer, der stellvertretenden Chefin der Herzobäder. Es war in den letzten Tagen und Wochen nach der Eröffnung immer wieder der Fall, dass es schlicht zu kalt war. Jedoch ganz zu schließen, wie die Bäder in Erlangen oder Nürnberg, sei nicht in Frage gekommen. Es kommen ja noch Besucher am Morgen zum Schwimmen, wenn auch nicht viele.
Lediglich die Aushilfskräfte, die jährlich für die Freibadsaison eingestellt werden, müssen zurzeit nicht abgerufen werden. Dadurch spart man hier Kosten.

Im Atlantis ist ne Menge los

"Die brauchen hier immer so zwei bis drei Tage hintereinander, an denen es so richtig warm ist. So um die 28 bis 31 Grad herum, bis hier die großen Massen ins Freibad gehen." Das erzählt Bademeister Jürgen Berthold aus eigener Erfahrung. "Freilich könnten wir den ganzen Tag offen lassen. Es würde immer jemand da sein, der gerade schwimmt, aber das lohnt sich nicht," fügt er hinzu.

Nachdem die letzten Schwimmer am Samstagmorgen geduscht und umgezogen sind, wird er noch die Duschen reinigen und dann ist die Arbeit im Freibad für ihn getan. "Dann geh ich ins Atlantis! Da ist dafür jede Menge los!", sagt er, während er damit beginnt die ersten Duschen zu reinigen.

16 Wasserratten waren es am Samstag, die trotz starker Bewölkung am Himmel ins Freibad gekommen sind. Die meisten kommen morgens um 8 Uhr und schwimmen dann eine Stunde und gehen wieder. So waren es um kurz vor zehn nur noch drei, die ungestört die Ruhe im leeren Freibad genießen konnten.

Echte Fans

Unter ihnen ist auch Roswitha Dassler. "Es ist gut, dass das Freibad geöffnet hat. Ich komme meistens, wenn das Wetter so ist wie heute. Dann ist ganz wenig los und ich hab das Becken fast für mich alleine." Und auf die Frage, ob es kalt ist, kommt nur: "Nein! Kalt ist es nicht, erst wenn ich rausgehe, wird es ein bisschen frisch, aber im Wasser friert es mich nicht."

Das meint auch Christa Skornia. Sie schwimmt ihre Bahnen nahe der Sprungtürme, in deren Bereich es an einem warmen Sommertag schon fast lebensmüde wäre, sich aufzuhalten. Jedoch kann sie heute bedenkenlos ihre Bahnen quer durchs ganze Freibad ziehen.

Anders ist Jana Frischmann gestimmt: "Letztes Jahr war ich mindestens einmal pro Woche im Freibad. Dieses Jahr leider noch gar nicht. Da ist es mir einfach zu kalt," sagt die 16-jährige Schülerin.

Wie es die nächsten Tage und Wochen mit dem Wetter aussieht, bleibt ab zu warten. Die Wetterberichte melden jedoch vor erst keine grundlegende Besserung.

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