Hammerbach
Sport

Noch immer kein Vorsitzender beim HSV

Der Hammerbacher SV sucht weiter einen Ersten Vorsitzenden. Immerhin gibt's jetzt einen Stellvertreter.
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Vorsitzender Dietmar Kleetz präsentierte mit Carmen King die neue erste Kassiererin.  Foto: Richard Sänger
Vorsitzender Dietmar Kleetz präsentierte mit Carmen King die neue erste Kassiererin. Foto: Richard Sänger
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Beim sportlich erfolgreichen Hammerbacher Sportverein sind auch im zweiten Anlauf die Vorstandswahlen gescheitert, zumindest zum Teil. Für den Vorsitzenden Dietmar Kleetz und den Abteilungsleiter Fußball konnte wieder kein Nachfolger gefunden werden.

Wie schon am 22. März verhallte auch diesmal der Appell von Kleetz, der Zweiten Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) und Helmut Seyrer nahezu ungehört. "Ich kann und mag es mir überhaupt nicht vorstellen, dass es keinen Hammerbacher Sportverein mehr geben soll, der im kommenden Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiern kann", erklärte Schroff. Schließlich habe der Verein in der Stadt einen hervorragenden Ruf, stehe gut da und sei ein Verein mit einer hervorragenden Jugendarbeit.

Schon aus diesem Grund sollte der Verein nicht aufgegeben werden und Schroff schlug vor, Vorstände auf Zeit zu wählen oder Beisitzer ins Gremium zu wählen, damit die Aufgaben auf
mehrere Schultern verteilt werden können.

Der Besuch der außerordentlichen Generalversammlung war nicht gerade berauschend, denn gerade mal 33 von über 380 Mitgliedern fanden den Weg ins Vereinsheim - der Großteil davon Spieler, die an diesem Tag trainierten. "Alle Mannschaften und Eltern wurden schriftlich eingeladen, das Ergebnis sieht man, das ist schon enttäuschend", meinte Kleetz etwas frustriert. Immerhin haben rund 100 Kinder und Jugendliche in Hammerbach eine sportliche Heimat. "Es ist schade um den Verein und um die Kinder", sagte Kleetz in Richtung der Spieler.

So müsse eigentlich ein Ruck durch einige Leute gehen und es könne so nicht mehr weitergehen. Kleetz prophezeite den Spielern: "Es muss euch klar sein, wohin die Reise geht, dann könnt ihr auf der Straße trainieren." Kleetz wie auch Seyrer verwiesen darauf, was beim Hammerbacher SV alles geschaffen wurde. "Hier steht ein Vorzeigeprojekt, dafür haben Leute gearbeitet und ihre Freizeit geopfert."

Dietmar Kleetz machte auch diesmal wieder das Angebot, dass er dem künftigen Vorstand unter die Arme greifen wird. "Dazu steh ich und mein Wort gilt". So würde Kleetz einem neuen Vorsitzenden einen Großteil an Bürokratie, was mit Stadt, Landkreis und dergleichen zu tun hat, abnehmen.

Enttäuscht zeigt sich Kleetz auch darüber, dass sich kein Spielleiter für die erste Mannschaft finden lässt. "Es ist traurig, dass sich das nicht intern regeln lässt", erklärte er und verwies darauf, dass ein externer Fußballer durchaus Interesse zeigte.

Immerhin konnte Dietmar Kleetz mit Carmen King als Nachfolgerin von Michael Stransky eine neue Kassiererin präsentieren. Als sich dann auf Vorschlag von Helmut Seyrer Thomas Cziesche bereit erklärte, den Posten des Zweiten Vorsitzenden zu übernehmen, fiel Kleetz ein Stein vom Herzen und er sprach von einem weiteren Mosaiksteinchen. Der Sohn von Cziesche, Eric, spielt in der Jugendmannschaft und Thomas Cziesche war auch schon in der Zeit von Kurt Zollhöfer beim FC Herzogenaurach in der Vereinsführung tätig.

Der mehrmalige Aufruf für einen Ersten Vorsitzenden fruchtete aber nicht, verhallte ungehört und wurde mit Schweigen beantwortet.

Auch für den Wirtsbetrieb sollen sich noch Helfer bereiterklären, die Werner Zahner und Helmut Seyrer im Sportheim unterstützen. "Wo sind eure Frauen", fragte Kleetz die anwesenden Spieler, der sich durchaus vorstellen kann, dass die Vereinsführung durchaus weiblicher werden kann.


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