Fertigstellung

Neue WC-Anlage in Höchstadt bekommt heute noch letzte i-Tüpfelchen

Noch keine Woche ist die neue Toilettenanlage am Kommunbrauhaus alt und schon habe sie "drei Mängel" entdeckt, meldete uns eine Leserin per Mail.
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Die Tür der Behindertentoilette ist wieder abschließbar.  Foto: Andreas Dorsch
Die Tür der Behindertentoilette ist wieder abschließbar. Foto: Andreas Dorsch

Sie sei am Sonntag, 26. August, um die Mittagszeit dort gewesen und "musste feststellen, dass die Behindertentoilette nicht abschließbar war, weil die Leiste fürs Schloss abgerissen an der Seite stand". Außerdem vermisse sie Haken zum Aufhängen einer Jacke und einen Spiegel, da Frauen "beim Händewaschen gerne in den Spiegel schauen" würden.

Wieder funktionstüchtig

Unsere Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergab, dass das Schloss während des Altstadtfestes tatsächlich zu Bruch gegangen ist. "Das ist schon wieder repariert. Ich nehme an, dass das gar kein Vandalismus war, sondern dass es jemand versehentlich abgerissen hat", berichtet Bauamtschef Jürgen Ganzmann. "Vielleicht war derjenige nicht mehr ganz nüchtern und ist mit der Technik nicht zurecht gekommen." Bauhofmitarbeiter haben die Leiste aber bereits wieder angeschraubt, "etwas fester als vorher".

Kleiderhaken und Spiegel kommen noch

Haken und Spiegel seien ebenfalls nicht vergessen worden, sondern waren schlicht noch nicht geliefert. "Kommt alles noch." Die Haken sollen heute angebracht werden, möglichst auch der Spiegel. "Wobei man sich fragen muss, ob der wirklich nötig ist. Der ist schließlich besonders vandalismusanfällig."

Bei der derzeitigen Auftragslage sei es eben nicht so einfach, Firmen für kleine Aufträge zu bekommen. "Und dann muss man viel hinterher telefonieren", so Ganzmann. Immerhin sei die Anlage am Freitag erst in Betrieb gegangen - da sei es ganz normal, dass die eine oder andere Kleinigkeit noch fehle. Trotzdem: Für Hinweise aus der Bevölkerung zeigt er sich offen. "Die Leute können immer gerne auf uns zukommen."

Generalprobe gelungen

Zur "Generalprobe" beim Altstadtfest hat er im übrigen nur lobende Worte: "Bis auf das Schloss ist nichts passiert, obwohl die Anlage stark frequentiert war." Es habe ihn angenehm überrascht, dass sich fast alle Toilettenbesucher anständig benommen hätten. Der Verschmutzungsgrad lag zwar nicht niedriger, aber auch nicht höher als auf öffentlichen Toiletten bei anderen Großveranstaltungen. "Wir haben etwa alle halbe Stunde gereinigt, so dass jeder Besucher ein annehmbar sauberes Örtchen vorgefunden haben dürfte."

Dass die WC-Anlage unisex ist, hat wohl auch nicht zu Irritationen geführt. Die Pissoirs sind in einer eigenen Zelle untergebracht, die Toilettenschüsseln für alle Geschlechter zugänglich. "So hatten wir mehr Kapazitäten für Schüsseln", erklärt 2. Bürgermeister Günter Schulz (SPD). Es sei ja immer ein Unding, dass die Frauen so lange anstehen müssten, während Sitzklos auf Männertoiletten kaum genutzt würden. "Dem sind wir damit hoffentlich etwas entgegen gekommen."



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