Adelsdorf
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Neue Adelsdorfer Kita entsteht aus 15 Modulen

Der Adelsdorfer Bauausschuss begutachtete den Fortschritt in der Einrichtung "Regenbogen II".
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Sebastian Weber (2. v. r.) zeigte Karsten Fischkal (r.) und den Ausschussmitgliedern die Pläne.    Foto: Britta Schnake
Sebastian Weber (2. v. r.) zeigte Karsten Fischkal (r.) und den Ausschussmitgliedern die Pläne. Foto: Britta Schnake
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Es ist schon fast 18 Uhr und draußen stockdunkel, dennoch sind im Neubau der Kita "Regenbogen II" in Adelsdorf noch immer Elektriker am Werkeln, als Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses am Mittwochabend den Bau in Augenschein nehmen. Fest in der Hand der in Modulbau erfahrenen Firma Kleusberg, liegt das Vorhaben laut Sebastian Berger vom Bauamt "auf den Tag im Zeitplan". Mit einer Länge von 42 Metern und eine Breite von 16 Metern wirkt das Gebäude von außen riesig, doch "das täuscht", so Bürgermeister Karsten Fischkal (FW).

Irrigerweise denke der eine oder andere bei "Modulbau" noch immer an Container, von denen sich einer an den anderen reiht, doch dies treffe in keinster Weise zu. Im Grunde werden bei der Modulbauweise Bauteile individuell je nach Bedarf zusammengefügt und ergeben so ein großes Ganzes. Bei der Kita "Regenbogen II" sind es insgesamt 15 Module. Eine Fußbodenheizung wird für wohlige Wärme sorgen. Auf dem Dach soll zudem eine Photovoltaikanlage installiert werden.

"Vor vier Wochen hat hier noch gar nichts gestanden", so Berger. Doch warum die Eile? "Ende 2017 zeigte eine Bevölkerungsprognose, dass vier weitere Krippengruppen gebraucht würden", erklärt Berger. Dass die Prognose durchaus richtig lag, beweist die Tatsache, dass die 48 Krippenplätze bereits vergeben sind. Einziehen dürfen die kleinen Krabbler ab März 2020, dann können zusammen mit der Kita "Regenbogen I" rund 150 Kinder betreut werden. "Wir schaffen dadurch 15 weitere Arbeitsplätze", erklärt Fischkal nicht ohne Stolz.

Komplett fertig bis September

Die komplette Fertiggestellung mit Außenanlage und Spielgeräten ist dann für September 2020 geplant. Leiterin der neuen sowie der bereits vorhandenen Einrichtung wird Marina Fleischmann. Die Kosten für die neue Kita belaufen sich auf 2,8 Millionen Euro, von welchen 1,5 Millionen vom Staat getragen werden, den Rest hat die Gemeinde zu schultern.

Doch nicht nur die Besichtigung des Neubaus hat das Gremium zur Kita geführt. "Uns ist aufgefallen, dass der Fußweg zwischen Gemeindezentrum und Oesdorfer Weg ein Stück weit unterbrochen ist", so Günter Münch (FW). "Der Mensch sucht sich immer den kürzesten Weg". Was im Klartext heißt, dass die Bürger, insbesondere Schüler den Weg entlang der Staatsstraße 2264 über den nicht befestigten Grünstreifen nehmen, was so seine Risiken birgt. "Oder über den Trampelpfad links am Rohbau vorbei über die Skateranlage", so Münch. In seinen Augen ein nicht hinnehmbarer Zustand, für welchen Fischkal Abhilfe verspricht.

In der anschließenden Sitzung war der Weg dann gleich Thema. "Ich erteile einen Arbeitsauftrag an die Gemeindeverwaltung, einen Weg zu gestalten, der ins Gesamtbild und in das Gesamtkonzept passt", so Fischkal, "Asphaltiert, gepflastert oder Schotterdecke, alles ist möglich."

In der anschließenden Haupt- und Finanzausschusssitzung ging es unter anderem um die Beschaffung von Möbeln und Spielgeräten für die neue Kita. Den Zuschlag erhielt schließlich für beide Aufträge die Firma Wehrfritz in Bad Rodach. Möbel werden angekauft für 34 865 Euro, womit die Firma Wehrfritz mit ihrem Angebot gut 10 000 Euro unter den zu erwartenden Kosten lag. Für die Spielgeräte kommen dann nochmal 22 100 Euro oben drauf.

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