Hauptendorf
Fest

Mit drei Schlägen die Hauptendorfer Kerwa angezapft

Bei der Hauptendorfer Kirchweih wurde von den "Haddndorfer Ortsburschen" ein 28 Meter langer Baum aufgestellt.
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Die Hauptendorfer Ortsburschen beim Baumstellen. Foto: Richard Sänger
Die Hauptendorfer Ortsburschen beim Baumstellen. Foto: Richard Sänger
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Gleich vier gestandene Männer mussten sich beim Anstich gegen das Fass stemmen - aber nicht weil es Probleme gab. Die zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) trieb den Hahn mit einer derartigen Wucht ins Fass, dass die vier Hauptendorfer dagegen halten mussten. Dreimal haute Schroff drauf. Der Vorsitzende der Hauptendorfer Feuerwehr Herbert Erhardt meinte im Anschluss, dass auch ein Schlag genügt hätte.


Altbekannte Gäste aus Hessen

Wie in den Jahren zuvor kam auch in diesem Jahr eine Abordnung der befreundeten Freiwilligen Feuerwehr Eichenzell bei Fulda ins Frankenland, um mit den Hauptendorfer Kameraden eine fränkische Kerwa zu feiern. Die Freundschaft der beiden Feuerwehren besteht bereits seit dem Jahr 1972, damals musterte die Gemeinde Eichenzell ihr Löschfahrzeug "LF 8" aus, das dann in Hauptendorf zum Einsatz kam. Dies führte zu einer engen Verbindung zwischen den beiden Feuerwehren.

Renate Schroff würdigte in ihrer Ansprache vor allem die intakte Dorfgemeinschaft und die hervorragende Integration von Neubürgern im Herzogenauracher Ortsteil."Das ist eine gelebte Willkommenskultur", sagte die zweite Bürgermeisterin vor zahlreichen Kirchweihgästen. Zur Eröffnung wurde den Kirchweihgästen das "Duo Franken Express", einen Final-Teilnehmer des Alpen Grand Prix 2014, präsentiert.

Der Feuerwehrvorsitzende wies auf die Tradition der Hauptendorfer Kerwa hin und begrüßte als fünften Verein die Ortsburschen, die sich ins Vereinsregister eintragen ließen und zusammen mit der Feuerwehr und dem Stammtisch "Endstation" die diesjährige Kerwa ausrichteten. Der Samstagnachmittag begann mit Kaffee, fränkischen Küchle und Kuchen, während die Ortsburschen die zwei "Kerwasbäume" aus dem Wald holten.
Unter dem Kommando von Feuerwehrkommandant Manfred Kreuzer waren erst die rund dreißig "Haddndorfer Ortsburschen" gefordert, ihren 28-Meter Baum in die Höhe zu stemmen. Nach einer knappen Stunde hieß es vom Kommandanten: "Etz derfter ans singa".

Zum Bedauern des Nachwuchses kürzte Kreuzer mit der Motorsäge den zweiten Baum allerdings um einige Meter. Nichtsdestotrotz wurde auch er gemeinsam aufgestellt. Den Abend gestaltete "Frozen Tuns" mit Klassikern aus den letzten vierzig Jahren.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Sonntag weiter mit einem Gottesdienst im Zelt. Die Hauptendorfer ließen sich, trotz des regnerischen Wetters, ihre Kirchweihlaune nicht verderben, besuchten den Gottesdienst und ließen sich die Weißwürste und das Mittagessen schmecken.

Das nachmittägliche "Küchle zamspilln" hat in Hauptendorf auch schon eine lange Tradition, wobei weniger die Küchle von Interesse sind, sondern eher Scheine, die in der Spendenbüchse landen.

Bis zum "Kerwa eigrom" sorgte im Zelt "Frankenmix" für Unterhaltung. Die Zeremonie lockt immer viele Zuschauer in die Ortsmitte, wenn sich der Trauerzug vom Zelt aus auf den Weg zum Kirchweihbaum macht. Dort sorgte dann Manfred Kreuzer mit seiner humorvollen Kerwas-Predigt, bei der Zuhörer auch einige Internas erfahren, was an der Kirchweih alles abgelaufen ist, für einen runden Abschluss.

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