Herzogenaurach
Kommentar

Mehr Stellen, mehr Verkehr

Ein Kommentar zum Haushalt der Stadt Herzogenaurach , der heute Abend im Stadtrat beraten wird .
Artikel drucken Artikel einbetten
Großprojekte der nächsten Jahre: Das Rathaus (rechts) wird abgerissen und neu gebaut, das Schloss (links) wird saniert. Bernhard Panzer
Großprojekte der nächsten Jahre: Das Rathaus (rechts) wird abgerissen und neu gebaut, das Schloss (links) wird saniert. Bernhard Panzer
+1 Bild
Es sind bemerkenswerte Zahlen, die Bürgermeister Hacker, im Zusammenhang mit dem Haushalt für 2018, kürzlich vorlegen konnte. Sie zeigen deutlich die hohe Wirtschaftskraft Herzogenaurachs auf. Die Summe der Arbeitsplätze bei den Firmen in der Stadt hat inzwischen die Einwohnerzahl überstiegen. Das ist umso beachtlicher, da Herzogenaurach mit knapp 23 800 Bürgern beileibe kein Dorf, sondern die mit Abstand größte Kommune im Landkreis ist. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen betrug zum Jahresende exakt 23 921.

Stetig wachsend ist auch die Zahl der Einpendler, inzwischen sind es schon fast 19 000 Menschen. Mehr Arbeitsplätze, mehr Pendler - das schafft mehr Verkehr. Diese Anforderungen sind nur durch eine Kombination von Schiene und Straße zu bewältigen, wie der Bürgermeister immer wieder mal deutlich macht. Er setzt also sowohl auf die Stadt-Umland-Bahn als auch auf die Südumgehung.

Aber es gibt auch im Norden einen Brennpunkt. Tägliche Staus auf dem Hans-Ort-Ring sind der CSU längst ein Dorn im Auge. Das Problem ist ja auch erkannt worden, durch Änderungen der Ampelschaltung versucht man derzeit die Situation zu lindern. Der CSU geht das nicht weit genug: Sie will nicht warten, bis der Staat die Nordumgehung selbst ausbaut und fordert schon jetzt eine vierspurige Verbreiterung auf einem weiteren Teilstück.

Ein durchaus nachvollziehbarer Gedanke, auch wenn dort viel Durchgangsverkehr fließt und auch Nicht-Herzogenauracher davon profitieren würden. Aber nicht nur die: Herzogenaurach wächst weiter, bei der Bevölkerung ebenso wie bei den Arbeitsplätzen. Und Geld ist vorhanden. Warum als nicht darüber diskutieren: Herzogenaurach baut die Straße selbst und holt sich das Geld, zumindest zu einem sehr hohen Prozentsatz, als Zuschuss vom Staat zurück.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren