Mühlhausen
Natur

Mühlhausener geben Einblick in ihre privaten Paradiese

In Mühlhausen gab es zwei Teilnehmer am "Tag der offenen Gartentür". Zu erfahren war, wie sich die grünen Oasen an das Alter ihrer Nutzer anpassen lassen.
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Schauen, riechen, schmecken - die Kräuter sind nicht nur im Kochtopf gut. Am neuen Hochbeet die Hausherren      Foto: Evi Seeger
Schauen, riechen, schmecken - die Kräuter sind nicht nur im Kochtopf gut. Am neuen Hochbeet die Hausherren Foto: Evi Seeger
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Der Garten ist mit seinen Aufgaben gewachsen. Nicht, dass das Gärtlein der Familie Hirschmann dadurch größer geworden wäre. Höchstens dreihundert Quadratmeter dürften es sein, meint die Hausherrin Elisabeth Hirschmann. Am "Tag der offenen Gartentür" zeigte sie schon am Vormittag vielen Besuchern ihr kleines Paradies. Was sich dem Auge des Besuchers hinter dem Haus in der Kleinen Dorfstraße auftut, ist sozusagen ein zweites Wohnzimmer.

Keramik ergänzt die Idylle

Ihr Gärtlein hat die kreative Hausherrin selbst, ohne professionelle Hilfe angelegt. Zunächst als Gemüsegarten für die junge Familie. Als die Kinder in das entsprechende Alter kamen, wurden in der Mitte des Gartens Spielgeräte und ein Pool aufgebaut. Schließlich waren die Kleinen dem Alter entwachsen und alles musste weg. Übrig blieb eine Insel. Gerade recht für die Hausherrin. Hier musste ein Garten im Garten entstehen und eine Feierabendbank hin. Wenn sie nach einem langen Arbeitstag nach Hause kam, konnte sie dort die letzten Sonnenstrahlen genießen. Dass das große Hobby von Elisabeth Hirschmann die Töpferei ist, sticht dem Besucher sofort ins Auge. Vor allem Figuren und Köpfe interessieren und fordern - ja man darf schon sagen - die Künstlerin. Da passt eines zum andern: Grün wuchert es aus vielen Köpfen und das verwundert in diesem Ambiente nicht.

Der zweite Garten ist alt. Susanne und Bodo Heidingsfelder haben ihn vor 35 Jahren in der Ringstraße angelegt. Jetzt sind beide - Besitzer und Garten - in die Jahre gekommen. Da ist Hilfe angesagt. Die fanden die Gartenbesitzer bei Victor Peschke, einem Mühlhausener wie sie selbst. Für eine Kräuterschnecke, Idee und lang gehegter Wunsch von Susanne Heidingsfelder, musste erst einmal einiges an "Wildwuchs" weichen.

Barrierefreier Garten

Heimische Kräuter wie Petersilie und Dill, die feuchte, tonhaltige Erde lieben, kamen unten an die Basis. Wärme liebende mediterrane Kräuter wurden an die Spitze gepflanzt. Am Fuß der Schnecke wurde schließlich noch eine kleine Wasserstelle als Vogeltränke installiert. Das neue Hochbeet werden die Gartenbesitzer eines Tages noch sehr zu schätzen wissen. Denn das Ziel ist es, die Wege um Hochbeet und Kräuterschnecke so zu gestalten, dass sie letztendlich auch mit dem Rollstuhl befahren werden können.

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