Lonnerstadt
Tradition

Nachwuchssorgen? Fehlanzeige!

An Nachwuchs fehlt es den Lonnerstadter Kerwasburschen wahrlich nicht: 45 junge Männer waren in diesem Jahr dabei.
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Ruhe nach getaner Arbeit: In Lonnerstadt mangelt es wahrlich nicht an Kerwasburschen. Fotos: Yannick Hupfer
Ruhe nach getaner Arbeit: In Lonnerstadt mangelt es wahrlich nicht an Kerwasburschen. Fotos: Yannick Hupfer
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In den vergangenen Jahren floss den Lonnerstadter Kerwasburschen oft der Schweiß von der Stirn. Nicht nur, weil sie einen Baum in die Höhe stemmen mussten, sondern auch weil die Sonne dabei auf sie herab brannte. In diesem Jahr hingegen waren die Temperaturen zur Lonnerstadter Kerwa herbstlich kühl. Doch auch davon ließen sich die Kerwasburschen am Samstag nicht davon abhalten, früh morgens ihren Kerwasbaum aus dem Wald zu holen. Nach einem Zwischenstopp zum Weißwurstfrühstück beim Gasthaus Popp in Fetzelhofen ging es weiter in Richtung Lonnerstadt, wo einige Besucher schon auf die Burschen warteten.

"Bei uns sind viele junge Burschen", erklärte Frank Haßlauer. 45 waren es in diesem Jahr - im Vergleich zum Vorjahr fanden sich viele neue Gesichter unter ihnen. Während anderswo Burschen gesucht werden, kann man sich in Lonnerstadt über fehlenden Nachwuchs nicht beklagen. Jan Kropf leitete jahrelang die Kerwasburschen, in wenigen Wochen allerdings heiratet er. Und das bedeutet in Lonnerstadt: Offiziell darf er kein Bursche mehr sein. Ganz getreu einem alten Kerwaslied der Burschen: "Oh du verreck, verreck. Heiroodn du i ned." Doch bei Jan Kropf heißt es nun: "Doch wenn a Scheena kummd, heirood zu jeder Stund!" Daher organisieren nun Jan Kaiser und Benjamin Bär die jungen Leute.

Die alten Hasen helfen mit

Die Altkerwasburschen jedoch helfen jedes Jahr tatkräftig beim Baumaufstellen mit. Gemeinsam richteten sie am Samstag die 28 Meter hohe Fichte beinahe in Rekordzeit auf. Nur etwa eine halbe Stunde brauchten sie, bis der Baum senkrecht stand. Er wird traditionell vor dem Gasthaus "Zur Sonne" aufgestellt, in dessen Saal seit Jahren die Kirchweih stattfindet. Jahrelang standen die Buden der Schausteller in der Hauptstraße. Auch die Bäckerei Kaiser hatte ein Pavillon aufgestellt und bediente immer zahlreiche Gäste. Doch den Bäcker gibt es nicht mehr, weshalb die Kerwa in diesem Jahr etwas "zusammengerückt" wurde: Buden, Trampolin und Autoscooter standen heuer vor dem Gasthaus "Zur Sonne" in der Mühlgasse.

Auch musikalisch gab es in Lonnerstadt am Freitagabend eine Neuerung. Während in den vergangenen Jahren meist die Band "Reline" im Sonnensaal spielte, kamen in diesem Jahr "React" - und der Saal war voll. Am Samstag legte DJ Crunch im Sonnensaal auf, bevor am Sonntagmorgen der Kunst- und Handwerkermarkt rund um den Marktplatz stattfand. Besucher konnten Holzarbeiten, Gartendeko und Näharbeiten bestaunen und kaufen - auch wenn das Wetter eher durchwachsen war.

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