Herzogenaurach
Spenden

Nepalhilfe geht weiter: Benefizkonzert bringt 10000 Euro

Alberto Parmigiani rechnet mit gut 10 000 Euro als Erlös aus "We rock for Nepal". Aus dem Cocktailverkauf kamen jetzt weitere tausend Euro hinzu.
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Spendenübergabe vor dem Plakat des Dalai Lama in  der Herzo Bar für Nepal:  Alberto Parmigiani (rechts)   und sein Mitstreiter Santa Ratna Shakya (links) freuen sich über den Scheck von Sami Alijaj (Zweiter von links). Mit auf dem Bild  dessen Helfer Sadi Foto: Bernhard Panzer
Spendenübergabe vor dem Plakat des Dalai Lama in der Herzo Bar für Nepal: Alberto Parmigiani (rechts) und sein Mitstreiter Santa Ratna Shakya (links) freuen sich über den Scheck von Sami Alijaj (Zweiter von links). Mit auf dem Bild dessen Helfer Sadi Foto: Bernhard Panzer
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Wie der Zufall so spielt, kann Alberto Parmigiani nun doch wieder eine Schule in Nepal bauen. Nach den Rückschlägen bei der Umsetzung der Pläne für einen eigenen, dritten Schulbau (der FT berichtete ausführlich) wollte sich der Herzogenauracher Spendensammler auf kleinere Projekte konzentrieren. Die werden auch umgesetzt, wie er am Donnerstag feststellte, aber eine Schule gibt's obendrauf. Was ihn besonders freut.
Die frohe Botschaft für das neue Projekt hatte sein Kollege bei Parmigianis Hilfsorganisation "Son of Light", Santa Ratna Shakya, aus Nepal mitgebracht. Es ist nun zwar kein Neubau, aber doch ein größeres bauliches Unternehmen. Denn man kann mit den Spenden aus Herzogenaurach eine Schule erweitern. Diese soll von der Grundschule allmählich auf weitere Altersstufen ausgebaut werden. Bisher werden dort 65 Kinder unterrichtet, von denen 55 Waise sind.


Neue Klassenzimmer

Der in den Bergen liegende Bau war beim großen Erdbeben 2015 in Mitleidenschaft gezogen worden. Jetzt sollen drei neue Klassenzimmer hinzukommen. Besonders freut es Parmiginani, dass es die einzige Schule in Nepal sei, die der buddhistischen Lebensphilosophie folgt. Auch die altindische Sprache Sanskrit werde dort unterrichtet.
Aus dem Benefizkonzert "We rock for Nepal" wurden bisher 7100 Euro erlöst, wie der Organisator erläutert. Diese stammen aus den Spenden der Besucher wie auch aus dem Verkauf von Speisen und Getränken. Auf einen Eintritt war erneut verzichtet worden. Dazu kommen noch rund 2500 Euro Sponsorengelder und ein paar kleinere Einnahmequellen seien noch nicht ausgezählt. So hofft Alberto, dass in Summe mehr als 10 000 Euro zusammenkommen.
Jetzt kamen noch mal 1108 Euro hinzu. Sami Alijaj, der Wirt der Herzo-Bar, spendet den Erlös aus dem Cocktailverkauf im Schlosshof und aus dem so genannten Christmas-Rock für die Nepalhilfe. Seit drei Jahren unterstützt er mit seinem Team schon die Konzerte, die dieses Jahr in die vierte Auflage gingen. Diesmal kam einer seiner Mitstreiter vorübergehend extra aus der Türkei angereist, um ihm zu helfen. Und um einen anderen Freund auf der Erlanger Bergkerwa zu unterstützen, wie Helfer Sadi ergänzte.
Der krumme Betrag hat zweierlei Bedeutung: Einmal war der 11.08. vor sechs Jahren der Tag, als Sami das alte Rathaus als Pächter übernahm. Er ist heute noch dem Bürgermeister dankbar, dass er den Zuschlag bekam, wie er sagte. Und zum anderen ist die Zahl 108 für Buddhisten wichtig, wie Alberto Parmigiani ergänzte. Denn die Gebetskette Mala habe 108 Kugeln.


Jeder Cent soll ankommen

Der gebürtige Mailänder hat seit dem Beben im Mai 2015 schon 76 000 Euro an Spenden übergeben und umgesetzt, vor allem in den Schulbau. Wenn es geht, fliegt er nach Nepal - auf eigene Kosten, wie er beteuert. Denn jeder Cent soll ankommen. "Den Alberto werden sie in 20 Jahren nicht mehr kennen", sagt er. "Aber die Schule bleibt."

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