Herzogenaurach
Richtfest

Neues Logistikzentrum: Riesige Halle für die Herzo Werke

Die Herzo Werke konzentrieren den technischen Betrieb künftig auf das Logistikzentrum am Heizkraftwerk. Am alten Standort profitiert die Herzo Media.
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Die Gäste lauschen vor der neuen Halle dem Richtspruch von Stefan Herold.  Fotos: Bernhard Panzer
Die Gäste lauschen vor der neuen Halle dem Richtspruch von Stefan Herold. Fotos: Bernhard Panzer
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Voll im Zeitplan liegt der Bau des neuen Logistikzentrums der Herzo Werke. Nach nur vier Monaten wurde der Rohbau des mächtigen Bauwerks, das neben einer riesigen Lagerhalle auch ein Betriebsgebäude umfasst, aus dem Boden gestampft. Ende April des kommenden Jahres will man bereits einziehen. Das sagte Jürgen Bauer, der Geschäftsführer der Herzo Werke, beim Richtfest am Dienstagvormittag.

Mit dem etwa fünf Millionen Euro teuren Neubau konzentrieren die Herzo Werke den technischen Betrieb und die Logistik direkt am Standort Heizkraftwerk, sagte Bauer. Das Betriebsgebäude ist für 80 Mitarbeiter ausgerichtet, die dort entsprechende Werkstätten und Büroflächen bekommen. Damit wird der Engpass am Standort in der Schießhausstraße beseitigt.

Dort könne man nun die dringend erforderlichen Erweiterungsmöglichkeiten für Büroflächen und Technikräume schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung. Davon profitiert vor allem die Herzo Media, wie Bürgermeister German Hacker im FT-Gespräch sagte. Deren Mitarbeiter hatten durch die Enge am Standort Schießhausstraße erschwerte Bedingungen und saßen auch teilweise auf dem Dachboden, wie Hacker sagte. Jetzt werden, insbesondere für den weiteren Glasfaserausbau in Herzogenaurach, die erforderlichen Flächen für ein neues Rechenzentrum frei.

Geschäftsführer Bauer nannte beeindruckende Zahlen für das neue Objekt neben dem Heizkraftwerk. So entstehen in der Halle 6000 Quadratmeter Lagerregalfläche. Die Halle selbst ist "so groß wie eine Dreifachsporthalle", wie Bürgermeister Hacker schwärmte. Sie ist 40 Meter lang und 35 Meter breit und hat damit eine Fläche von etwa 1500 Quadratmetern.

Rasante Entwicklung

Der Bau des Logistikzentrums bedeutet in der Geschichte der Herzo Werke laut Hacker "einen der größten Entwicklungsschritte." Wie Jürgen Bauer feststellte, haben sich die Anforderungen an die Herzo Werke als Infrastrukturunternehmen in den letzten Jahren rasant verändert. So werden in der Stadt stetig neue Bau- und Gewerbegebiete erschlossen, was vor allem auch den Glasfaserausbau fordert. Von 2011 bis 2019 habe man jährlich sechs bis sieben Millionen Euro investiert, sagte Bauer. Zuvor waren es rund 1,9 Millionen Euro pro Jahr.

Keine Frage, dass die Herzogenauracher Stadtwerke mit dem Neubau effizient aufgestellt seien, ebenso verkehrstechnisch wie auch von der Arbeitsorganisation her. Bauer: "Das neue Betriebsgebäude entspricht modernen Anforderungen an Arbeitsplätzen und Arbeitsschutz."

Bei der Energieversorgung des Gebäudes wurden ökologische Aspekte besonders berücksichtigt, heißt es ergänzend in der Pressemitteilung. Für die Beheizung der Objekte wird demnach ausschließlich die Abwärme des in unmittelbarer Nähe befindlichen Heizkraftwerkes genutzt, die aufgrund der niedrigen Temperatur nicht in das Fernwärmesystem eingespeist werden konnte. Damit könne das gesamte Objekt ohne zusätzliche -Belastung mit Wärme versorgt werden. Zudem erfolgt die Stromversorgung über eine 100-kW-Photovoltaik-Anlage.

Bauer begrüßte auch die am Bau beteiligten Partner und hatte ein Lob parat. Denn die Betonfertigteile und die Sandwich-Konstruktion für die Lagerhalle seien nach den individuellen Vorgaben des Bauherrn vorgefertigt worden, was die Bauzeit deutlich reduzierte.

Richtspruch

Nach Innenausbau, Lagereinrichtung und Fertigstellung der Außenanlagen soll das Gebäude planmäßig Ende April 2020 bezogen werden. Verantwortlicher für das Bauprojekt ist Dietmar Klenk, der Technische Leiter der Herzo Werke. Stefan Herold von der Baufirma Raab hielt den Richtspruch. In seiner folgenden Aussage wollte ihm sicherlich niemand widersprechen: "Nach harten arbeitsreichen Tagen hat nun die Feierstund' geschlagen."

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