LKR Erlangen-Höchstadt
Fasching

Narren stürmen in Höchstadt und Röttenbach die Rathäuser

Um 11.11 Uhr am 11.11. hat auch in Höchstadt und Röttenbach wieder die fünfte Jahreszeit begonnen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Fosänachter Konrad Scheubel (links) entriss in Höchstadt Bürgermeister Gerald Brehm den Rathausschlüssel und übernahm mit seinen Mitstreitern das Regiment. Foto: Andreas Dorsch
Fosänachter Konrad Scheubel (links) entriss in Höchstadt Bürgermeister Gerald Brehm den Rathausschlüssel und übernahm mit seinen Mitstreitern das Regiment. Foto: Andreas Dorsch
+8 Bilder
Auch wenn sie die Federführung beim Höchstadter Faschingszug abgegeben haben und 2014 keine Prunksitzung mehr für Erwachsene organisieren, sind die Höchstadter Fosänachter alles andere als tot. Das bekam Bürgermeister Gerald Brehm (JL) am Montag zu spüren, als die wilde Horde hinter ihrem Anführer Konrad Scheubel um 11.11 Uhr das Rathaus stürmte und bis Aschermittwoch die Regentschaft an sich riss.

"Jetzt brauche ich bis zur Wahl nicht mehr zu arbeiten", freute sich Brehm. Narren-Bürgermeister Scheubel ist gleich im Amt aktiv geworden: "Ich habe bereits mit dem Fast-Food-Konzern Fühlung aufgenommen. Weil wir schon genügend Wirtshäuser haben, baut der jetzt eine Stadthalle."

Der abgesetzte Bürgermeister Brehm bedankte sich bei den Fosänachtern für ihr jahrelanges Engagement. Sie wollen beim Faschingszug weiter mithelfen und planen eine Kinder-Prunksitzung.

In Röttenbach wurde Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) um 11.11 Uhr von einer Abordnung des Elferrates der Besenbinder mit Thorsten Ott an der Spitze aus seinem Amtszimmer in den Sitzungssaal des Rathauses "abgeschleppt". Es galt, im Gegenzug zur Schlüsselübergabe fürs Rathaus eine Wette einzulösen: Aus elf Biersorten musste Wahl das Bier der ortsansässigen Brauerei Sauer herausschmecken. Sollte er diese wirklich schwierige Aufgabe meistern, hätte Röttenbach neben der Bierkönigin Nadine Gumbert auch einen Bierkönig. Falls nicht, müsste der Bürgermeister bei den Prunksitzungen des KCR den Mundschenk für den Elferrat machen.

Wahl selbst zweifelte diesmal, ob er die Wette gewinnen könnte. "Ich will doch meinen guten Freund Herbert Sauer nicht verärgern", meinte Wahl etwas unsicher und ging nach dem Ausschlussprinzip vor und gewann die Wette.

Mit einem dreifachen "Röttenbach Du aah", wurde Wahl gekrönt und eine Schärpe und ein Orden kamen noch dazu. "Dies werde ich natürlich auf den Prunksitzungen tragen", erklärte der gut gelaunte Bürgermeister. Ein Tragerl mit Sauer-Bier und Würsten gab es noch als Geschenk obendrein.

Eigentlich beginnt für Ludwig Wahl jetzt eine angenehme Zeit und er kann sich zurücklehnen, denn die Besenbinder haben ja bis Aschermittwoch das Regiment übernommen. Einige Aufgaben hat Wahl schon für sie aufgehoben: unter anderem muss der Kopierraum im Rathaus aufgeräumt werden.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren