Höchstadt a. d. Aisch
Medizin

Neue internistische Ambulanz im Höchstadter Kreiskrankenhaus St. Anna in Betrieb

Nach drei Jahren gehen die Umbauarbeiten am Kreiskrankenhaus St. Anna in die letzte Phase. Seit Donnerstag werden Patienten in der neuen internistischen Ambulanz behandelt, bald sollen weitere Abteilungen in Betrieb gehen.
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In der neuen internistischen Ambulanz werden unter anderem EKG, Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung geprüft. Fotos: Franziska Rieger
In der neuen internistischen Ambulanz werden unter anderem EKG, Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung geprüft. Fotos: Franziska Rieger
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Ein schwarzer Strich auf dem Boden führt künftig in die neue internistische Ambulanz des Kreiskrankenhauses St. Anna. Seit Donnerstag ist der Umzug der internistischen Ambulanz und der Funktionsabteilung innerhalb des Krankenhauses abgeschlossen und damit ein weiterer Schritt zum Ende der Umbauarbeiten gemacht.

In den neuen Räumen, nahe des Haupteinganges, ist nicht nur die Chefarztambulanz von Dr. Martin Grauer untergebracht, sondern auch die Funktionsräume: EKG, Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung. Im Lungenfunktions-Raum ist das neue Herzstück der Station, das Lungenfunktions-Messgerät, untergebracht: Ein gläserner Würfel, ähnlich einer Telefonzelle, in dem mit unterschiedlichen Luftmischungen die Lungenfunktion getestet wird. Hier werden unter anderem Patienten mit COPD (chronische Erkrankungen der Lunge) behandelt, erklärt Albert Prickarz, kaufmännischer Leiter des Krankenhauses.

Zwei Abteilungen in den Räumen

Auch die Räume für Sekretariat, Herzschrittmacherprüfung, Herzultraschall und die internistische Bauch-Sonographie sind fertig. "Nachdem wir so viele Monate in improvisierten Räumlichkeiten leben mussten und dabei Patientinnen und Patienten, aber auch den Beschäftigten, so manchen Abstrich in Sachen Komfort und Arbeitsumfeld zugemutet haben, freuen wir uns sehr, endlich in neuen Räumen behandeln zu können", betont Chefarzt Dr. Grauer.

Die internistische Ambulanz muss sich vorübergehend die Räume mit den chirurgischen Abteilungen teilen, da deren Stammplatz nahe der Notaufnahme nun ebenfalls renoviert wird.

In Kürze sollen die neue Zentralsterilisation und die neue Notaufnahme in Betrieb genommen werden. Bald, so hofft Prickarz, können auch die ersten Patienten neue Zimmer beziehen.

Auch die Arbeiten auf dem Dach sind bald beendet. Während des Umbaus bemerkten die Handwerker dort Mängel. Die Dachlast ist insgesamt zu groß, das Dach aus den 60er Jahren musste erneuert werden.

Ende dieser Woche werden die Container weg gebracht, in denen die unterschiedlichen Baustoffe (unter anderem Bimsstein, Folien) des alten Daches sortiert wurden, sagt Prickarz. In rund drei Wochen soll das Dach dann fertig sein. Bis März 2020 sollen die restlichen Umbauarbeiten abgeschlossen sein.

Dann soll es im Kreiskrankenhaus auch wirtschaftlich wieder voran gehen. Statt 80 können wegen der Bauarbeiten derzeit nur 72 Betten genutzt werden. Kurzzeitig werde die Bettenzahl noch auf 62 sinken, sagt Prickarz.

2018 hat das Krankenhaus ein Defizit von 2,6 Millionen Euro erwirtschaftet. 2017 waren es noch zwei Millionen Euro. "Eine verlässliche Prognose für das Defizit in 2019 liegt noch nicht vor", sagt Stephanie Mack, Pressesprecherin des Landratsamtes.

Von den 17,1 Millionen Euro Gesamtkosten für die Umbauarbeiten übernimmt der Freistaat Bayern 13,3 Millionen. Der Landkreis gibt aus Eigenmitteln 3,2 Millionen zu. Mack: "Aus derzeitiger Sicht sieht die Prognose so aus, dass wir die Baumaßnahme im Kostenrahmen abwickeln können."

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