Weisendorf
Spatenstich

Neue Halle entsteht: Weisendorfer Vereine atmen auf

Die Bauarbeiten für die ersehnte Ballsporthalle haben begonnen. Da es keine Zuschüsse gibt, hofft die Gemeinde, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.
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Die drei Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein, Heinrich Süß und Angelika Tritthart (v. r.) sowie Gemeinderäte und Vereinsvertreter griffen zum Spaten.    Foto: Richard Sänger
Die drei Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein, Heinrich Süß und Angelika Tritthart (v. r.) sowie Gemeinderäte und Vereinsvertreter griffen zum Spaten. Foto: Richard Sänger

Eine halbe Stunde vor der Sitzung des Weisendorfer Gemeinderats hatte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) am Montagabend zum Spatenstich der neuen Ballsporthalle eingeladen, und so griffen Mitglieder des Gemeinderates sowie Vereinsvertreter gemeinsam zum Spaten. "Das ist ein ökologischer Spatenstich", meinte der Bürgermeister schmunzelnd, weil die Gemeinderäte im Anschluss sowieso zur Sitzung ins Rathaus müssten. "Das hat er doch nur gemacht, um sich vor einem Umtrunk und einer Brotzeit drücken zu können", wurde gleich gewitzelt.

In seiner kurzen Ansprache erklärte der Bürgermeister, dass es ein historischer Tag für Weisendorf sei und endlich ein langgehegter Wunsch der TSG und des ASV Weisendorf in Erfüllung gehe. "Wir bauen hier keinen Palast, sondern etwas Nützliches, ein wichtiges und dringend benötigtes Infrastrukturprojekt", bekräftige der Bürgermeister, als er den Spaten zur Seite legte.

Ein Wunsch seit vielen Jahren

Den Wunsch nach einer weiteren Sporthalle gibt es schon viele Jahre, 2014 wurde er konkretisiert. Im Juli dieses Jahres machte der Gemeinderat den Weg frei und beschloss die Einrichtung eines Arbeitskreises "Sportstättenentwicklung in Weisendorf". Die Besetzung erfolgte einen Monat später und ein Bebauungsplan wurde auf den Weg gebracht. Damals ging der Marktgemeinderat noch von einer Kostenobergrenze von maximal drei Millionen Euro aus. Die Kostenentwicklung im Baugewerbe, verbunden mit der konjunkturellen Lage, habe allerdings die Zahlen überholt, und der Bürgermeister hofft, dass es am Ende bei rund vier Millionen Euro bleibt.

"Ich denke, wir können uns das leisten, auch wenn wir keinerlei Zuschüsse bekommen", erklärte der Bürgermeister und beklagte die zunehmende Bürokratie, die es den Kommunen immer schwerer mache und zudem Geld koste. Früher habe die Gemeinde einen Architekten beauftragt, der zusammen mit einem Statiker den Bau plante und bauen ließ. Heute sei das ganz anders, es müssen Fachbüros mit ins Boot geholt und eine Reihe von Gutachten erstellt werden. Damit sei die Verwaltung einer Kommune meist überfordert und auch personell nicht dazu in der Lage, also brauche es einen Projektbegleiter.

Wärme vom Biomasse-Heizwerk

Die Bodenbearbeitung durch die Baufirma GS Schenk hat bereits begonnen und an der Mehrzweckhalle wurde ein großer Heizöltank ausgegraben, der nicht mehr benötig wird, denn die beiden Hallen werden vom Biomasse-Heizwerk mit Wärme versorgt. Der Bürgermeister hofft, dass der Rohbau bis spätestens im März des kommenden Jahres fertiggestellt und im Herbst die Einweihung gefeiert werden kann.

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